Handball: Kiel - Hamburg : HSV stürmt Ostseehalle

Kamen meistens einen Schritt zu spät: Vid Kavticnik (r.) und Kim Andersson (l.) vom THW Kiel gegen den Hamburger Guillaume Gille (hier beim Supercup in München). Foto: dpa
Kamen meistens einen Schritt zu spät: Vid Kavticnik (r.) und Kim Andersson (l.) vom THW Kiel gegen den Hamburger Guillaume Gille (hier beim Supercup in München). Foto: dpa

Gut für die Spannung in der Handball-Bundesliga, schlecht für den THW Kiel: Der Triple-Sieger der vergangenen Saison verlor am Abend das Schlagerspiel gegen den HSV Hamburg mit 30:31 (16:15).

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07. November 2007, 02:13 Uhr

Der Hamburger Yoon besiegelte zwei Sekunden vor dem Abpfiff die erste Heimniederlage der "Zebras" seit dem 6. September 2006. Dennoch bleibt der THW mit 20:4 Punkten Tabellenführer, verpasste aber die große Chance, sich von den Hanseaten (19:3) abzusetzen. "Wir haben heute schlecht gespielt und einfach nicht zu unserem Spiel gefunden. Bitter hat super gehalten, der Hamburger Sieg war verdient", bilanzierte THW-Trainer Noka Serdarusic nach dem Abpfiff.
Reichlich "Feuer" im Spiel
Von der ersten Minute an war reichlich "Feuer" im Spiel. Beide Mannschaften waren sich der Bedeutung der Partie bewusst und gingen dementsprechend engagiert und aggressiv zur Sache - was nicht unbedingt einem technisch sehenswerten Handballspiel förderlich war. Der Kieler Angriff, in dem zunächst Börge Lund und nicht Kapitän Stefan Lövgren die Regie führen sollte, kam nur schwer auf Touren und biss sich öfter die Zähne an der offensiven Hamburger Deckung aus. Dagegen lief für die Gäste alles nach Plan: im Angriff geduldig und konzentriert, in der Abwehr aggressiv und kompakt. Zudem lief Torhüter Johannes Bitter sofort zur Höchstform auf. Der Nationalkeeper entschärfte im ersten Durchgang zwölf Würfe, darunter vier Siebenmeter, und war der Garant dafür, dass die Gäste ein 11:9 (18.) vorlegten und nach dem Wechsel auf der Siegerstraße blieben.
Auf Seiten der Gastgeber war nur wenig vom so berühmten Hochgeschwindigkeitshandball zu sehen. Irgendwie wirkten die "Zebras" gehemmt. Die Folge: Der HSV erkämpfte sich eine 29:25-Führung (51.). Zwar gelang dem THW noch der 30:30-Ausgleich, doch Yoon avancierte mit seinem elften Tor zum umjubelten Helden.
THW Kiel: Omeyer (1.-42., 51.-60.), M. Andersson - Lund (2), Lundström, Kavticnik (5/1), Pajovic (2), Anic, Lövgren (2/1), Ahlm (7), Szilagyi, Zeitz (1), Karabatic (9/1), Klein (2), K. Andersson.
HSV Hamburg: Bitter (1.-60.), Sandström - Schröder, Jansen (3), Flohr, Souza, Torgowanow, B. Gille (5), G. Gille (4), Lindberg (1), Lijewski (1), Hens (5), Yoon (11/6), Ursic (1), Jurecki.Schiedsrichter: Lemme/Ullrich (Magdeburg).
Zuschauer: 10250 (ausverkauft).
Siebenmeter: 9:6.
Zeitstrafen: 4:7.

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