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13. Dezember 2017 | 10:22 Uhr

Freude und Leid

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga zwischen dem Eckernförder SV II und dem TuS Jevenstedt wird allen Beteiligten und den Zuschauern lange in Erinnerung bleiben. An Dramatik kaum zu überbieten gab es in der 5. Minute der Nachspielzeit Jevenstedter Jubelstürme. Der TuS gewann mit 5:4.

In den Sonnabend-Spielen der Fußball-Kreisliga gab es nicht nur einige überraschende Ergebnisse, sondern auch zahlreiche Rote Karten. Im spektakulären Spitzenspiel setzte sich Jevenstedt beim ESV II durch.

SG Waabs/Rieseby – SG Felde/Stampe        0:5 (0:2)
Nur in den ersten Minuten merkte man den Waabsern an, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Doch nach dem frühen 0:1 war die Moral der Heimelf gebrochen. Sie fand nie zu ihrem Spiel zurück. Die Gäste waren da wesentlich zielstrebiger und nutzten die Verunsicherung aus. „Wir haben es versucht, doch es lief heute einfach nichts zusammen“, sagt der Waabser Spielertrainer Matthias Daniel. „Eigentlich muss man gerade in diesen Spielen punkten. Nun ist der Frust natürlich groß. Wir müssen das erst einmal verdauen.“ Großen Anteil am wichtigen Auswärtssieg der Felder hatte Kalle-Lauritz Simon, der drei Tore beisteuern konnte.

Tore: 0:1 Simon (6.), 0:2 Daniel Neuhoff (40.), 0:3, 0:4 Simon, (50., 54.), 0:5 Jonas Schnoor (72.)


Rote Karte: And. Hoffmann (40., Tätlichkeit, Wa/Rie)


1. FC Schinkel – TuS Bargstedt         0:6 (0:3)
Mit diesem Ausgang hatte wohl kein Zuschauer in Schinkel gerechnet. Doch es lief alles für die Gäste aus Bargstedt: Erst gingen sie früh in Führung, dann bekamen sie einen Foulelfmeter zugesprochen, wodurch sie auf 2:0 erhöhen konnten, ehe die Schinkeler sich durch zwei Rote Karten selber aus dem Spiel nahmen. Anschließend hatten die ersatzgeschwächten Bargstedter leichtes Spiel und brachten den Sieg souverän nach Hause. „Es hat uns heute einfach alles in die Karten gespielt. Nach den beiden Roten Karten war die Partie dann schnell entschieden“, sagt TuS-Coach Frank Wolter.

Tore: 0:1 Florian Engbrecht (2.), 0:2 Thiess Michaelis (25., FE), 0:3 Engbrecht (44.), 0:4 Mattes Sievers (61.), 0:5 Engbrecht (73.), 0:6 Klaus Struck (84.)


Rote Karten: Süleyman Kavak (25., Notbremse, FC), Rafael Bock (28., Tätlichkeit, FC).


SV GW Todenbüttel – Osterrönfelder TSV II    1:1 (1:1)
Das Aufsteigerduell verlief von Anfang an in allen Belangen ausgeglichen. Beide Teams hatten Chancen zur Führung. Das 1:1 zur Pause war dementsprechend auch leistungsgerecht. Nach der Pause ließen beide Mannschaften weiterhin zu viele Möglichkeiten liegen, sodass es beim Remis blieb. „Ich glaube, damit können alle leben“, sagt SV-Coach Thomas Gosch.

Tore: 1:0 Lennart Baade (42.), 1:1 Eike Schneider (45.)
Gelb-Rote Karte: Jannes Backenhaus (80., wdh. Foul, SV)


Tus Rotenhof – SV Felm             2:2 (2:0)
Die Anfangsphase ging klar an den Gastgeber, der nicht unverdient mit 2:0 in Führung ging. Die Moral der SVF war nach dem Rückstand und der Niederlagenserie im Keller. Doch nach dem schnellen Anschlusstreffer nach Wiederanpfiff spielten die Felmer wie ausgewechselt und kamen noch verdient zum Ausgleich. Am Ende hätte die Mannschaft von Kay Mielenz sogar noch gewinnen können: „Der Punkt tut uns natürlich gut. Wir sind mit dem Unentschieden vollkommen zufrieden“.

Tore:1:0 Daniel Kohlmorgen (16.), 2:0 Finn Rathmann (38.), 2:1 Lennart Hochheim (53.), 2:2 Henrik Listner (59.).

Osdorfer SV – TSV Karby            5:0 (2:0)
Der TSV Karby präsentiert sich weiter wie ein Absteiger und blieb auch gegen den OSV nahezu ohne Torchance. Obwohl die Osdorfer auch nicht ihren besten Tag erwischten, kamen sie zu einem nie gefährdeten Heimsieg. Allerdings ging die Heimmannschaft lange zu fahrlässig mit ihren Chancen um, sodass die einseitige Partie erst am Ende entschieden wurde. „Das war ein hoch verdienter Sieg, der uns wieder ein Stück nach oben bringt“, gibt sich OSV-Coach Jens-Uwe Lorenzen zufrieden.

