Falko Götz : "Ich habe niemand geschlagen"

Der bei Holstein Kiel fristlos entlassene Fußball- Trainer Falko Götz wehrt sich vehement gegen Vorwürfe seines ehemaligen Vereins, er habe einen Spieler geschlagen.

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19. September 2009, 04:57 Uhr

"Ich möchte an dieser Stelle unmissverständlich darstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt weder einen Spieler von Holstein Kiel geschlagen noch eine Tätlichkeit begangen habe. Da dieser Vorwurf jedoch bundesweit für Aufsehen und Schlagzeilen sorgt, sehe ich mich in meinem Ansehen beschädigt und öffentlich an den Pranger gestellt. Ich habe niemand geschlagen und werde deshalb nun alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen", teilte Götz am Samstag in einem Schreiben mit.
Die fristlose Entlassung werde von den Vereinsverantwortlichen des Drittligisten mit dem Vorwurf begründet, Götz hätte nach der 1:2- Niederlage gegen Braunschweig am 8. August einen Spieler geschlagen. Dieser Vorfall sei "eindeutig" und werde durch Aussagen von Betroffenen gestützt. "Aus meiner Sicht handelt es sich um den Versuch, sich mit Hilfe einer gezielten Rufmordkampagne fälliger Abfindungszahlungen zu drücken. Zweifelsohne ein in der Geschichte des deutschen Fußballs bislang wohl einmaliger Vorgang. Ich bin vom Vorgehen des Präsidiums von Holstein Kiel tief enttäuscht und kann nur hoffen, dass solch ein menschlicher Umgang im Sport nicht Schule macht, sondern ein Einzelfall bleibt", betonte Götz.
Am Freitag hatte Kiels Präsident Roland Reime den Vorfall nach Vereins-Recherchen bestätigt. Daher habe der Club Götz fristlos gekündigt, nachdem noch am Donnerstag von einer "Freistellung" des Trainers die Rede war. "Der Verein hat gar keine Chance, anders zu reagieren", sagte Reime. Das bislang enttäuschende Abschneiden - Kiel liegt nur auf dem 18. Rang der 3. Liga - habe keine Rolle gespielt. Nach Medienberichten soll Götz den Mittelfeldspieler Marco Stier mehrfach mit der flachen Hand auf die Stirn geschlagen haben. Der 47- jährige Götz hatte bei den Kielern noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012.

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