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17. August 2017 | 19:38 Uhr

Jugendarbeit in Gettorf neu koordiniert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball: Jörg Ballert ist Ansprechpartner für alle Trainer und sucht außerdem noch den Kontakt zur benachbarten Isarnwohldschule

Der Gettorfer SC schwimmt momentan auf einer Welle des Erfolgs. Von ihrer neuen Sportanlage mit beheiztem Kunstrasenplatz profitieren auch die Jugendmannschaften des GSC, die SG Dänischer Wohld.

Da es auf Kreisebene schwer ist, ambitionierte Trainer im Nachwuchsbereich zu finden, passte es ganz gut, dass sowohl die A-, B- und D-Jugend zu dieser Saison in die Verbandsliga aufgestiegen sind, ebenso wie die B-Mädchen. Dabei war es für die A-Jugend der SG Dänischer Wohld, der Gettorfer Spielgemeinschaft mit dem Osdorfer SV, TSV Neudorf-Bornstein und dem 1. FC Schinkel, ein Glücksfall, dass mit Daniel Hansen ein Ligaspieler als Nachfolger des jetzigen Liga-Trainers Christian Schössler als Coach gewonnen werden konnte. Hansen studiert in Kiel Sport und kann das Erlernte gleich in die Praxis umsetzen. Da er sich als Trainer zwei Jahre an den Verein gebunden hat, übernimmt dieser auch einen Teil seiner Ausbildung zum C-Lizenzinhaber.

Die A- bis D-Jugend trainiert zweimal wöchentlich am Dienstag und Donnerstag. Damit ist der Anfang geschaffen, um mittelfristig auch einmal die SH-Liga ins Auge fassen zu können. „Die Voraussetzungen sind durch unsere Mega-Anlage geschaffen. Doch das braucht noch etwas Zeit“, sagt A-Jugend-Betreuer Ralf Hartmann. „Um die SH-Liga ins Auge fassen zu können, benötigt man auch nicht nur einen guten Jahrgang, sondern mindestens zwei. So weit sind wir noch nicht, aber auf einem guten Weg.“ Der Kunstrasenplatz erlaubt den Fußballern nicht nur regelmäßiges Training und Pflichtspiele. Es gibt auch noch einen positiven Nebeneffekt. „Da der Ball auf dem Kunstrasenplatz deutlich schneller ist, ist auch das Spiel unserer Mannschaften schneller geworden“, berichtet Hartmann.

Die Gettorfer haben bereits die Erfahrung gemacht, dass aufgrund der Anlage sowohl Trainer als auch Spieler ihr Interesse signalisiert haben. Schon jetzt ist man mit 22 Mannschaften, davon 18 im Jugendbereich, nahe an der Grenze des Machbaren angelangt. Um den ganzen Prozess besser zu koordinieren und auf etwas professionellere Beine zu stellen wurde Jörg Ballert installiert, der seinerzeit selbst 150 Ligaspiele für den GSC bestritten sowie bei Holstein Kiel und als DFB-Stützpunkt- sowie D-Jugend-Landesauswahltrainer gearbeitet hat. Der Kontakt zu Ballert kam durch Ralf Hartmann zustande. Beide wohnten nur zwei Straßen voneinander entfernt.

„Wir werden auf jeden Fall im Jugendbereich weiter an der SG Dänischer Wohld festhalten. Diese macht Sinn. Wenn wir sie einschlafen lassen, würden wir uns mit diesem großen Einzugsgebiet selbst schaden“, ist sich Ballert sicher, der für alle Trainer ein Ansprechpartner ist: „Wenn sie Probleme haben, können sie jederzeit zu mir kommen.“

Er möchte auch enger mit der angrenzenden Isarnwohld-Schule zusammenarbeiten und in diesem Zusammenhang die fünftägige Ausbildung zum DFB-Juniorcoach anbieten. Dafür können sich 15- bis 17-jährige Jugendliche bewerben. Mit Gymnasial-Sportlehrer Jan Päben sind die Gettorfer dabei bereits im regen Austausch. „Dieser DFB-Juniorcoach ist die Basis“, erklärt Ballert. „Damit können die Jugendlichen in den Vereinen als Co-Trainer agieren oder in der Schule den Lehrer bei Fußball-AGs unterstützen. Mein Ziel ist es, dass wir in möglichst allen Vereinen so einen DFB-Juniorcoach installieren.“ Mit den Schülern Rafael Menzel und Tom Bengius wurden so etwa zwei Hilfstrainer für die E2- und E3-Jugend bereits gewonnen.

Ballert ist bewusst, dass ein so schnell entwickelnder Verein wie der GSC oder die SG Dänischer Wohld bei einigen in der Umgebung auch Neid und Missgunst hervorrufen kann. „Dem wollen und müssen wir natürlich entgegenwirken. Wenn wir etwa Spieler für uns gewinnen wollen, werden wir uns erst mit dem Vorstand des abgebenden Vereins zusammensetzen, um alles korrekt abzuwickeln. Das erwarten wir im umgekehrten Fall ja selbst auch. Außerdem wollen wir uns auch nicht nur mit Spielern aus höherklassigen Vereinen verstärken. Es müssen auch immer genug Talente aus der Umgebung in unseren Mannschaften aktiv sein.“

Der Zusammenhalt der Trainer bei der SG Dänischer Wohld ist speziell beim Umzug vom Ringweg an die Süderstraße gewachsen. „Anfangs hatten wir ja nur eineinhalb Plätze. Da mussten sich die Mannschaften untereinander immens absprechen und gegenseitig helfen. Teilweise wurde in dieser Zeit sogar bis um 22 Uhr trainiert, damit alle zum Zuge kamen“, erklärt Ballert. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt. Den Fußballern stehen in Gettorf drei Felder zur Verfügung. Der Rasenplatz, der auch noch eine Tribüne für rund 300 Zuschauer bekommen soll, wird vermutlich für die Rückrunde der laufenden Saison freigegeben. Zusätzlich soll am 1. März noch ein Sportrestaurant eröffnet werden.

Für die Zukunft hat Ballert auch noch Stützpunktspieltage, bei denen 16 Stützpunktteams eines Jahrgangs ihren Besten ausspielen, auf der Gettorfer Anlage geplant. Diese finden jeden ersten Sonntag im Monat statt. „Das ist mit unseren vielen Plätzen ideal. Da kann ständig gespielt werden. Im Idealfall würden wir auch Teams aus der Nachbarschaft mit dazuholen.“

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von
erstellt am 12.Dez.2016 | 06:13 Uhr

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