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22. Oktober 2017 | 05:02 Uhr

Gegentor in allerletzter Minute

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin 08 verliert in der Schleswig-Holstein-Liga mit 1:2(0:0) Toren gegen den Preetzer TSV und die Tabellenführung an den TSV Schilksee

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2014 | 14:49 Uhr

Als Yannik Marschner seine starke Leistung mit einem sehenswerten Volleyschuss in den rechten Torwinkel in der 88. Minute zum 1:1 krönte, war der Jubel der Eutiner Fans groß. Doch die Freude währte nur 120 Sekunden, dann erzielte Torven Ziehmer nach einem Eckball den entscheidenden Treffer zum 2:1(0:0)-Erfolg des Preetzer TSV. „Der Sieg der Gäste war verdient“, räumte Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner (Eutin 08) nach dem Schlusspfiff ein – und er hatte Recht.

Die Preetzer rissen auf dem A-Platz des Fritz-Latendorf-Stadions gleich das Spiel an sich. Sie setzten die Gastgeber unter Druck. Eutin 08 kam nur selten zu Gegenangriffen, das Preetzer Mittelfeld um Kapitän Florian Ziehmer stellte geschickt die Räume zu. So hatten die Gäste die erste Möglichkeit, aber Florian Stahl schoss übers Tor (5.). Auf der anderen Seite setzte sich Yannik Marschner auf dem linen Flügel gegen Egzon Lahi durch, seine Flanke wurde kurz abgewehrt, aber Philip Nielsens Nachschuss zischte links am Preetzer Tor vorbei.

Nach einer knappen Viertelstunde hatten die Eutiner eine Schrecksekunde zu überstehen. Torven Ziehmer war nach einem präzisen Pass seines Bruders Florian schneller als die Deckung der Gastgeber und hob den Ball über den ihm entgegeneilenden Torhüter Fabian Oeser. Der Preetzer Anhang hatte den Torschrei schon auf den Lippen – aber der Ball ging an den linken Pfosten, ehe ihn der Eutiner Abwehrchef Sönke Meyer aus der Gefahrenzone schlug.

Kurz darauf versuchte Clemens Lange mit einem Schuss aus 25 Metern sein Glück, PTSV-Schlussmann erwischte den Ball erst im Nachfassen richtig (16.). Nachdem Eutin 08 einen Freistoß aus 22 Metern leichtfertig vergeben hatte, Sönke Meyer schoss den Ball nach kurzer Ablage von Felix Ahlers in den zweiten Stock (21.), bewies Torven Ziehmer ein weiteres Mal seine Klasse. Doch sein Schuss klatschte an die Latte (27.). Paul Sachse drehte den Ball aus 20 Metern am linken Giebel vorbei (31.).

Eutiner Angriffe wurden meistens im Keim erstickt, auf dem linken Flügel konnte sich Kevin Hübner kaum gegen Lukas Lindner durchsetzen. Lasse Bork, Philip Nielsen, Yannick Bremser und Felix Ahlers waren gegen die offensiven Preetzer vollauf mit Abwehraufgaben beschäftigt.

„Wir können froh sein, dass wir nicht schon zur Pause mit zwei Toren hinten gelegen haben“, meinte Mecki Brunner nach dem Spiel. Er hatte seiner Mannschaft in der Kabine Einiges zu erklären, die Preetzer waren längst auf dem Platz zurück, als Eutin 08 zurückkam.

Die Gastgeber starteten mit Schwung in die zweiten 45 Minuten. Jetzt gerieten auch die Preetzer unter Druck. Gäste-Torwart Lennart Weidner parierte glänzend gegen Nielsen (47.) und hatte nach einem Ahlers-Eckball Mühe, als er den Ball mit einer Hand aus dem Fünf-Meter-Raum wischte (52.).

Torven Ziehmer schoss Preetz in der 77. Minute in Führung. Eutin 08 stemmte sich gegen die Niederlage. Als die Gäste einen Freistoß zu kurz abwehrten, nahm der beste Eutiner, Yannik Marschner, den Ball volley und traf zum 1:1 (88.). Doch den Preetzern war ein Punkt zu wenig, sie machten sofort wieder Druck. Der überragende Torven Ziehmer belohnte seine Mannschaft, als die Eutiner Abwehr nach einem Eckball den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam und markierte mit einem Schuss ins linke untere Eck den Siegtreffer für die Gäste.

„Die gesamte Mannschaft ist müde“, meinte Mecki Brunner. Immerhin hatten die Eutiner im Flens-Cup erst am Mittwoch in einem aufwändigen Spiel in Russee gegen Kreisligist VfB Kiel mit 4:2(1:2) Toren gewonnen. Pechvogel des Tages war Florian Schumacher, der nach 65 Minuten für Lasse Leinweber eingewechselt worden war, und eine knappe Viertelstunde den Platz wieder räumen musste, weil er sich eine Knieverletzung zugezogen hatte. Für ihn kam Tim Brunner ins Spiel. Der Preetzer Trainer Danilo Blank freute sich nach dem Schlusspfiff, dass „wir nach dem Ausgleichstreffer so zurückgekommen sind“. Er meinte: „Mecki Brunner leistet gute Arbeit. Vor allem die Eutiner Mittelachse Oeser, Meyer, Nielsen und Bork kann sich sehen lassen.“

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