Ausbildung: Zweiradmechatroniker : Hightech erfordert Präzision

<p>Nicht nur optisch ein Generationensprung: Zweiradtechnik wird ständig konfiguriert.</p>

Nicht nur optisch ein Generationensprung: Zweiradtechnik wird ständig konfiguriert.

Gerade in der Zweirad-Branche braucht es absolute technische Perfektion und Zuverlässigkeit.

shz.de von
26. März 2018, 11:37 Uhr

Performance erfordert präzise Vorarbeit – und diese wird heute bereits in der Konstruktion von Zweirädern angewendet.

Vorbei sind die Zeiten von Motorrädern ohne ABS, Traktionskontrolle oder ESP. Je mehr PS, umso wichtiger ist der Faktor Sicherheit als passiver Gegenspieler und subjektive Knautschzone. Materialien wie Karbon, Aluminium, pulverbeschichtete Felgen, werten ein in Serie gefertigtes Bike nicht nur optisch auf, sondern verringern das Eigengewicht erheblich. Die bereits vorhandenen Pferdestärken potenzieren sich durch den Einsatz von ultraleichten Hightech-Materialien.

Unerheblich ob es sich um Motorräder für den Einsatz auf der Rennstrecke oder um Alltagsmaschinen handelt – der technische Fortschritt hält auch bei Shoppern, Enduros oder klassischen Reisemaschinen Einzug. Spezifische Fahrwerkseinstellungen erfolgen mittlerweile per Knopfdruck über das Cockpit. Und kommt ein Bike dann doch mal in den Genuss den Asphalt einer Rennstrecke zu schnuppern, so können ABS und Co. abgeschaltet werden.

<p>Azubi Joshua Ruffert sieht präzise Handarbeit als unersätzliches Werkzeug in der Zweiradmechanik.</p>
Silke Kurtz

Azubi Joshua Ruffert sieht präzise Handarbeit als unersätzliches Werkzeug in der Zweiradmechanik.

 

Anspruchsvolle Technik benötigt exakten fachmännischen Service. Als Zweiradmechatroniker muss Joshua Ruffert sich mit der Software unterschiedlicher Hersteller befassen, um wichtige Auswertungen am Computer vorzunehmen. Dennoch sind auch der altbewährte Ringschlüssel oder der Schraubendreher  immer noch fester Bestandteil seines Werkstattalltags.

„Schon als kleiner Junge faszinierte mich alles, was zwei Räder hatte.“ Der 18-jährige Joshua besuchte die Hauptschule und befindet sich derzeit im zweiten Lehrjahr. Die Verbindung aus Technik, Mechanik und die Faszination von Dynamik und Freiheit tragen neben einem kollegialem Teamgefüge in der Werkstatt des Husumer Kraftfahrzeug-Vertriebs Raudzus, einen großen Teil zur Berufszufriedenheit bei.

„Junge Menschen haben im Handwerk die unbedingte Chance, ihre Karriere selbst zu gestalten“, weiß auch Geschäftsführer Rauke Raudzus. „Handwerk ist der wichtigste Stützpfeiler der Wirtschaft.“

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