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24. August 2017 | 00:10 Uhr

Gettorfer SC und ESV wollen ins Finale

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Kreispokal, Halbfinale: Gastgeber zittern heute, ab 19 Uhr, noch um ein angeschlagenes Trio / Mackeprang-Team vor dem vierten Finaleinzug in Folge

Der erste Finalteilnehmer für den Fußball-Kreispokal steht bereits fest. Im Verbandsliga-Duell hatte sich der TuS Rotenhof nach Elfmeterschießen mit 5:4 beim Osterrönfelder TSV durchsetzen können. Heute wird nun der Endspielgegner ermittelt. Ab 19 Uhr stehen sich im Stadion am Gettorfer Ringweg Gastgeber GSC und der Eckernförder SV gegenüber. Vor zehn Tagen sind die beiden Mannschaften bereits im Ligaspiel aufeinander getroffen. Am Ende gab es ein torloses Unentschieden. Dies – so viel ist sicher – wird es diesmal nicht geben. Sollte nach den 90 Minuten das gleiche Resultat herausspringen, gäbe es eine Verlängerung und gegebenenfalls ein Elfmeterschießen. Ein Sieger wird in jedem Fall ermittelt.

Gettorfs Trainer Tim Rogge hat den Pott bereits zwei Mal gewinnen können: „In der Saison 2005/2006 habe ich als Spieler des GSC den Kreispokal durch einen 1:0-Sieg gegen den TSV Borgstedt auf neutralem Platz im Büdelsdorfer Eiderstadion gewonnen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Christian Schössler seinerzeit das entscheidende Tor erzielt hat. Damals war der Kreispokal nur für Mannschaften bis zur Kreisliga ausgeschrieben. Danach hat es bis zu meiner letzten aktiven Saison als Spieler des TSV Schilksee im Kieler Kreispokal gedauert, dass ich das Ding in der Saison 2011/2012 noch einmal anfassen konnte. Wir haben gegen Concordia Schönkirchen 2:1 gewonnen.“

Heute soll nun die Grundlage für den dritten Pokaltriumph gelegt werden. Die Gettorfer sind sich der Schwere der Aufgabe bewusst. Vergleiche mit dem Aufeinandertreffen in der Liga stellt Rogge jedoch nicht an: „Das ist ein komplett anderes Spiel, nicht zuletzt da es jetzt bei uns stattfindet. Mit der Unterstützung unserer Zuschauer, von denen hoffentlich viele kommen werden, wollen wir den Heimvorteil nutzen. Das Derby hat einfach einen besonderen Reiz. Es ist ein Highlight der Saison. Für uns ist es momentan wichtiger als ein Ligaspiel. Das ist für den ESV vielleicht etwas anderes, weil sie ihren zweiten Tabellenplatz noch verteidigen wollen. Wenn man so weit gekommen ist, will man den Pokal dann auch gewinnen. Es wäre schön, in der nächsten Saison dann einen großen Gegner in Gettorf begrüßen zu können.“

In personeller Hinsicht gibt es bei den Gettorfern noch einige Fragezeichen. Für Boy Bröckler (Infektion der Atemwege) dürfte es eng werden. Etwas Hoffnung besteht noch bei Nils Zimmer (Lebensmittelvergiftung) und Lars Empen (Zerrung). Als Alternative für die Innenverteidigung wurde Christof Gogolok (wurde Vater von Zwillingen) reaktiviert.

Die Gettorfer haben übrigens kein Elfmeterschießen trainiert. „Warum der Kreisverband nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr das Spiel wieder so spät angesetzt hat, ist mit ein Rätsel“, sagt Rogge. „Sollte es bei der derzeitigen bewölkten Wetterlage um 20.45 Uhr zur Verlängerung kommen, ist es sehr dunkel, und Flutlicht haben wir nicht.“

Der Eckernförder SV ist eine echte Pokalmannschaft und stand in den vergangenen drei Spielzeiten im Finale. Bei den beiden Triumphen in den Vorjahren war Stefan Mackeprang dabei. Beim 2:0 bei der SG Felde/Stampe noch als Zuschauer am Spielfeldrand, und im Vorjahr sah er dann als Coach den 6:3-Triumph nach Elfmeterschießen beim TuS Jevenstedt. Als Spieler des ESV sicherte er sich den Titel 1990 in der Halle.

„Das Spiel in Gettorf wird eine 50:50-Geschichte“, glaubt der ESV-Coach. „Vor zehn Tagen haben wir in der Liga ein gutes Spiel gezeigt, das wir normalerweise gewinnen müssen. Der GSC verfügt über eine kompakte Mannschaft. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe.“ Unglücklich findet Mackeprang die Pokal-Regelung des doppelten Vorteils für die Gastgeber. Neben dem Heimvorteil bleiben auch sämtliche Einnahmen, abzüglich der Schiedsrichterkosten, beim Gastgeber. „In der vergangenen Jahren haben wir im Pokal immer draufgezahlt“, sagt Mackeprang. „Gerechter wäre zumindest ab dem Halbfinale eine Einnahmenteilung.“ Auch die späte Anstoßzeit sieht der ESV-Coach skeptisch: „Wir haben die Partie ja schon zwei Wochen nach hinten geschoben. Und im Vorjahr war es noch zwei Wochen später. Warum spielt man nicht noch später? Dann ist es wärmer und es würden wahrscheinlich mehr Zuschauer kommen. Auf ein Elfmeterschießen gleich nach den 90 Minuten werden wir uns auf jeden Fall nicht einlassen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf das Spiel und wollen natürlich ins Finale.“ Die Eckernförder werden heute jedoch auf drei Spieler verzichten müssen. Daniel Kranz weilt auf einem Bundeswehr-Lehrgang, Garbit Temirgan ist noch vom Pokalspiel in Fockbek gesperrt, und die Sperre für Nicolas Lietz aus dem Ligaspiel gegen Gettorf steht noch nicht fest – und so lange ist er für alle Pflichtspiele gesperrt.  

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erstellt am 28.Apr.2015 | 11:26 Uhr

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