Gettorfer SC so erfolgreich wie nie zuvor

Trotz Doppelpack den Sieg in der Torjägerwertung verpasst: Gettorfs Yannick Wolf (li.), hier im Duell mit Kronshagens David Wagner.
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Trotz Doppelpack den Sieg in der Torjägerwertung verpasst: Gettorfs Yannick Wolf (li.), hier im Duell mit Kronshagens David Wagner.

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31. Mai 2015, 22:00 Uhr

Der Gettorfer SC hat die Saison in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nach dem nie gefährdeten 4:1 (2:0)-Heimsieg im Derby gegen den TSV Kronshagen mit 53 Punkten auf Rang vier abgeschlossen. Das ist die beste End-Platzierung die der GSC jemals hatte.

Trotz nasskalter Witterung und einer Partie, in der es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, kamen noch einmal 50 Zuschauer ins Stadion am Ringweg. Diese sahen eine hoch motivierte Gettorfer Mannschaft. Vor allem einer brannte lichterloh: Top-Torjäger Yannick Wolf war anzumerken, dass er sein Trefferkonto weiter aufstocken wollte. Und dies gelang ihm auch. Nach zwei vergebenen Chancen hatte er Kronshagens Altherren-Torwart Michael Ullmann in der elften Minute das erste Mal überwunden. Ullmann („Eigentlich wollte ich mir in Ruhe Holstein Kiel im Fernsehen anschauen.“) half kurzfristig aus, da Stammkeeper Erik Kammholz bereits im Urlaub weilte. Mit seinem 24. Treffer schraubte Yannick Wolf wenig später das Ergebnis auf 2:0 (21.), nachdem er zuvor von Torben Dahsel glänzend bedient wurde und drei Feldspieler sowie Ullmann umkurvt hatte.

Kurz nach der Pause gab es eine Schrecksekunde, als Yannick Wolf nach einem Zweikampf an der Mittellinie liegen blieb. Nach langer Behandlung musste er mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden. Damit rutschte er trotz seines Doppelpacks in der Torjägerliste noch auf Position zwei ab, da Kilias Yannik Jakubowski beim 11:1-Kantersieg gegen Rotenhof gleich sechs Mal zuschlug und so auf 26 Treffer kommt.

Aufregung gab es noch nach dem 3:0 von Tobias Gravert. Er hatte einen Freistoß schnell ausgeführt, während Ullmann noch die Mauer stellte. Die Gäste regten sich mächtig darüber auf. „Du musst dann auch anpfeifen“, schimpfte der TSV-Keeper in Richtung des schwachen Schiedsrichters Tobias Drever (Lübeck). Als Quittung dafür sah er Gelb. Das Spiel war aber entschieden. Zwar gelang Kronshagens Florian Gütschow zehn Minuten vor dem Ende noch der Ehrentreffer, doch der eingewechselte Sven-Ole Ratjens stellte kurz darauf den alten Abstand wieder her, als er von Ullmann beim versuchten Befreiungsschlag angeschossen wurde. Slapstick!

„Ich bin mit dem Spiel natürlich nicht zufrieden“, sagt TSV-Coach Nadeem Hussain. „Eigentlich wollten wir unsere positive Saison erfolgreich beenden. Das ist uns leider nicht gelungen.“ GSC-Coach Tim Rogge ist dagegen hoch zufrieden: „Das war ein schöner Abschluss nach einer überragenden Rückrunde. Eigentlich hätten wir die Partie noch höher gewinnen müssen. Unser Abschneiden ist toll. Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Verbandsligen früher landesweit waren.“

GSC: Biss – Hansen, Gogolok, L. Gravert, N. Wolf – Weber, Zimmer, T. Gravert (68. Ratjens), Y. Wolf (54. Assenheimer), E. Empen – Dahsel (78. Wittern).

Kronshagen: Ullmann – Wethgrube, Kock, Westphal (23. Hussain), Plüschke (64. Bahr) – Pals, Schween, Wagner, Fieseler (78. Janssen), Laubach – Gütschow.

SR: Drever (Lübeck). – Zusch.: 50.

Tore: 1:0, 2:0 Y. Wolf (17., 21.), 3:0 T. Gravert (58.), 3:1 Gütschow (80.), 4:1 Ratjens (85.).


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