Holsteins U19 erreicht das Minimalziel

Zwei gegen einen: Die Erfurter Julian Löschner (li.) und Patrick Scholz attackieren Kiels Nico Bruns.
Zwei gegen einen: Die Erfurter Julian Löschner (li.) und Patrick Scholz attackieren Kiels Nico Bruns.

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14. Dezember 2014, 19:42 Uhr

Holstein Kiel: Grundmann – Gündogan, T. N. Mohr, M. Mohr (77. Klimmek), Bruns – Bajraktaraj, Wirlmann, Mandel, Fernandes – Kirschner, Balat (77. Abrahamyan).
FC Rot-Weiß Erfurt: Yaman – Löschner, Birke, Struß, Jakicevic – Scholz, Ilgner, Bergmann, Messing (68. Rettstadt) – Nebihi (82. Rupprecht), Pommer.
SR: Wirth (Hohen Neuendorf).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 M. Mohr (11.), 1:1 Nebihi (26.).

Am dritten Adventssonntag gastierte mit dem FC Rot-Weiß Erfurt ein direkter Kontrahent im Abstiegskampf bei der U19 Holstein Kiels. Der KSV hätte ein Punkt gereicht, um auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern. Mit einem Sieg hätte man sich sogar mit vier Punkten Differenz auf die Abstiegsränge absetzen können.

Der Wille einen Dreier einzufahren war bei den Jungstörchen zu Beginn klar zu erkennen. Kiel kam besser in die Partie, machte den Raum für die Erfurter extrem eng und erzwang so viele Ballgewinne. Auch im Zweikampf zeigte sich die Elf von Trainer Christian Riecks sehr präsent. In der elften Minute fiel der nicht unverdiente Führungstreffer für die Hausherren. Bünyamin Balat führte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld aus und erreichte mit seiner Hereingabe den aufgerückten Innenverteidiger Marvin Mohr am zweiten Pfosten, der den Ball mit einer gehörigen Portion Glück über die Torlinie bugsierte. Ein gelungener Start, der den Kielern doch eigentlich in die Karten hätte spielen müssen. Statt mit der Führung im Rücken das Spiel weiter aktiv zu gestalten, gaben die Kieler die Spielkontrolle jedoch zunehmend aus der Hand. In der 14. Minute nahmen die Erfurter ein erstes Mal Maß. Kapitän Thure Ilgner setzte einen Schuss aus der Distanz übers Kieler Gehäuse. Rot-Weiß war nun im Spiel angekommen, holte sich einige Standards, die im Ansatz für Gefahr sorgten. Nach 20 gespielten Minuten fand das Spiel auf Augenhöhe statt und beide Teams strahlten Torgefahr aus. In der 23. Minute konnte Nico Bruns RWE-Angreifer Maximilian Pommer in höchster Not stoppen. Mit einer riskanten Grätsche hinderte er den in den Strafraum eindringenden Offensivakteur daran am Abschluss. In der 26. Minute egalisierten die Gäste den Spielstand. Pommer hatte den Ball auf seinen Sturm-Kollegen Arianit Nebihi durchgesteckt, der ins kurze Eck einschob. Holstein war in dieser Situation deutlich zu passiv und zu weit weg von den Gegenspielern. In der 31. Minute hatten die Hausherren eine gute Gelegenheit in Person von Louis Mandel, dessen Abschluss von der Strafraumkante am Tor vorbeiging. Vor der Halbzeitpause ebbte der Offensivdrang kontinuierlich ab und eine gegenseitige Neutralisierung fasste zunehmend Fuß, so dass es mit einem dem Spielverlauf entsprechenden Gleichstand zum Pausentee ging.

In der 49. Spielminute wurde Qendrim Bajraktaraj auf der rechten Seite mit einem langen Ball in Szene gesetzt und vom herausstürmenden Erfurter Torwärter umgegrätscht. Diese mit Gelb geahndete Aktion läutete eine gute Phase für die Gastgeber ein. In der 52. bekam RWE-Keeper Mustafa Yaman eine flache Hereingabe von Bruns nicht unter Kontrolle, aber keiner konnte den durchrutschenden Ball verwerten. In der 55. Minute kam Bajraktaraj nach fulminantem Sololauf über das halbe Feld aus 17 Metern zum Abschluss und zwang den Torwart zu einer starken Parade. Der stark aufspielende Bajraktaraj narrte seinen Gegenspieler in der 66. Minute und fand mit einer starken Flanke Finn Wirlmann, dessen Volleyschuss nur knapp übers Tor ging. In der 67. Minute wurden auch die Gäste offensiv mal wieder aktiv. Holstein-Keeper Tjark Alfons Grundmann wehrte einen Abschluss von Dustin Messing ab und beim anschließenden Eckball köpfte Innenverteidiger Jonas Struß am Tor vorbei. Dann entwickelte sich das Spiel analog zum ersten Durchgang und fand fast ausschließlich zwischen den Strafräumen statt. Beide Teams konnten keinen weiteren Treffer markieren.

Zum versöhnlichen Unentschieden zum Jahresende merkte Riecks an, dass die oberste Priorität darin bestand, auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern. „Natürlich wäre ein Sieg toll gewesen, um sich von den Abstiegsrängen abzusetzen, aber ich denke, das wäre bei dem Spielverlauf nicht verdient gewesen. Wir haben es heute nur selten geschafft, sauber in die Offensive umzuschalten. Das Unentschieden geht also völlig in Ordnung.“

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