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21. Oktober 2017 | 15:18 Uhr

Jevenstedts Trumpfkarten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Offensivabteilung des TuS gehört zu den besten der Fußball-Kreisliga und lässt den Verein vom Verbandsliga-Aufstieg träumen

von
erstellt am 28.Aug.2015 | 20:14 Uhr

Seit Jahren gehört der TuS Jevenstedt regelmäßig zum Favoritenkreis der Fußball-Kreisliga. Genauso regelmäßig aber reichte es bisher nicht zum ganz großen Erfolg. Nach den Plätzen 2, 4 und 5 könnte es in dieser Saison klappen mit dem Meistertitel. Der Auftakt ist so vielversprechend wie nie zuvor.

Dabei dämpften die Vereinsverantwortlichen zuvor die Erwartungen. Nach dem Abgang von Top-Torjäger Mirko Mrosek vor zwei Jahren, beklagte der TuS in diesem Sommer den Wechsel von Denker und Lenker Piet Gömpel zum SH-Liga-Aufsteiger TSB Flensburg. „Mirko war das Hirn, aber Piet war das Herz dieser Mannschaft“, lautete der allgemeine Tenor im Club. Aufzufangen ist dieser Qualitätsverlust in Jevenstedt nur durch ein mannschaftliches Zusammenwirken. „Das ist eine gemeinschaftliche Aufgabe“, betont Michael Rohwedder. Der Trainer allerdings sieht in dem Abgang Gömpels auch eine Chance. „In der Vergangenheit war vieles auf Piet zugeschnitten. Wir haben uns im Spiel häufig auf ihn verlassen. Nun sind wir dazu gezwungen, flexibler zu agieren. Das macht uns schwerer ausrechenbar“, sagt der Coach. Die ersten vier Partien der noch jungen Saison geben ihm Recht. Zwölf Punkte und 16:1 Tore: Die bisherige Ausbeute kann sich sehen lassen. Selbst in der Super-Saison 2012/13, als der TuS Vizemeister wurde und nur knapp am Aufstieg vorbeischrammte, war der Start nicht so gut. Und auch vor zwei Jahren, damals knackten die Jevenstedter die 100-Tore-Marke und scheiterten erst im Pokalfinale am Eckernförder SV, legten sie einen mäßigen Auftakt hin.

Für einen reibungslosen Übergang auf der Position des Spielmachers hat die Rückkehr eins „verlorenen Sohnes“ gesorgt. Nach seinem kurzen Abstecher zum SV Boostedt war Sebastian Hehnke bereits im vergangenen Winter wieder an die Jevenau gewechselt. Nun scheint dem ehemaligen Jugend-Spieler von Hansa Rostock der Fußball wieder richtig Spaß zu machen. „Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt er und verweist auf die gute und vor allem verletzungsfreie Vorbereitung. „Das ist wichtig für mich“, weiß er. Seine neue Rolle im Mittelfeldzentrum kommt ihm entgegen. „Ich habe das früher auch in anderen Vereinen gespielt. Auf dieser Position bekomme ich viele Bälle und kann das Spiel machen.“ Hehnke aber ist nur eine der zahlreichen Trumpfkarten des TuS Jevenstedt. Insbesondere in der Offensive wirbeln neben Hehnke, Thore Neben, Timo Klug und Jonas Richter die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Ganz im Sinne ihres Trainers tauschen sie ihre Positionen ständig durch. „Wir wollen im Angriff immer wieder rochieren“, so Rohwedder. Mit Hendrik Lassen haben sie zudem die perfekte Absicherung im defensiven Mittelfeld. Wer also soll den TuS stoppen? Es gibt durchaus Teams, die es mit den Jevenstedtern aufnehmen können und individuell besser besetzt sind. Der größte Gegner könnte allerdings die fehlende Breite im Kader sein. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mannschaft die hohe Qualität nicht halten kann, wenn Spieler wie Lassen, Neben oder auch Hehnke länger ausfallen. Vielleicht äußert sich Letztgenannter auch deshalb vorsichtig bei der Frage nach der Meisterschaft. „Wir denken erst einmal nur von Spiel zu Spiel“, erklärt er.

Die nächste Aufgabe zählt eher zu den Pflichtaufgaben, denn bei Aufsteiger SV Grün-Weiß Todenbüttel am Sonnabend müssen die Jevenstedter Trumpfkarten wieder stechen, wollen sie die Tabellenführung verteidigen.

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