Tore: 1:0 Tobias Vossgerau (12.), 2:0 Sebastian Möhl (36.), 3:0 Daniel Drews (72.), 4:0, 5:0 Jan-Ole Callsen (80., 87.).


Osterbyer SV – TSV Vineta Audorf        3:6 (1:1)
Beide Teams sind für ihre Offensivqualität bekannt. So ging es auch – gerade in der zweiten Halbzeit – immer hin und her. Einzig nach dem 2:1 für den OSV hatte eine Mannschaft mehr vom Spiel: Die Osterbyer versuchten, die Verunsicherung der Vineten auszunutzen, machten aber zu wenig aus den vielen klaren Chancen. Am Ende sollte sich das rächen. Drei Tore innerhalb von acht Minuten drehten die Partie. „Das war auf jeden Fall eine unverdiente Niederlage. Wir haben einfach das 3:1 verpasst. So etwas wird dann meistens bestraft“, weiß OSV-Betreuer Wolfgang Fleck.

Tore: 0:1 Marco Schäfer (27.), 1:1 Matthias Schröder (32.), 2:1 Henrik Petersen (47.), 2:2 Tim Kluck (74.), 2:3 Marc Rölke (78.), 2:4, 2:5 Kluck (82., 86.), 3:5 Lasse Retza (87.), 3:6 Rölke (90.).


Team Förde – Wittenseer SV          1:3 (0:2)
Den plötzlichen Rücktritt von Arne Witt ließ sich das Team Förde lange nicht anmerken und gestaltete das Spiel offen. Erst nach dem 0:1 aus heiterem Himmel gingen die Köpfe der Eckernförder runter und der WSV entschied das Spiel durch zwei weitere Tore innerhalb von vier Minuten. „Da waren wir ein bisschen benachteiligt, was die Schiedsrichter-Entscheidungen anging“, sagt Förde-Coach Lars Tüxen. Nach dem Platzverweis gegen Eckernfördes Kai Schacht (55.) schien das Spiel endgültig entschieden zu sein, doch mit dem Anschlusstreffer kam nochmal Spannung in die Partie. „Wir haben es da leider nicht geschafft, uns für die gute Moral zu belohnen“, weiß Tüxen.

Tore: 0:1 Kim-Patrick Asseln (34.), 0:2 Yannik Suhr (42.), 0:3 Finn Doorentz (46.), 1:3 Tobias Schröder (72., FE)
Gelb-Rote Karte: Schacht (55., wdh. Foul, Förde).

Eckernförder SV II – TuS Jevenstedt         4:5 (2:3)
Dieses Topspiel bot den fast 250 Zuschauern am Bystedtredder wirklich nahezu alles. Dramatik, Tore satt, hektische Stimmung, Platzverweise und einen Unparteiischen, der durch eine teilweise anmaßende Art (siehe Kommentar rechts) ins Spielgeschehen eingriff. Es fehlte dafür ein wenig das fußballerische Können, das beide Teams ohne Zweifel haben. Immerhin in der ersten Hälfte blitzte es mehrfach auf, wenn die Jevenstedter ihre schnellen Angreifer ins Spiel brachten. „Da standen wir zweimal einfach schlecht“, sagt ESV-Trainer Töns Dohrn über das 0:1 und 1:2. Doch sein Team schlug jeweils eiskalt zurück und nutzte zwei Fehler in der TuS-Defensive zum Ausgleich. Nach dem Wechsel wurde die Partie immer zerfahrener und litt unter den aufkommenden Diskussionen mit und um Schiedsrichter Ralf Harenkamp. Die Gäste hatten sich jedoch schnell eine beruhigende 4:2-Führung herausgeschossen, und bis in die Schlussphase sah es nicht danach aus, als ob der ESV II die Mittel hat, noch einmal zurückzukommen. Und doch passierte es. „Wir haben den ESV ins Spiel zurückgeholt. Das war absolut unnötig“, sagt TuS-Coach Michael Rohwedder mit Blick auf die Tore zum 3:4 und 4:4. Der Ausgleich fiel bereits in der Nachspielzeit und löste bei den Eckernfördern einen wahren Jubelsturm aus – der nur zwei Minuten später in fassungslose Trauer umschwang. Sebastian Hehnke hatte einen Freistoß aus 25 Metern wenig gefährlich auf das Tor gezirkelt, doch ESV-Keeper Torben Christensen erwischte einen rabenschwarzen Tag und ließ den Ball zum 4:5 über die Linie rutschen.

Tore: 0:1 Lukas Gersteuer (15.), 1:1 Jan-Ole Jürgensen (24.), 1:2 Jonas Richter (32.), 2:2 Torsten Sienknecht (36.), 2:3 Timo Klug (41.), 2:4 Timo Ruge (54.), 3:4 Sienknecht (83., FE), 4:4 Tjark Carstensen (90.+3), 4:5 Sebastian Hehnke (90.+5).

Gote Karte: Sienknecht (85., Tätlichkeit, ESV).

Gelb-Rote Karte: Marten Schlüter (90., wdh. Foul, TuS).

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