Hof Basten: Zukunft mit "Bauerngolf"

Ein Ball, ein Schläger, eine Wiese: Mehr braucht man für Swing-Golf nicht, wie Ellen Ehlers zeigt. Foto: ruff
Ein Ball, ein Schläger, eine Wiese: Mehr braucht man für Swing-Golf nicht, wie Ellen Ehlers zeigt. Foto: ruff

Knoten durchschlagen: Pläne für Swing-Golf-Anlage und Ferienhäuser finden Billigung von Verwaltung und Politik

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17. Dezember 2011, 07:30 Uhr

itzehoe | Ferienhäuser auf Hof Basten? Das Thema ist viel diskutiert und schien erledigt. Jetzt ist es wieder da - und dieses Mal offenbar mit sehr guten Chancen. Geplant ist nun eine Kombination aus einer Swing-Golf-Anlage und Ferienhäusern. Der Bauausschuss reagierte geradezu erfreut und brachte die Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Nr. 149 auf den Weg.

Swing-Golf? "Eine sehr einfache Form von Golf", erläutert Landwirt Hans-Wilhelm Ehlers. Um Spaß, Sport und Spiel gehe es dabei, "der Schwerpunkt liegt auf der Freizeit". Ein Schläger, ein Gummiball, "das kann jeder spielen von 8 bis 80", so Ehlers. Auf den Wiesen direkt am Hof sind zunächst neun Bahnen geplant, neun weitere sollen später hinzukommen. Sie würden einfach in das Grünland hineingemäht, sagt der Landwirt. "Ansonsten wird im Gelände nichts verändert." Gut zehn Hektar sind dafür vorgesehen - ein Golfplatz nehme das Zehnfache in Anspruch. Laut Ehlers gibt es im Land fünf solcher "Bauerngolf"-Anlagen, neben Basten seien zwei weitere in Planung. "Ich denke, das ist ein Gewinn für Itzehoe."

Die Attraktion sei nicht das Vehikel, um zu Ferienhäusern zu kommen. Es gehe darum, den Hof mit einem weiteren Standbein als Haupterwerbsbetrieb für die nächste Generation zu sichern, sagt der 57-Jährige. Sohn Malte (22) studiert Landwirtschaft. Im Ringen um die Ferienhäuser sei der Generationswechsel mittlerweile zehn Jahre näher gerückt. Einen Platz am Waldrand Richtung Oelixdorf strebte Ehlers an, doch die Planungsbehörden hatten etwas dagegen - da half selbst ein Besuch des Landtags-Petitionsausschusses nicht.

"Die Lage war dort die beste", sagt er. Doch jetzt sind zwei bis fünf Ferienhäuser direkt am Hof geplant. Denn die Ansprüche der Gäste hätten sich mittlerweile geändert: Sie blieben kürzer und unternähmen in diesen paar Tagen viel. Es sei nun ein ganz anderes Konzept, unterstreicht auch Ellen Ehlers (53). Mit der AktivRegion ist nach den Worten ihres Mannes der neue Standort entwickelt worden, ein Ortstermin mit Stadt und Kreis folgte. Zur Politik habe er ohnehin immer den Kontakt gehalten, so Ehlers.

Von dieser bekam er im Bauausschuss warme und unterstützende Worte zu hören und ein einstimmiges "Ja" zu den geänderten Plänen. Der B-Plan soll den Ferienhaus-Bereich ebenso regeln wie die Ausgabestation der Swing-Golf-Anlage mit kleiner Gastronomie sowie die Stellplätze und die Verkehrserschließung - auch wenn das Ehepaar Ehlers davon ausgeht, dass die Hälfte der Besucher mit dem Rad oder zu Fuß kommen. Der Landwirt ging mit gutem Gefühl aus dem Ausschuss nach Hause, denn auch Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen ist auf seiner Seite: "Das Projekt ist gut für die Region Itzehoe. Es wird eine Nachfrage geben."

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