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Börse : Gesenkte Gewinnprognose schickt Adidas-Aktienkurs auf Talfahrt

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Die Nachricht sorgte für Unruhe bei vielen Anlegern - und ließ den Adidas-Aktienkurs am Freitag deutlich absacken. Der Sportartikel-Hersteller rechnet für 2013 nicht mehr mit ganz so viel Umsatz und Gewinn wie er zunächst erwartet hatte. Die Papiere des Dax-Konzerns waren gegen Mittag rund 4,5 Prozent weniger wert als am Vortag.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 12:50 Uhr

Herzogenaurach | Zum Handelsbeginn am Freitag war die Adidas-Aktie von mehr als 82 Euro auf gut 78 Euro gefallen, erholte sich danach aber wieder leicht. Der Kurs kam zunächst nur knapp über die 79-Euro-Marke und entwickelt sich auch danach uneinheitlich.

Ein Händler sprach in einer ersten Einschätzung von einem Vertrauensverlust. Bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal habe Adidas einige der bereits bestehenden Sorgen heruntergespielt, sagte er der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX. Anleger sollten sich in einem solchen Fall erst einmal an die Seitenlinie stellen. Es sei nun Aufgabe des Managements zu zeigen, dass es sich nur um vorübergehenden Gegenwind handle. Zahlreiche Analysten reagierten mit Senkungen ihrer Kursziele.

Wegen der Turbulenzen auf den Währungsmärkten und Problemen in Russland hatte der Adidas-Vorstand am Donnerstagabend seine Prognose für dieses Jahr gesenkt. 2013 werde der währungsbereinigte Umsatz nun vermutlich nur im niedrigen einstelligen Bereich zulegen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Zuvor hatte der Konzern ein Plus von bis zu rund 5 Prozent für möglich gehalten. Beim Gewinn rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr nur noch mit 820 bis 850 Millionen Euro; bislang hatte er mit 890 bis 920 Millionen Euro kalkuliert.

Neben den Währungsschwankungen etwa beim russischen Rubel hakt es in Russland auch beim Vertrieb. Adidas sprach von kurzfristigen Engpässen wegen der Umstellung auf ein neues Distributionszentrum in der Nähe von Moskau. Es hätten weniger Waren als geplant ausgeliefert werden können. Auch das Golf-Segment macht dem Unternehmen zu schaffen. Spürbar werden all die Auswirkungen vor allem im dritten Quartal. Zum Jahresende hin soll es dann wieder aufwärts gehen.

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