Schleusung : Haftstrafe für Taxifahrer

Ein Gericht im dänischen Sønderborg hat einen Flensburger Taxifahrer zu 50 Tagen Haft verurteilt. Außerdem darf er zwei Jahre lang nicht in das nördliche Nachbarland einreisen. Er soll drei afghanische Flüchtlinge über die Grenze geschleust haben.

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21. Januar 2008, 05:23 Uhr

"Hauptsache erstmal nach Hause", lautete Jörg Ridders erste Reaktion nach der Urteilsverkündung. Da der Flensburger Taxifahrer direkt im Anschluss an die Verhandlung Berufung einlegte, bleibt er bis zum Antritt der Haftstrafe zunächst auf freiem Fuß. Ridder durfte umgehend zurück ins Gefängnis nach Apenrade, um dort seine Sachen zu packen. Der nächste Weg führt ihn zur Flensburger Taxizentrale. Dort will sich Ridder in einer Dankesrede für die Unterstützung seiner Kollegen bedanken.
Auf Einladung der IHK Flensburg sollen in dieser Woche Gespräche mit Wirtschaftsvertretern, Taxiverbänden und der Bundespolizei stattfinden, die verbindlich klären, in welcher Form sich Taxifahrer bei Grenzfahrten künftig die Ausweise ausländischer Fahrgäste zeigen lassen müssen.

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