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19. Oktober 2017 | 04:07 Uhr

Hiobsbotschaften vor dem Verfolgerduell

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga: OTSV-Coach Lehmann muss gegen Klausdorf auf neun Spieler verzichten

Sechs Spieltage vor Saisonende dürfte die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost zugunsten des FC Kilia Kiel (58 Punkte) bereits entschieden sein. Doch wer wird Zweiter? Die besten Aussichten hat derzeit der Eckernförder SV (47), der heute beim stark abstiegsgefährdeten TuS Rotenhof zu Gast ist. Dahinter lauern der TSV Klausdorf (44) und der Osterrönfelder TSV (43), die sich heute am Osterrönfelder Bahndamm im direkten Duell gegenüberstehen. Ohne große Brisanz ist die Partie des Rendsburger TSV gegen die SpVg Eidertal Molfsee.

Osterrönfelder TSV – TSV Klausdorf (heute, 15.30 Uhr)
Im Verfolgerduell sind die Improvisationskünste von Olaf Lehmann gefragt, denn die Ausfallliste auf Seiten der Gastgeber ist lang. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen erreichte den OTSV-Coach unter der Woche. Gleich neun Spieler stehen Lehmann nicht zur Verfügung. Mit Dennis Kock, Sven Dollnick, Lennart Halver (alle verletzt) und Felix Mosebach (privat verhindert) fehlt die komplette Viererkette in der Abwehr. Und auch im Kreativzentrum sind durch den Ausfall von Kevin Rathjen (Muskelbündelriss) und Tom Jahnke (studienbedingt in Bremen) Plätze frei geworden. „Das wird nicht einfach, die vielen Lücken zu füllen“, sagt der Coach, denn auf die Leistungsträger der A-Jugend kann Lehmann dieses Mal nicht zurückgreifen, da der Nachwuchs zuvor im Spitzenspiel der Verbandsliga gegen den Preetzer TSV gefordert ist. Aufgrund dieser Personalmisere geht der 48-Jährige mit nicht allzu hohen Erwartungen in die Partie. Lehmann: „Wenn wir auch nur einen Punkt holen, wäre das schon ein Riesenerfolg. Dafür müssen sich aber alle voll reinhängen.“
TuS Rotenhof – Eckernförder SV (Heute, 16 Uhr)
Ganz allmählich verschieben sich beim TuS Rotenhof die Prioritäten. „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, denn angesichts des Sechs-Punkte-Rückstandes und eines überaus schweren Restprogramms gegen Mannschaften von ganz oben sind die Chancen auf den Ligaverbleib auf ein Minimum gesunken“, gibt sich Coach Thomas Gosch keinen Illusionen hin. Und so rückt er schon jetzt einen anderen Wettbewerb in den Mittelpunkt: „Das Kreispokalfinale gegen den Gettorfer SC oder den ESV soll für uns zu einem echten Highlight und einem versöhnlichen Abschluss werden.“ Auch für ihn persönlich, denn nach sieben Jahren beim TuS, die letzten drei davon als Chefcoach, muss sich Gosch zur neuen Spielzeit nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen. „Der Verein hat mir mitgeteilt, dass man nach der Saison einen Schnitt machen möchte und einen neuen Impuls braucht.“ Im Zorn gehe man aber nicht auseinander, so Gosch weiter. „Das sind natürliche Abnutzungserscheinungen. Wir werden die Saison vernünftig über die Bühne bringen und in den restlichen Spielen noch einmal alles versuchen, um das Unmögliche vielleicht doch möglich zu machen.“ Für die heutige Begegnung weiß der TuS-Coach, dem wohl nur Patrick Schütt nicht zur Verfügung stehen wird, was zusammenkommen muss, um eine Chance zu haben: „Kaltschnäuziger im Abschluss und höchste Konzentration bei den gefährlichen Eckernförder Standards.“
Rendsburger TSV – SpVg Eidertal Molfsee (Heute, 16 Uhr)
Den letzten Heimsieg feierte der Rendsburger TSV am 29. November 2014 mit einem 5:3-Erfolg über den TSV Kronshagen. Das war zugleich der Einstand von Dennis Usadel als Cheftrainer bei den Grünen. In den folgenden zwei Heimspielen gab es jeweils Niederlagen. Dabei blieb der RTSV ohne Tor. Gegen den Tabellenelften SpVg Eidertal Molfsee fordert Usadel das Ende der Tor- und Punktflaute auf eigenem Platz. „Chancen spielen wir immer wieder heraus. Doch wir treffen einfach das Tor nicht. Wir brauchen diesbezüglich einfach mal ein Erfolgserlebnis“, meint der RTSV-Trainer. Hilfreich wäre für ihn dabei, dass es seinem Team gelingt, einmal in Führung zu gehen. Das gebe der Mannschaft mehr Sicherheit. Druck lastet nach Einschätzung von Usadel nicht mehr auf den Schultern der Grünen. Das sei eigentlich eine gute Voraussetzung, um endlich mal wieder einen Heimsieg zu landen. Personell steht es beim RTSV nicht zum Besten. Can Yurt ist verletzt. Isamail Dogan bereitet sich auf eine Prüfung vor. Mittelfeldspieler Thies Kalina ist gesperrt. Somit ist denkbar, dass Usadel wieder als Spielertrainer auflaufen wird.

Im Hinblick auf die neue Serie meldet der RTSV mit dem defensiven Abwehrspieler Andre Müller (23/TuS SW Elmschenhagen) einen Neuzugang. Vom bisherigen Stamm haben Stürmer Daniel Witt, Mittelfeldspieler Thies Kalina und Abwehrspieler Lennart Beckmann für die Spielzeit 2015/16 zugesagt.

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