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Fussball-Regionalliga Nord : „In Lübeck läuft alles viel strukturierter und professioneller ab“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

VfB-Kicker Finn Thomas trifft heute auf seinen Ex-Club VfR Neumünster.

shz.de von
erstellt am 07.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Knapp fünf Jahre lang gab er für den VfR (fast) alles. Als er im Sommer 2014 zum Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck zurückkehrte, hinterließ er jedoch bei Rasensport verbrannte Erde. Finn Thomas hielt mit seiner Meinung nie hinterm Berg. Die Folge: VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher plante ohne ihn, Fans schworen ihm die Treue ab. Heute trifft der 27-Jährige erstmals auf seinen Ex-Club aus Neumünster, den er in der Vorsaison noch als Kapitän auf den Platz geführt hatte. Der Courier sprach mit ihm.

Ist das Spiel gegen VfR ein besonderes oder doch nur ein ganz normales?

Thomas: Das ist definitiv etwas Besonderes. Ich habe mehr als 150 Pflichtspiele für den VfR bestritten, hatte dort überragende Erfolge, wie den Regionalligaaufstieg oder den Einzug in den DFB-Pokal. Ich freue mich auf das Duell, auch wenn es für mich emotional nicht leicht wird.

Der VfB ist aktuell Fünfter, Sie haben bereits vier Saisontore erzielt. Haben Sie mit Ihrem Wechsel nach Lübeck alles richtig gemacht?

Ja, es scheint so. In Lübeck läuft alles viel strukturierter und professioneller als beim VfR ab. Und Spiele freitagabends unter Flutlicht bei uns sind das Geilste in der ganzen Liga.

Wie viele Zuschauer erwarten Sie zum Derby gegen den VfR?

Ich gehe von 2500 aus – eine Kulisse, die auch den VfR pushen wird.

Haben Sie noch Kontakt zum VfR?

Wenig, ich verfolge aber den Weg. Schade, dass der Club weit unten steht. Doch es ist sportlich nun so gekommen, wie einige das vor der Saison nicht wahrhaben wollten. Aber es sind ja genug Fußballexperten in Neumünster vorhanden. Sollen Sie Ihren Weg machen ...

Ihr Abgang aus Neumünster verlief seinerzeit nicht geräuschlos ...

Es ist doch immer das Gleiche: Die Leute wollen deine Meinung hören, und wenn du deine Meinung sagst, dann ist das plötzlich doch nicht richtig. Ich glaube aber generell, dass ich in Neumünster schnell in Vergessenheit geraten bin.

Es heißt, mehrere ehemalige VfR-Kicker würden sich anwaltlich beraten lassen und vom Verein ausstehende Spielergehälter einklagen. Sie auch?

Bei mir ist mittlerweile alles glatt. Nach viel Hickhack und dank eines Anwalts habe ich mein Geld vom VfR bekommen. Ich weiß aber, dass das bei einigen anderen nicht der Fall ist und sie ihrem Geld aus der Neumünsteraner Zeit hinterherlaufen müssen.

Kommen wir abschließend zur sportlichen Situation: Was ist drin für den VfR-Rivalen VfB Lübeck?

Vorab: Wir haben einige Punkte liegen gelassen, könnten noch besser dastehen. Oberste Priorität hat der Klassenerhalt, ich persönlich würde gerne den Platz unter den ersten fünf behaupten.

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