Generalprobe für Rotenhof

Dicke Backen wollen die Rotenhöfer um Thorben Trost (blaues Trikot/gegen Yannick Wolf) heute in Gettorf nicht machen.
Dicke Backen wollen die Rotenhöfer um Thorben Trost (blaues Trikot/gegen Yannick Wolf) heute in Gettorf nicht machen.

Verbandsliga Nord-Ost: Der TuS spielt heute im Punktspiel beim Pokalfinal-Gegner Gettorfer SC / RTSV vor letztem Heimspiel

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08. Mai 2015, 10:14 Uhr

Im letzten Heimspiel der Saison peilt Fußball-Verbandsligist Rendsburger TSV ein Erfolgserlebnis an. Der Osterrönfelder TSV hat im Kreisderby gegen den Eckernförder SV Gleiches im Sinn, um seinen Platz in der Spitzengruppe zu verteidigen, und für den TuS Rotenhof ist das Gastspiel in Gettorf die Generalprobe für das Kreispokal-Finale am 23. Mai an gleicher Stelle.

Gettorfer SC – TuS Rotenhof (Heute, 15 Uhr)
Für den TuS Rotenhof ist, nüchtern betrachtet, der Zug in Richtung Klassenerhalt, ohne ihn abgefahren. Und so macht Coach Thomas Gosch auch keinen Hehl daraus, dass die Spannung vor dem heutigen Auftritt beim Gettorfer SC mittlerweile purer Enttäuschung gewichen ist: „Da müssen wir nicht lange drum herum reden, die Luft ist spätestens seit dem 1:5-Debakel gegen Intertürk raus.“ Beim Kreisrivalen, den man im Hinspiel nach Toren von Harald Giese und Jan-Ole Bruhns mit 2:0 bezwang, beginnt die Abschiedstour, die man nach den Worten des scheidenden Rotenhöfer Trainers seriös gestalten will. „Hurra-Fußball soll von uns keiner erwarten, dann gibt’s auf dem großen Platz in Gettorf, wo es ohnehin schwer sein wird die Räume erfolgreich zuzustellen, richtig was auf die Mütze.“ Ganz unberechtigt sind diese Befürchtungen nicht, denn der GSC ist, abgesehen vom Ligaprimus FC Kilia Kiel, die Mannschaft der Stunde. In der Rückrunde nur eine einzige Niederlage – und nach den jüngsten Siegen über den RTSV (3:2) und Klausdorf (5:2) kann die Truppe von Tim Rogge mit einem halben Auge sogar noch auf Rang zwei schielen. Solche „Sorgen“ hätte der TuS natürlich auch gerne, doch die harte Realität sieht anders aus. Ohne Andrej Heinz, dafür aber wieder mit Giese und Tobias Skoruppa wird man sich auf den kurzen Weg nach Gettorf zur Generalprobe des Kreispokalfinals machen. „Vielleicht gehen wir es mit der ’54er-Taktik von Sepp Herberger gegen die seinerzeit als unschlagbar geltenden Ungarn an“, verrät Gosch mit einem Augenzwinkern.

Derweil muss der TuS in der neuen Saison neben Harald Giese (OTSV) auch auf Mittelfeldspieler Dennis Bienwald verzichten, der sich dem Büdelsdorfer TSV anschließt.

Osterrönfelder TSV – Eckernförder SV (Heute, 15.30 Uhr)
Fast auf den Tag genau drei Jahre ist es her, seit der Osterrönfelder TSV einen Sieg gegen den Kreisrivalen aus Eckernförde feiern konnte. Am 12. Mai 2012 gab einen 4:2-Heimerfolg. Damals hieß der Trainer noch nicht Olaf Lehmann, der sich daher auch nicht an diesen Sieg erinnern kann. Präsenter ist ihm der starke Auftritt vom 11. Mai 2013, als sein Team an der Förde in Unterzahl ein 0:0 erkämpfte. „Da sind wir um unser Leben gerannt“, so Lehmann. Eine derartige Energieleistung wird es auch heute bedürfen, um etwas gegen den Tabellenzweiten mitzunehmen, zumal der OTSV-Trainer gleich auf acht Spieler seines Kaders verzichten muss. „Das ist jetzt in der Endphase der Saison keine besonders tolle Situation, aber wir wollen dennoch versuchen, unseren Platz im oberen Tabellendrittel zu verteidigen“, erklärt er. In den jüngsten Duellen waren es immer knappe Ergebnisse, wenn diese auch zumeist für den ESV sprachen. „Das ist ohne Frage eine starke Mannschaft, aber auch gegen Klausdorf haben wir mit einem Rumpfkader drei Punkte gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner geholt“, so Lehmann, der neben den Rückkehrern Lasse Reimer und Sven Dollnick auf vier A-Jugend-Spieler zurückgreifen kann.
Rendsburger TSV – Preetzer TSV II (Heute, 16 Uhr)
Der Rendsburger TSV bestreitet heute gegen den abstiegsbedrohten Tabellendrittletzten Preetzer TSV II sein letztes Heimspiel der Saison. Personell wird es für die Gastgeber eng. Mit Thies Kalina und Thore Bannow fallen zwei Offensivkräfte aus. Fraglich ist auch der Einsatz von Nico Schrum, der sich im Spiel gegen den Gettorfer SC verletzte. Dabei ist hingegen wieder Dennis Schnepel, der zuletzt in Gettorf fehlte. Auf Grund der Personalsituation wird wohl auch RTSV-Spielertrainer Dennis Usadel wieder auflaufen. Doch auch ihn plagt eine Verletzung. „Wir wollen uns zu Hause natürlich mit einem Sieg verabschieden. Das ist völlig unabhängig von der personellen Lage. Gegen Preetz muss einfach ein Dreier her“, erklärt Usadel.

Für die Saison 2015/16 meldet der RTSV mit Arend Müller (28) vom SH-Ligisten Heider SV einen weiteren Zugang. Der vielseitig einsetzbare 28-Jährige ist der Bruder von RTSV-Kapitän Marco Müller und war im Rendsburger Raum zuletzt für die FT Eider Büdelsdorf in der SH-Liga aktiv.

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