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15. Dezember 2017 | 11:58 Uhr

Fotogalerie : Hans Jessel: "Urbane Landschaften"

vom

So urban ist die Insel: Der Sylt-Fotograf Hans Jessel zeigt mit seinen neuesten Werken Eingriffe in die Insellandschaft. Die Sylter Rundschau zeigt in loser Folge eine Auswahl der Bilder.

Menschen sind die Hauptakteure urbaner Landschaften – „Ohne uns wäre doch alles nur öde Natur“ – so der O-Ton eines Ausstellungsbesuchers. Aber sind wir Menschen nicht auch Bestandteil der Natur? Und sind damit nicht urbane Landschaften letztlich auch „Natur“landschaften? Die Frage ist frech – zugegebenermaßen – aber ich habe noch keine abschliessende Antwort darauf gefunden.  
Auf jeden Fall sind die urbanen Nutzer der Sylter Landschaft ausgesprochen vielfältiger Natur: Der Jogger auf dem Rantum Becken Deich zählt genauso dazu wie der Hundebesitzer im Friedrichshain. Die reizenden Sylter Oktobergäste ebenso wie der Jäger auf dem Hochstand, wie der Segelflieger unter seiner Cumuluswolke und der Gemeindearbeiter vor seinem Blumenbeet. Das Militär hat in langjähriger Nutzung erhebliche Spuren in der Landschaft hinterlassen, und die Baubranche scheint diesbezüglich noch erfolgreicher. Beim Küstenschutz wird kein Sandkorn auf dem anderen gelassen und auf die Höhe des Meeresspiegels ist auch kein Verlass mehr.  
Auf einer Ferieninsel kommen urbane Vergnügungen hinzu: Der Surf Worldcup ist ein urbaner Import erster Güte, das alljährliche Poloturnier nicht minder. Während die Syltläufer ihre gestählten Körper bis zur Belastungsgrenze strapazieren, gehen es die Harley-Freunde etwas ruhiger -  beziehungsweise deutlich lauter an. Ihr Massenauftreten Anfang Juni jedes Jahres provoziert jegliche Gefühlsregung von purer Begeisterung bis zu verständnislosem Kopfschütteln. Dabei ist kultig-urbanes Auftreten Trumpf: Der Lippenstift sollte schon zur Bike-Farbe passen, und das Entzünden der Zigarette erfolgt im Marlboro-Style. Können urbane Landschaften (und ihre Bewohner) nicht entzückend sein!?
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Menschen sind die Hauptakteure urbaner Landschaften – „Ohne uns wäre doch alles nur öde Natur“ – so der O-Ton eines Ausstellungsbesuchers. Aber sind wir Menschen nicht auch Bestandteil der Natur? Und sind damit nicht urbane Landschaften letztlich auch „Natur“landschaften? Die Frage ist frech – zugegebenermaßen – aber ich habe noch keine abschliessende Antwort darauf gefunden. Auf jeden Fall sind die urbanen Nutzer der Sylter Landschaft ausgesprochen vielfältiger Natur: Der Jogger auf dem Rantum Becken Deich zählt genauso dazu wie der Hundebesitzer im Friedrichshain. Die reizenden Sylter Oktobergäste ebenso wie der Jäger auf dem Hochstand, wie der Segelflieger unter seiner Cumuluswolke und der Gemeindearbeiter vor seinem Blumenbeet. Das Militär hat in langjähriger Nutzung erhebliche Spuren in der Landschaft hinterlassen, und die Baubranche scheint diesbezüglich noch erfolgreicher. Beim Küstenschutz wird kein Sandkorn auf dem anderen gelassen und auf die Höhe des Meeresspiegels ist auch kein Verlass mehr. Auf einer Ferieninsel kommen urbane Vergnügungen hinzu: Der Surf Worldcup ist ein urbaner Import erster Güte, das alljährliche Poloturnier nicht minder. Während die Syltläufer ihre gestählten Körper bis zur Belastungsgrenze strapazieren, gehen es die Harley-Freunde etwas ruhiger - beziehungsweise deutlich lauter an. Ihr Massenauftreten Anfang Juni jedes Jahres provoziert jegliche Gefühlsregung von purer Begeisterung bis zu verständnislosem Kopfschütteln. Dabei ist kultig-urbanes Auftreten Trumpf: Der Lippenstift sollte schon zur Bike-Farbe passen, und das Entzünden der Zigarette erfolgt im Marlboro-Style. Können urbane Landschaften (und ihre Bewohner) nicht entzückend sein!?
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