In Aufstiegsrunde nichts zu gewinnen

ESV-Trainer Stefan Mackeprang spricht im Interview von einer guten Saison, die mit der Vizemeisterschaft beendet werden soll. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur SH-Liga lässt er dagegen noch offen.
ESV-Trainer Stefan Mackeprang spricht im Interview von einer guten Saison, die mit der Vizemeisterschaft beendet werden soll. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur SH-Liga lässt er dagegen noch offen.

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: ESV-Trainer Stefan Mackeprang möchte unbedingt heute in Laboe die Vizemeisterschaft perfekt machen

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29. Mai 2015, 22:00 Uhr

Vor dem letzten Spiel in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost bat EZ-Sportredakteur Stefan Gerken ESV-Trainer Stefan Mackeprang zum Interview. Sein Ziel, und das der Mannschaft, ist es, Platz zwei mit einem Sieg heute (16 Uhr) beim VfR Laboe festzumachen.

Herr Mackeprang, mit welchen Wünschen gehen Sie in das letzte Saisonspiel beim VfR Laboe?

Wir wollen unbedingt Platz zwei verteidigen und uns auch für die 0:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren. Danach kamen wir in der Hinrunde in eine schlechte Phase und haben die Tuchfühlung auf Kilia Kiel und damit auf die Meisterschaft verloren. Das ärgert einen natürlich schon.

Ist Platz zwei wegen der Aufstiegsrunde in die Schleswig-Holstein-Liga das große Ziel?

Nein, es geht für mich darum, dass wir eine gute Saison gerne mit der Vizemeisterschaft beenden wollen. Aber es wird nicht leicht. Laboe hat keinen Druck mehr, und wir werden nochmal Charakter zeigen müssen. Wir werden Platz zwei nicht geschenkt bekommen, haben aber bis auf Marc Medler alle Mann an Bord.

Der Osterrönfelder TSV und der Gettorfer SC haben sich bereits gegen eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde der vier Verbandsligazweiten ausgesprochen. Die Chancen für einen Aufstieg sind nur theoretisch. Wie stehen Sie zur Aufstiegsrunde?

Ich finde ja, dass man sich gegen einen erreichten Aufstieg nicht wehren sollte. Das ist nicht im Sinne des Sports. Natürlich wissen wir aber, dass die Chance minimal ist, und dass es einige Nachteile mit sich bringt, bei den Kosten oder auch der fehlenden Regenerationszeit. Daher muss man schon sagen, dass man in dieser Aufstiegsrunde so richtig nichts gewinnen kann.

Das klingt so, als ob der ESV – entgegen einer früheren Aussage des 1. Vorsitzenden Manfred Medler – auch auf sein Teilnahmerecht verzichten würde, richtig?

Soweit sind wir noch nicht. Ich habe mich mit der Mannschaft im Vorwege darüber unterhalten. Wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir erst das letzte Spiel machen wollen. Denn aktuell wissen wir ja noch gar nicht, ob wir am Saisonende Tabellenzweiter sind. Wir haben mittlerweile schon drei, vier Chancen liegen gelassen, uns die Vizemeisterschaft vorzeitig zu sichern – das wollen wir nun sportlich perfekt machen. Danach werden wir eine Entscheidung über die Teilnahme an der Aufstiegsrunde besprechen.

Trotz einer guten Saison wird Ihre Mannschaft in der kommenden Saison wohl personell geschwächt an den Start gehen müssen. Wie sehen Sie die Entwicklung nach sieben Abgängen?

Wir sind zwei Jahre hintereinander oben gelandet. Das war fast am Limit, auch wenn in der Mannschaft noch unberührtes Potenzial steckt. Jetzt sieht es so aus, dass wir unsere Mannschaft verjüngen werden. Das finde ich reizvoll. Es hat Charme, sich neu zu formieren. Dafür ziehen wir junge und hungrige Spieler nach, die super heiß sein werden, sich zu beweisen. Das wird für meine Mannschaft bedeuten, dass sich eine Verschiebung in der Stärke ergeben wird.

Gibt es weitere Neuzugänge?

Ja, wir haben mit Marcel Hagelstein einen Mittelfeldspieler von GW Siebenbäumen aus der Verbandsliga Süd-Ost dazubekommen. Er hat einen guten linken Fuß und ist seit kurzem in Eckernförde stationiert.

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