Hammerlos für Bayer - und drei lösbare Aufgaben

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17. Dezember 2011, 03:59 Uhr

Nyon | Bayer Leverkusen hat mit dem FC Barcelona in der Champions League das Hammerlos des Achtelfinals gezogen, die Bayern dürften sich vom FC Basel auf ihrem Weg ins Viertelfinale dagegen kaum aus der Bahn werfen lassen. Leverkusens Nationalspieler Andre Schürrle (Foto) posaunte seine Vorfreude auf Lionel Messi & Co. schon Minuten später in die ganze Welt hinaus. "Was für ein Hammerlos. Leute, das wird einfach nur geil!", twitterte der Offensivmann euphorisch.

Dem deutschen Rekordmeister aus München blieb bei der Ziehung im schweizerischen Nyon der AC Mailand als schwerstes Los erspart. "Die Mannschaft hat dieses große Ziel, ins Finale nach München zu kommen. Dann muss man eben beweisen, dass man das gegen den FC Basel schafft", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der zwar davor warnte, dass Basel auch zum Stolperstein werden könnte, aber dennoch gut gelaunt einräumte: "Dass wir Favorit sind, ist klar". Das Weiterkommen in den Duellen am 22. Februar beim Schweizer Meister und am 13. März in der heimischen Arena gilt als Pflicht.

Wie Schürrle frohlockte auch Rudi Völler über das Los. "Wir spielen gegen einen ganz großen Favoriten, gegen die Topmannschaft der Welt", sagte der Bayer-Sportdirektor, musste aber trotz des "absoluten Highlights" auch erst mal kräftig durchatmen. Bayer winken am 14. Februar vor heimischer Kulisse und am 7. März im Camp Nou zwei Spiele für die Ewigkeit. "Es ist für uns ein Vorteil, dass wir erst zu Hause antreten", sagte Trainer Robin Dutt.

Die Europa-League-Vertreter Hannover 96 und Schalke 04 bekamen unterdessen machbare Gegner zugelost. Das letztjährige Überraschungsteam aus Niedersachsen bekommt es mit dem vom früheren Bundesliga-Coach Christoph Daum trainierten FC Brügge zu tun, die Gelsenkirchener treffen in der Runde der letzten 32 Mannschaften auf Viktoria Pilsen.

Stuttgarts einstiger Meistertrainer Daum kehrt also nur neun Monate nach seiner erfolglosen Rettungsmission bei Eintracht Frankfurt nach Deutschland zurück. Seit der 58-Jährige im November seinen Dienst beim 13-maligen belgischen Meister angetreten hat, geht es bergauf. "Unter ihm hat Brügge eine starke Serie gestartet - vier 1:0-Siege in der belgischen Meisterschaft und vier Punkte in der Europa League, die letztlich den Gruppensieg sicherten", warnte Hannovers Trainer Mirko Slomka schon mal vor dem Gegner.

Pilsen gilt derweil als weitgehend unbeschriebenes Blatt. Der Dritte der tschechischen Liga sei für Schalke schlagbar, "von einem leichten Los kann man aber nicht sprechen", meinte Sportvorstand Horst Heldt. Der Einzug ins Achtelfinale sei aber dennoch klar der Anspruch der Gelsenkirchener, betonte Heldt.

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