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17. Oktober 2017 | 04:09 Uhr

„Ich habe keine Abstiegsangst“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-SH-Liga: Altenholz-Kapitän Lasse Jensen im Interview

von
erstellt am 20.Feb.2015 | 19:00 Uhr

Eigentlich sollte der TSV Altenholz heute in die Rückrunde der Fußball-SH-Liga starten, doch das Spiel beim Tabellenletzten FC Angeln 02 ist ausgefallen. TSV-Kapitän Lasse Jensen spricht mit der EZ über die Situation in der Mannschaft, den Abstiegskampf und den ehemaligen Coach Harry Witt.

Lasse Jensen, das heutige Spiel in Angeln ist ausgefallen. Hätten Sie nicht gerne nach der intensiven Vorbereitung gerne wieder gespielt?
Lasse Jensen (26): Man kennt es ja schon, dass sich die Winterpause durch Spielausfälle noch nach hinten zieht. Damit muss man halt leben. Für mich persönlich ist es sowieso nicht schlimm, da ich mit Rückenproblemen ausgefallen wäre. Jetzt starten wir halt eine Woche später in Eichede. Die werden auch ordentlich heiß sein, das wird nicht leicht.

Blicken wir noch einmal zurück auf die Winterpause. In dieser kam es zur Trennung von Harry Witt als Trainer. Wie hat das Team das aufgenommen?
Natürlich ist das in der Mannschaft immer noch ein Thema. Viele haben noch Kontakt zu ihm und treffen ihn. Menschlich passte er sehr gut zu uns. Insofern ist es schade, dass man ihn jetzt nicht mehr um sich hat. Er möchte gerne weiter Trainer sein und da wünsche ich ihm, dass er eine neue schöne Aufgabe für sich findet, für die er nochmal Leidenschaft entwickeln kann.

Klingt nach einem Abschied der Ihnen schwer fällt.
Harry war mein einziger Trainer im Herrenbereich. Deshalb war er für mich auch immer mehr als nur ein Coach. Eher so etwas wie mein fußballerischer Ziehvater. Zudem konnte man mit ihm auch neben dem Platz über alles mögliche sprechen. Seine Geschichten aus seiner aktiven Zeit waren auch immer lustig. Er ist ein Mensch mit viel Humor.

Und aus sportlicher Sicht – ist der Wechsel nachvollziehbar?
Das kann man jetzt noch nicht sagen. Es könnte gut sein, dass alle jetzt nochmal bei Null anfangen und gefordert sind, sich neu zu präsentieren. Ob mit oder ohne Harry Witt: Jeder sollte in der Rückserie heiß darauf sein, besser zu spielen als in der Hinrunde. Dafür sollten wir alle Nebengeräusche jetzt ausblenden und nur noch darauf achten, was auf dem Platz passiert.

Geht das Team auch selbstkritisch mit den gezeigten Leistungen um?
Klar. Wir wollen ja auch, dass unser Hobby wieder Spaß macht. Und den hat man nun mal, wenn man gewinnt. Mit der Hinrunde ist bei uns keiner zufrieden. Alle haben einen anderen Anspruch an sich selbst. Bei uns gibt es keinen in der Mannschaft dem es egal ist, ob wir nun Sechster oder Vierzehnter werden.

Der neue Trainer Ulf Ciechowski startet mit keiner leichten Aufgabe, immerhin steckt der TSVA noch im Abstiegskampf.
Er ist jetzt dafür verantwortlich, dass die Rückrunde besser läuft. Das setzt ihn natürlich genauso wie uns Spieler unter einen gewissen Druck. Aber diesen brauchen wir auch. Er hat aber einen richtigen Plan, was er auf dem Feld sehen will. Dieses Konzept müssen wir jetzt verinnerlichen und umsetzen.

Wie sieht dieser Plan aus?
Als ehemaliger Verteidiger liegen seine Prioritäten in der Defensive. Der ein oder andere muss sich jetzt umstellen, denn unter Harry Witt hatten wir mehr Freiheiten nach vorne. Wichtig wird sein, dass alle Spieler sich in der Pflicht sehen nach hinten zu arbeiten und mit zu verteidigen.

Haben Sie Angst vor dem Abstieg?
Nein, ich habe keine Abstiegsangst. Wir sollten so selbstbewusst sein, dass wir sagen, wir gestalten unsere Spiele positiv. Dann ist es auch egal wie die anderen Mannschaften spielen.

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