Für reichlich Spannung ist gesorgt

Im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg sprechen der TuS Bargstedt um Sascha Delfs (rechts) und der Büdelsdorfer TSV mit Kevin-Miles Wardin ein Wörtchen mit.
Im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg sprechen der TuS Bargstedt um Sascha Delfs (rechts) und der Büdelsdorfer TSV mit Kevin-Miles Wardin ein Wörtchen mit.

Nach mehr als der Hälfte der Saison in der Fußball-Kreisliga hat der Büdelsdorfer TSV die besten Karten im Meisterschaftskampf

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01. Januar 2015, 15:36 Uhr

Ein Dreikampf um die Meisterschaft und den Aufstieg und eine Abstiegszone, die bereits mit Tabellenplatz acht beginnt. Zur Winterpause birgt die Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde jede Menge Spannung. Die Saison-Halbzeit haben viele Mannschaften schon hinter sich gelassen. Wenn Ende Februar der Ball wieder rollt, bleibt nicht allzu viel Zeit. Die entscheidenden Spiele kommen schneller als so manchem Club lieb sein dürfte.

Als Topfavorit geht der Büdelsdorfer TSV in das letzte Drittel der Saison. An 15 der 19 Spieltage stand der Verbandsliga-Absteiger ganz oben. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Schinkel beträgt allerdings nur drei Punkte. Bei nahezu allen sogenannten Experten standen der BTSV und den 1. FC ganz oben auf dem Favoritenzettel. Von daher verwundert das Zwischenergebnis nicht. Die eigenen Ambitionen formulierten beide Mannschaften vor dem Start im Sommer allerdings unterschiedlich. Während für die Schinkeler nach dem knappen Scheitern im Vorjahr nichts anderes als der Aufstieg zählte, hieß es von BTSV-Trainer Adrian Königsmann: „Wenn wir unter den ersten Drei landen, ist das in Ordnung. Den Wiederaufstieg peile ich eigentlich erst in der nächsten Serie an.“ Nach den Abgängen von Hannes Lehmann und Kim Bornholdt zum TSV Kropp sowie dem Ausscheiden von Sven Berndt und Florian Voigt wollte Königsmann eigentlich ein Konsolidierungsjahr einlegen, um sein junges Team zu entwickeln. Nun bietet sich schon jetzt die Chance zur unmittelbaren Rückkehr in die Verbandsliga. Und dass der Kader das Potenzial hat, um dort zu bestehen, steht außer Frage. Das sagte man auch vom 1. FC Schinkel. Wie schwer es ist, eine Ansammlung von Topspielern bei Laune zu halten, musste Trainer Lars Dubau leidvoll erfahren. Einige Akteure probten den Aufstand gegen ihren Coach. Dubau aber konnte sich durchsetzen und trotz der Demission von sieben Spielern, bleibt sein Team ein heißer Kandidat auf die Meisterschaft.

Ganz oben sah sich auch der TSV Vineta Audorf. Zumindest als „erster Schinkel-Verfolger“ hatte Trainer Norman Bock seine Mannschaft gesehen. Zum Jahreswechsel aber sind diese Hoffnungen zerplatzt. Ein verpatzter Saisonstart und eine erneute Schwächephase zum Ende des Jahres rahmten eine Serie von acht Siegen aus zehn Spielen ein – zu wenig für den Angriff auf die Spitze. Leise Hoffnungen, den Großen der Liga Paroli bieten zu können, gab es auch an der Jevenau. Allerdings hielt man sich mit forschen Tönen im Vorfeld zurück. Immerhin hatte der TuS Jevenstedt mit Mirko Mrosek (TSV Kropp) und Sebastian Hehnke (SV Boostedt) wichtige Offensivkräfte verloren und musste mit Timo Ruge und Bjarne Timm (beide Auslandsaufenthalt) auf weitere Schlüsselspieler verzichten. „Wir müssen das als Team kompensieren“, lautete die Maxime von Trainer Michael Rohwedder. Obwohl der TuS das Spitzentrio zuletzt ziehen lassen musste, Jevenstedt spielt eine gute Saison.

Zu dem besagten Trio gehört neben dem BTSV und Schinkel der TuS Bargstedt. Von vielen Trainern der Liga zum Geheimfavoriten erkoren, wurde die Elf von Frank Wolter diesem Ruf vollauf gerecht. „Wir hatten lange Zeit Probleme in der Nachwuchsarbeit. Das hat sich geändert, und wir haben eine gute Mischung von jungen und erfahrenen Spielern“, erklärte Kapitän Kai Eichstedt zwischenzeitlich. Man darf gespannt sein, was der TuS im weiteren Verlauf zu leisten im Stande ist. Erfolgsdruck haben sie in Bargstedt jedenfalls nicht.

Mit einer ganz anderen Art von Druck müssen die Mannschaften aus Felde (22 Punkte), aus Wittensee (16 Punkte) und von Borussia 93 Rendsburg (15 Punkte) zurechtkommen. Im Kampf um den Klassenerhalt könnte es ein Zittern bis zum letzten Spieltag geben. Zu einem Vorteil könnte dabei die weit gefasste Abstiegszone werden. Ab Rang acht, der aktuell von der SG Felde/Stampe besetzt wird, sind alle Mannschaften mehr oder weniger stark gefährdet. Das rettende Ufer beginnt auf Tabellenplatz 13. In den letzten fünf Spielzeiten waren dafür mindestens 30 Punkte erforderlich.

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