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11. Dezember 2017 | 12:51 Uhr

Jevenstedter Geduld wird spät belohnt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisliga: Rohwedder-Elf gewinnt Derby beim TuS Bargstedt durch umstrittenen Elfmeter / Büdelsdorfer TSV und Schinkel meistern ihre Hürden

Damit dürfte sich der TuS Bargstedt wohl endgültig aus dem Titelrennen in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde verabschiedet haben. Während Spitzenreiter Büdelsdorfer TSV (3:1 gegen Vineta Audorf) und der punktgleiche 1. FC Schinkel (1:0 in Waabs) ihre Hürden nahmen, strauchelte der Tabellendritte im Derby gegen den TuS Jevenstedt. Nach dem 0:1 hat die Wolters-Elf nun schon sieben Punkte Rückstand auf das Spitzenduo.

TuS Bargstedt – TuS Jevenstedt 0:1 (0:0)
Eine umstrittene Situation entschied ein hart umkämpftes und hitziges, aber keinesfalls unfaires Derby. In der 86. Minute sprang Bargstedts Jan Paul Schell der Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Oliver Sobolewski (Todenbüttel) zeigte erst auf Intervention seines Assistenten auf den Elfmeterpunkt. Jevenstedts Mannschaftskapitän Marten Schlüter ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss den Ball unerreichbar für Bargstedts Keeper Thomas Merten ins linke untere Toreck (87.). „Das war ein verdienter Sieg“, bilanzierte Gäste-Coach Michael Rohwedder. Die erste Hälfte gehörte zwar den Platzherren, aber aus einer Handvoll guter Chancen konnten sie kein Kapital schlagen. In der zweiten Halbzeit rissen dann die Jevenstedter das Spielgeschehen an sich, scheiterten ihrerseits allerdings mehrfach an dem überragenden Merten. „Meine Jungs sind für ihre Geduld zum Glück belohnt worden“, meinte Rohwedder mit Blick auf die späte Entscheidung. Bargstedts Coach Frank Wolter sprach indes von einer „ärgerlichen Niederlage. Wir waren über die 90 Minuten gesehen nicht schlechter als Jevenstedt. Das Derby hätte keinen Verlierer verdient gehabt.“

Tore: 0:1 Marten Schlüter (87., HE).

Rote Karte: Hendrik Lassen (84., grobe Unsportlichkeit, Jevenstedt).

Büdelsdorfer TSV – TSV Vineta Audorf 3:1 (0:0)
Der Tabellenführer tat sich lange Zeit sehr schwer und blieb bis zur Pause nahezu ohne Torchance. „Beide Teams haben sich neutralisiert“, analysierte BTSV-Coach Adrian Königsmann. Direkt nach der Pause kam mehr Schwung in die Partie und die Gäste gingen in Führung (50.). „Das war unser Wachmacher. Nach dem 1:1 waren wir dann besser und haben am Ende verdient gewonnen“, so Königsmann, der sich noch über zwei weitere Treffer freuen konnte.

Tore: 0:1 Benjamin Schuster (50.), 1:1 Mats Henke (68.), 2:1 Kevin Wardin (72.), 3:1 Henke (90.).


SG Felde/Stampe – Borussia 93 Rendsburg 1:0 (0:0)
Für beide Teams zählte im Vorfeld der Partie eigentlich nur ein Sieg. Am Anfang sah es so aus, als sollten die Gäste dem Dreier näher kommen, doch sie verpassten es, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Die Halbzeit tat den Rendsburgern gar nicht gut. Sie verloren anschließend den Faden und mussten nach einer Stunde einem Rückstand hinterherlaufen. „Die Anfangsphase der zweiten Hälfte haben wir völlig verpennt“, ärgerte sich 93-Coach Dirk Fischoeder. „Da haben wir um das Gegentor förmlich gebettelt.“ Nach der Felder Führung versuchte die Borussia nochmal alles, um den Ausgleich zu erzielten, jedoch ohne Erfolg. „Wir hatten nur noch eine richtige Möglichkeit. Ein besonderes Lob möchte ich dem Schiedsrichter-Team um Lars Paulmann aussprechen. Das war das Beste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Einfach der Hammer“, kam Fischoeder ins Schwärmen.

