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Entrepreneur Park : Ideenwerkstatt für innovative Köpfe

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Interview mit Anker Jørgensen, Direktor des Mads Clausen Entrepreneur Park.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2008 | 04:14 Uhr

Warum wurde der Entrepreneur/Industriepark auf dem Danfoss-Gelände in Nordborg gegründet?

2002 hatten wir einige Freiflächen, die wir neu nutzen wollten. Die Idee eines Technologieparks für Newcomer mit guten Ideen entstand in Zusammenarbeit mit der Kommune Nordborg. Seit 2005 heißt das Gelände "Mads Clausen Entrepreneur Park" und gehört zum Danfoss-Industriepark.
Wie viele junge Unternehmer unterstützen Sie zur Zeit?
Rund 20 kleine und größere Unternehmen befinden sich direkt bei uns auf dem Gelände. Zehn weitere Kleinunternehmer, die wir unterstützen, operieren von außerhalb und haben ihr Büro oder auch ihre Produktionshalle anderswo.
Wie sieht die Unterstützung aus?
Pro Jahr haben wir rund 1000 Anfragen, Ideen und Projektvorschläge von internen Danfoss-Mitarbeitern und externen Unternehmern. Existenzgründer mit einer guten Idee laden wir zu uns ein. Wir diskutieren das Projekt mit einem Expertenteam, eruieren die Durchführung und Durchsetzbarkeit auf dem Markt und helfen dem jungen Unternehmer auf die Beine. Ein Mentor aus unserem Team kümmert sich individuell um den Existenzgründer. Jeder Existenzgründer erhält eine umfangreiche Mappe, mit staatlichen Vorgaben, Rechten und Pflichten und unseren Geschäftsbedingungen. Dann kann bei der formalen Unternehmensgründung nichts mehr schief gehen.
Welche Vorteile haben Existenzgründer, die Sie unter Ihre Fittiche nehmen?
Es fängt schon bei der Firmenadresse an. Die Existenzgründer benutzen die Danfoss-Firmenadresse, können Materialien für die Herstellung ihres Produktes zu Danfoss-Preisen vergünstigt einkaufen und profitieren von unseren Experten vor Ort. Wir gewähren außerdem 50 Prozent Rabatt auf die Mietkosten und alle anderen Leistungen, die der Existenzgründer bei uns nutzt. Im Winter läuft bei uns wieder ein "Innovator Course", ein Kursus, bei dem die Teilnehmer u.a. alles über Management, Vermarktung und Betriebswirtschaft lernen.
Was bedeutet das Label "Trusted by Danfoss"?
Das Label vergeben wir an junge Firmen, die mit vielversprechenden Geschäftsideen zu uns kommen. Dabei müssen sie sich nicht hier im Industriepark niederlassen, sie können auch extern operieren. Das Label "Trusted by Danfoss" gibt den Unternehmen eine quasi kostenlose weltweite Werbung. Das "Gütesiegel" signalisiert, dass wir als Danfoss-Konzern der neuen Produktidee vertrauen.
Was hat der Danfoss-Konzern davon, junge Unternehmen zu sponsern?
Wir sind als Weltkonzern darauf angewiesen, uns ständig weiterzuentwickeln und neue Geschäftsfelder zu erobern. Die jungen, innovativen Unternehmer helfen uns dabei. Wir brauchen ein "Ideen-Brainstorming" - eine Ideenwerkstatt, um uns langfristig am Markt halten zu können.
Haben Sie ein Beispiel für erfolgreiche Projekte?
Vor ein paar Jahren kam ein dänischer Ingenieur zu uns mit der Idee, einen Bildschirm zu entwickeln auf dem man im Menü per Touchscreen einen Vorgang steuern kann. Wir bauten mit ihm zusammen einen Prototypen. Heute zählen Post Danmark und die Deutsche Bahn zu seinen Kunden - eine Erfolgsstory. Doch auch bei kleineren Projekten sind wir behilflich. Eine an Gelenk-Rheumatismus leidende Dänin wollte ein Hilfsmittel kreieren, um Pillendosen leichter aufzudrehen - wir unterstützten sie bei der Umsetzung.

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