Nein zum Fliegerhorst : Keine Chance für Infotag in Halle 28

Gemeindevertretung lehnt CDU-Antrag zum Katastrophenschutz ab / Halle auf dem Fliegerhorst ist für Veranstaltungen "tabu"

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17. Dezember 2011, 07:33 Uhr

Sylt | Nicht ganz unerwartet ist die CDU mit ihrem Antrag, die Bürger in der Halle 28 praxisnah und anschaulich über den Katastrophenschutz zu informieren, gescheitert. Zwar sprachen sich in der Gemeindevertretung alle Fraktionen für einen solchen Infotag aus, die übergangsweise für den Katastrophenschutz genutzte Halle auf dem ehemaligen Fliegerhorst lehnten sie als Veranstaltungsort jedoch kategorisch ab.

"Die Halle ist für uns für Veranstaltungen tabu", erklärte Sönke Hansen (SWG) und schlug stattdessen den Alten Kursaal vor. Ehe dies jedoch beschlossen wurde, lieferten sich die Politiker aller Fraktionen allerdings noch ausufernde Wortgefechte mit gegenseitigen Vorwürfen und Unterstellungen, ohne in der Sache mit neuen Argumenten aufwarten zu können.

Als Bürgermeisterin werde sie sich in die politische Diskussion nicht einmischen, betonte Petra Reiber. Als Katastrophenschutzleiterin der Insel verstehe sie jedoch nicht, warum die Politik der Verwaltung nicht den Auftrag erteile, die Wirtschaftlichkeit der Halle 28 gegenüber einem geplanten Neubau neben der künftigen Feuerwache am Flughafen zu vergleichen. Dieser würde nach ihren Angaben rund drei bis vier Millionen Euro kosten. Grundlage für diese Summe sei ein geschätzter Flächenbedarf von mindestens 2 050 Quadratmetern.

Als nächster Schritt soll Anfang 2012 die Abstimmung in den politischen Gremien der Gemeinde Sylt wie auch mit den übrigen Inselkommunen erfolgen. Dazu gehöre auch die Festlegung insular anzustrebender Katastrophenschutz-Standards. Dabei versäumte Reiber nicht, darauf hinzuweisen, dass sich die Mehrheit der anderen Gemeinden für einen Erhalt der Halle 28 für den Katastrophenschutz ausgesprochen hätten.

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