Förderzentrum: Hohenlockstedt wird Hauptsitz

Verhandlungen wurden im Bildungsministerium geführt

Avatar_shz von
17. Dezember 2011, 08:17 Uhr

Hohenlockstedt/Kelling- husen | Soll ein Förderzentrum für den östlichen Kreis Steinburg von Kellinghusen aus oder von Hohenlockstedt aus verwaltet werden? In dieser Frage konnten sich die beiden Schulverbände jahrelang nicht einigen - jeder beharrte auf seinen Schulstandort als Sitz. Jetzt scheint der Knoten durchschlagen: Unter Moderation des Bildungsministeriums in Kiel und der Schulrätin Gisela Zimmermann einigten die sich die Vertreter beider Schulverbände auf Hohenlockstedt. Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende Kristin Fuchs während der jüngsten Sitzung des Schulverbandes Hohenlockstedt.

Beide Seiten hätten in Kiel "trefflich gestritten", letztendlich hätten die Kellinghusener aber zustimmt, dass bei einer organisatorischen Verbindung der Gustav-Heinemann-Schule mit der Kellinghusener Ulmenhofschule Hohenlockstedt die Trägerschaft bekäme. "Der Vorsitzende des Schulverbandes Kellinghusen, Malte Wicke, hat gekämpft wie ein Löwe, dann aber nachgegeben." Denn auch Kiel und die Schulrätin hätten die Gemeinde Hohenlockstedt wegen ihrer zentralen Lage und des modernen, pädagogischen Konzeptes der Gustav-Heinemann-Schule favorisiert. Ein entsprechender Vertrag solle zügig im nächsten Jahr geschlossen werden. "Wir werden auf Augenhöhe verhandeln, niemand wird dabei über den Tisch gezogen."

Der Punkt "Weiterentwicklung des Förderzentrums" war per Dringlichkeit auf die Tagesordnung genommen worden. Denn nur so könnten noch Anfang des Jahres Stellen und auch der Schulleiterposten ausgeschrieben werden, erklärte Kristin Fuchs. Wenn alles klappt, kann der Schulbetrieb unter Hohenlockstedter Trägerschaft schon im August 2012 beginnen.

Hintergrund der organisatorischen Verbindung: Förderzentren müssen künftig in ihrem Einzugsgebiet die Mindestzahl von 1000 Grundschulkindern erfüllen. Allein schafft dies keine der beiden Schulen. Deshalb haben kürzlich auch die Förderzentren Wilster, Krempe und Glückstadt einen gemeinsamen Weg beschlossen. Ab 1. August 2012 entsteht dort das "Förderzentrum Steinburg Südwest".

Die Hohenlockstedter hatten ursprünglich vorgehabt, ihre örtliche Grundschule mit dem Förderzentrum organisatorisch zu verbinden. Ein entsprechender Beschluss dazu wurde bereits Ende 2007 gefasst. Diese Verbindung sei auch weiterhin möglich, betonte Kristin Fuchs. Allerdings würden dann die Stellen für Sonderschulpädagogen auf eineinviertel zusammengestrichen. "Und das kann nicht unser Ziel sein."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen