Perinatales Zentrum Flensburg : Hilfe für die Allerkleinsten

Renate Timmann (l.) und Doris Hofeditz mit Dr. Michael Dördelmann, Chefarzt der Diako-Kinderklinik.  Foto: sh:z
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Renate Timmann (l.) und Doris Hofeditz mit Dr. Michael Dördelmann, Chefarzt der Diako-Kinderklinik. Foto: sh:z

Perinatales Zentrum Flensburg versorgt Neu- und Frühgeborene / Neuer Baby-Notarztwagen notwendig

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17. Dezember 2011, 06:47 Uhr

flensburg | Sie ist gerade einmal eine Woche alt und wiegt nur 570 Gramm. Emma stammt aus der 24. Schwangerschaftswoche und ist einer der Säuglinge, die ohne die Versorgung des Perinatalen Zentrums Flensburg der Diakonissenanstalt nicht überleben würde.

Um das Zentrum für Neu- und Frühgeborene auf den neusten Stand zu bringen, hat Chefarzt Michael Dördelmann das Personal gründlich geschult und neue Technik angeschafft. "Doch uns fehlt dringend die neue Technik für den Transport", erklärt Dördelmann. Zur Zeit transportieren übliche oder ein in die Jahre gekommener Notarztwagen für Babys die Kleinen in die Diako. Doch Babys würden besonders empfindlich auf Stöße und Erschütterungen reagieren. "Fährt der Wagen in ein Schlagloch, wird das Neugeborene eventuell verletzt, in schlimmen Fällen entstehen gar Hirnblutungen", erklärt Dördelmann.

Deshalb soll ein neuer Baby-Notarztwagen angeschafft werden, doch der kostet 120 000 Euro. "Wir hoffen auf Spenden der Region, damit die bestmögliche Versorgung für Säuglinge gesichert ist", erklärt der Facharzt.

Darüber hinaus transportieren die Notärzte der Diako häufig auch mit dem Rettungshubschrauber. Der Chefarzt erklärt: "Von Westerland beispielsweise ist es sehr weit, zu weit, um zu fahren. Es ist lebensgefährlich." Um den Transport zu sichern, müssen Babys in einem Transport-Inkubator versorgt werden. Dieser ist eine Art transportabler Brutkasten, der das Kind in Not mit Sauerstoff versorgt und darüber hinaus in der lebenswichtigen Temperatur von 37 Grad hält. "Der Inkubator ist wichtig, weil wir das Zentrum für das nördliche Schleswig-Holstein sind", verdeutlicht Dördelmann.

Für die weiten Wege brauche man verlässliche Transportmöglichkeiten. Außerdem gibt der Chefarzt den Hinweis: "Wenn ein Baby nicht trinkt, sollte es ins Krankenhaus gebracht werden." Bei Einschränkung der Lebensbedingungen (beispielsweise Sauerstoff) mit dem Notarztwagen.

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