Tor: 1:0 Pascal Balcer (59.).


TSV Waabs – 1. FC Schinkel 0:1 (0:0)
Nur in den ersten Minuten deuteten die Gäste an, was sie können. Anschließend wurden die Waabser immer mutiger und konnten das Spiel offen gestalten. „Das ist das einzige, was ich meiner Mannschaft heute vorwerfen kann: Wir sind zu fahrlässig mit unseren Konterchancen umgegangen“, meinte TSV-Trainer Matthias Daniel. Das wurde bestraft. Durch einen Standard gewann der Favorit aus Schinkel die hitzige Partie (89.).

Tor: 0:1 Finn Raabe (89.).


Osdorfer SV – TSV Karby 2:0 (0:0)
Karby kamen nur einmal so richtig gefährlich vor das OSV-Gehäuse. Doch freistehend schaffte es Max Gülzner nicht, den Ball im Osdorfer Tor unterzubringen (27.). „Da hatten wir ein bisschen Glück“, sagte OSV-Coach Jens-Uwe Lorenzen. Die beiden größten Möglichkeiten des Gastgebers nutzte Nils Schultz eiskalt (52., 80.).

Tore: 1:0, 2:0 Nils Schultz (52., 80.).


SV Fleckeby – Wittenseer SV 1:2 (0:1)
Schlechter hätte der Start für Fleckebys neuen Trainer Christian Jorrens kaum laufen können. Zwei Pleiten in den ersten beiden Spielen gegen zwei Mitkonkurrenten stehen zu Buche. Und auch die immer längere werdende Verletztenliste macht nur wenig Hoffnung auf Besserung. Jorrens: „Der Klassenerhalt wird eine super schwere Aufgabe.“ Mann des Spiels war Torben Wulf, der mit seinen beiden Toren großen Anteil an dem für den WSV wichtigen Sieg hatte.

Tore: 0:1 Torben Wulf (26.), 1:1 Keven Neumann (68.), 1:2 Wulf (82.).
Gelb-Rote Karte: Kevin Hansen (52., Foul/Meckern, SVF).



SG BSV/EMTV – VfR Eckernförde 4:1 (2:0)
Von Anfang an waren die Hausherren klar spielbestimmend und wussten dies auch auszunutzen. Björn Geng sorgte bereits vor dem Pausenpfiff mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir nach der Winterpause schon so gut drauf sind“, so SG-Trainer Stefan Truelsen. In der zweiten Hälfte änderte sich der Spielverlauf ein wenig und die Gäste nahmen mehr am Spiel teil. Allerdings wurde es erst kurz vor dem Ende nochmal so richtig spannend, als innerhalb von wenigen Minuten drei weitere Tore fielen.

Tore: 1:0, 2:0 Björn Geng (10., 30.), 2:1 Finn Doorentz (85.), 3:1 Mirko Marten (88.), 4:1 Geng (90.).


Eckernförder SV II – Osterbyer SV 1:1 (0:1)
Die ESV-Reserve war in der zweiten Hälfte die überlegene Mannschaft und erspielte sich Chance um Chance, um den 0:1-Pausenrückstand noch in einen Sieg umzuwandeln. „Das ist uns leider nicht gelungen. Das 1:1 ist für uns eine gefühlte Niederlage“, meinte ESV-Coach Töns Dohrn, der auch noch kurz vor Schluss eine vermeintliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters schlucken musste, als Finn Gerlachs 2:1 zurückgepfiffen wurde. „Alle haben gesehen, dass es niemals Abseits sein konnte“, so Dohrn.

Tore: 0:1 Lasse Retza (11.), 1:1 Sönke Matthiesen (59.)
Bes. Vork.: Lars Puphal (ESV) verschießt Foulelfmeter (20.).

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