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16. Dezember 2017 | 01:11 Uhr

Holstein hält lange mit und verliert dennoch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hamburger SV: Golz – Behounek, Misselhorn, Thiel, Ambrosius (76. Schimming) – Stark, Rogge, Mohssen, Halavurta – Köhlert, Kosanic (62. Bondar).
Holstein Kiel: Kornath – Decker (66. Griese), Blaue, Bodendorf, Schüler – Seidel (62. Zinkondo), Groth (66. Szalies), Ayyildiz, Netzel (41. Niebergall) – Vojtenko, Tobinski.
SR: Geweke (Wohldenberg).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Stark (58.), 1:1 Niebergall (68., Foulelfmeter), 2:1 Stark (71.), 3:1 Bondar (79.).

Die U17 Holstein Kiels trat am Sonntag Mittag beim drittplatzierten Hamburger SV an. Auf tiefem Geläuf wollte sich die Heimmannschaft für die Niederlage der A-Jugend am Vortag revanchieren.

Nach ruhigem Start in die Partie waren es die Hamburger, die das erste Mal offensiv aktiv wurden. In der 16. Spielminute bereinigte KSV-Abwehrspieler Ture Blaue allerdings die gefährliche Situation. Die Hausherren hatten wie erwartet deutlich mehr Ballbesitz, mussten versuchen das Spiel zu machen. Da die Jungstörche aber erst ab der Mittellinie attackierten, sahen sich die Hamburger stets einem unheimlich dichten Defensivverbund gegenüber. Dieses engmaschige Gerüst und die Griffigkeit der KSV im Zweikampfverhalten stellte den HSV vor Probleme, überhaupt in torgefährliche Zonen vorzudringen. Die Kieler selbst erarbeiteten sich bei ihren gelegentlichen Vorstößen zahlreiche Standardsituationen. Die Ecken und Freistöße brachten stets Gefahr, ohne aber dass man zu einem zielgerichteten Abschluss kam. Zwar blieben viele der Hamburger Angriffsbemühungen schon früh hängen, kurz vor der Halbzeitpause blitzte die spielerische Qualität allerdings ein erstes Mal auf. Nach einer starken Kombination erreichte eine Flanke den Kopf von Christian Stark, doch seinen Abschluss parierte KSV-Schlussmanns Finn-Niklas Kornath hervorragend. Mit dem 0:0 ging es zum Pausentee. Das Spiel lief bis dahin wie erwartet. Die KSV zeigte sich wie schon in den letzten Wochen sehr kompakt und machte es einem Gegner, der gezwungen war das Spiel zu machen, sehr schwer.

Vier Minuten des zweiten Durchgangs waren absolviert, als die Kieler das erste Mal auch aus dem Spiel heraus Torgefahr entwickelten. Bei einem guten Konter fand Stürmer Rasmus Tobinski den mitgelaufenen Außenspieler Jonas Seidel. Aus circa 17 Metern scheiterte dieser allerdings knapp im Abschluss. Die allmähliche Ratlosigkeit der Elbstädter fand ihren Ausdruck in einigen Distanzschüssen, die kaum Aussicht auf Erfolg boten und harmlos blieben. In der 52. Minute gelang den Hausherren ein sehenswerter Spielzug – und plötzlich lief Stark alleine aufs Tor zu. Mit seinem Abschluss traf er aber nur den Pfosten. Das war so etwas wie eine Initialzündung für einen danach immer besser in Tritt kommenden Hamburger SV. Auch wenn das Führungstor in der 58. Minute etwas glücklich zustande kam, war es zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Mats Köhlerts Schuss kam aus dem Gewühl heraus. Die KSV reagierte auf den Rückstand unerschrocken. Der sehr präsente Berat Ayyildiz setzte in der 63. Minute Tobinski mit einem Traumpass in Szene. Frei vor dem Tor stehend konnte er aber nicht verwandeln. Keeper Jakob-Karl Gerhard Golz zeichnete sich bei dieser Riesenchance mit einer tollen Reaktion aus. Fünf Minuten später sollte der Kieler Mut aber belohnt werden. Nach einem klaren Foul an Ayyildiz verwandelte der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Felix Niebergall den fälligen Strafstoß sicher. Der Gästejubel war kaum verhallt, als die Hamburger mit einem echten Wirkungstreffer zurückschlugen. Einen langen Ball aus der eigenen Hälfte brachte Stark schnell unter Kontrolle und verwandelte in der 71. Minute trocken. Von diesem Schock konnten sich die Kieler in der Kürze der Zeit nicht mehr erholen. Der HSV spielte nun befreit auf, erhöhte den Spielstand in der 79. Minute der Partie. Der eingewechselte HSV-Torjäger vom Dienst, Nikita Romanovic Bondar, stockte sein Torkonto auf. Kornath vereitelte im Anschluss mit einigen Großtaten eine noch höhere Niederlage. Das 3:1 entsprach dem Spielverlauf bereits in angemessener Weise.

Lange Zeit hatten die Jungstörche stark und mannschaftlich geschlossen mitgespielt und waren kurz davor etwas Zählbares einzufahren. In der Schlussphase fehlte es gegen einen nervenstarken HSV an der nötigen Energie, um nochmals zum Ausgleich zu kommen. „Am Ende war es auch die individuelle Klasse einiger HSV-Spieler, die für die Niederlage sorgte. Als Mannschaft haben die Jungs das dennoch toll gemacht“, fasste KSV-Coach Finn Jaensch die Leistung seiner Schützlinge zusammen.

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