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18. Oktober 2017 | 00:42 Uhr

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jevenstedt dreht Spiele in dieser Saison gerne in den Schlussminuten

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 20:58 Uhr

Nach einem Drittel der Saison führt der TuS Jevenstedt die Tabelle der Fußball-Kreisliga an. Dass die Mannschaft von Trainer Michael Rohwedder am Sonntag als Spitzenreiter in das Top-Siel beim ärgsten Verfolger Eckernförder SV II geht, liegt allerdings nicht allein an den herausragenden Offensivkräften des TuS. In den vergangenen Wochen war es Abwehrchef Marten Schlüter, die mit seinen Treffern in den Schlussminuten für die Wahrung der weißen Weste der Jevenstedter sorgte.

Nach dem furiosen Saisonstart kritisierte Rohwedder zuletzt die spielerischen Leistungen seiner Mannschaft. „Uns ist die Leichtigkeit der ersten Partien abhanden gekommen“, erklärte der TuS-Trainer unlängst. Auch Liga-Obmann Oliver Maaßen konstatiert: „Unser Motor ist derzeit etwas ins Stottern geraten.“ Allerdings, und das ist der wesentliche Unterschied zu den Vorjahren: Der TuS Jevenstedt holt trotz der Schwächephase seine Punkte. „In den vergangenen Jahren hätten wir diese knappen Spiele verloren“, bestätigt Maaßen. War es in den Auftaktpartie vornehmlich die „Abteilung Attacke“, die die Schlagzeilen bestimmte, ist es derzeit in erster Linie der Treffsicherheit eines Mannes zu verdanken, dass der TuS die besten Karten im Titelrennen besitzt: Marten Schlüter. Gegen die SG Waabs/Rieseby traf er in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg, gegen Osterby netzte er in der 80. Minute zum 2:1-Erfolg ein. Und beim 2:2-Unentschieden in Rotenhof war es sein Tor in der Schlussminute, das zumindest einen Punkt rettete. „Marten ist ein absolut zuverlässiger Typ und einfach eine coole Sau“, sagt Rohwedder in Anspielung auf Schlüters Nervenstärke. Zwei seiner Last-Minute-Treffer erzielte er vom Elfmeterpunkt. Die Aktionen des 22-Jährigen sehen zwar nicht immer so aus, als ob er sie im höchsten Tempo ausführe, „aber das täuscht“, so Rohwedder. Wie die gesamte Mannschaft habe auch sein Abwehrchef einen Reifeprozess in den letzten Jahren durchgemacht. So wird der TuS bei knappen Spielständen kurz vor Schluss nicht mehr nervös, sondern wartet geduldig auf seine Chance. „Wir bewahren in kniffligen Situationen jetzt viel mehr Ruhe als früher.“

Auf ein dramatisches Ende wie zuletzt könnte Jevenstedts Coach am Sonntag allerdings gut verzichten. In Eckernförde wartet eine spielerisch starke Truppe auf den TuS und eine, die bis zum Abpfiff gefährlich ist. Sieben Mal traf die ESV-Reserve bereits in der Schlussviertelstunde – der TuS allerdings schon elf Mal (siehe Infokasten). Auch ESV-Trainer Töns Dohrn freut sich auf die Partie: „Die direkten Duelle waren für mich in den beiden Jahren zuvor die herausragende Spiele von beiden Mannschaften – mit dem jeweils besseren Ende für uns.“ Die persönliche Bilanz des Jevenstedter Trainers ist sogar noch schlimmer. Seitdem er Trainer des TuS ist, habe er noch nicht gegen Eckernförde gewonnen. „Aber das traf auch bis vor wenigen Wochen auf die Duelle mit Schinkel zu“, verweist Rohwedder auf den 2:1-Sieg im damaligen Top-Spiel.

Ginge es nach ihm, dürfte am Sonntag auch diese Serie gerne reißen. In der Rolle des Gejagten fühlen sie sich in Jevenstedt im Übrigen pudelwohl. „Wir haben uns diese Lage selbst erarbeitet. Endlich einmal laufen wir der Musik nicht hinterher“, so Rohwedder. Im Verfolgerfeld kommt es bereits am Sonnabend zu einem möglicherweise richtungweisenden Duell. Dann empfängt der 1. FC Schinkel (5.) den TuS Bargstedt (4.). Für den Verlierer dürfte der Meisterschaftszug endgültig abgefahren sein. Die Vineta aus Audorf muss in Osterby auf der Hut sein, sollte aber keine Probleme haben, wenn sie ihre starke Form der vergangenen Wochen einmal mehr abruft.

Ebenfalls wegweisend ist das Heimspiel des TuS Rotenhof gegen den SV Felm. Der Aufsteiger ist nach seinem tollen Start in die Saison zuletzt in der Realität angekommen, rangiert aber dennoch im gesicherten Mittelfeld. Der TuS Rotenhof hat sich inzwischen der Abstiegszone angenähert. Seit vier Spielen warten die Rotenhöfer nun auf einen Sieg. Der Wittenseer SV (beim Team Förde) und der Osterrönfelder TSV II (bei GW Todenbüttel) könnten ihre solide Position im Tabellenmittelfeld festigen. Neue Hoffnung hat die SG Felde/Stampe geschöpft. Der Punktgewinn inklusive des beherzten Auftritts gegen Schinkel sollte das Selbstvertrauen gestärkt haben. Das ist nötig, wenn die Spielgemeinschaft zum ganz wichtigen Auswärtsspiel zur SG Waabs/Rieseby reist. Mit drei Punkten hätten die Felder den Abstand zum Konkurrenten auf einen Zähler verkürzt.

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