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Die Preise steigen : Hamburg: Immobilienpreise steigen im Umland sprunghaft an

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Immobilienpreise für stadtnahe und gut angebundene Regionen im Hamburger Umland steigen sprunghaft an - das besagt eine neue Studie.

Hamburg | Immer mehr Berufstätige pendeln nach Hamburg. Fast 342.000 kamen im vergangenen Jahr zum Arbeiten in die Hansestadt, davon war etwa jeder zweite ein Schleswig-Holsteiner. Zu den Hauptgründen für das Pendeln zählen die hohen Miet- und Immobilienpreise in Hamburg. Eine im Juli veröffentlichte Studie der Hypo-Vereinsbank aber zeigt, dass diese Rechnung immer weniger aufgeht: Die Immobilienpreise für stadtnahe und gut angebundene Regionen im Hamburger Umland steigen sprunghaft an. 

Das gilt im Westen Hamburgs insbesondere für die drei Landkreise Pinneberg, Segeberg und Stormarn. „Alle Landkreise zeichnen sich durch eine unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote bei überdurchschnittlicher Kaufkraft aus“, heißt es in der Studie. Stormarn gelte mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent und hoher Kaufkraft als „einer der wirtschaftsstärksten Kreise Deutschlands“.

Immer mehr Menschen „flüchten“ aus „Boomtown“ Hamburg, seitdem dort die Preise für Wohnraum und Baugrundstücke in den vergangenen fünf Jahren explodiert sind. Mit direkten Folgen für den Speckgürtel: In allen Städten und Kreisen im Hamburger Umland steigen die Einwohnerzahlen und damit die Kauf- und Mietpreise für Immobilien. „Angesichts historisch niedriger Zinsen und verstärkter Zuzüge in der Region sehen wir eine steigende Nachfrage nach Wohnimmobilien zur Eigennutzung und als Kapitalanlage“, sagt Tim Ockert, Leiter Spezialisten der Region Norddeutschland der HypoVereinsbank. In keinem Segment könne die hohe Immobiliennachfrage gedeckt werden. Junge Familien suchen vor allem Häuser und familientaugliche Wohnungen, während ältere Paare und Singles insbesondere nach Eigentums- und Mietwohnungen fragen. Für neue Eigentumswohnungen liegen die Preise in der Spitze mittlerweile bei 3200 Euro pro Quadratmeter im dezentralen Elmshorn und bis zu 5000 Euro in Norderstedt. Pinneberg liegt mit 3700 Euro im Mittelfeld ebenso wie Quickborn mit 3500 Euro.

Foto: Hypo Vereinsbank

Wer noch näher an Hamburg − in Schenefeld, Halstenbek oder Rellingen − wohnen möchte, zahlt bis zu 4300 Euro. Ein Niveau das nahezu dem der Randlagen von Hamburg entspricht. In Hamburg kostet ein Quadratmeter Neubau-Eigentumswohnung im Durchschnitt 5460 Euro.

Ähnlich sieht es bei Einfamilienhäusern aus: Hier liegen die Spitzenwerte laut Studie in Norderstedt und Schenefeld für 140 Quadratmeter Wohnfläche bei etwa 600.000 Euro, in Pinneberg, Quickborn und Elsmhorn zwischen 400.000 und 450.000 Euro. Als Faustregel gelte immer: Je besser die Anbindung an Hamburg, desto teurer wird es.

Foto: Hypo Vereinsbank
 

Bauland wir zur Mangelware. „Baugrundstücke  sind in zusammenhängenden Flächen  kaum mehr vorhanden“, schreiben die Autoren der Studie. „Die Baulandpreise entwickeln sich in den Kommunen nahe Hamburg daher sprunghaft.“ Sie liegen pro Quadratmeter Bauland zwischen 160 Euro (Elmshorn) und 440 Euro (Schenfeld und Norderstedt).

Eine Trendwende erwartet die Hypo-Vereinsbank angesichts der günstigen wirtschaftlichen Situation, der andauernden Zuzüge aus Hamburg und der anhaltenden Niedrigzinsphase vorerst nicht.

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erstellt am 01.Aug.2017 | 18:51 Uhr

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