„Fiete“ überrascht mit zivilem Auftritt im Stadion

Holtsee-Betreuer „Fiete“ Breßler sorgte für Aufregung, weil er in zivil „zum Dienst“ erschien.
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Holtsee-Betreuer „Fiete“ Breßler sorgte für Aufregung, weil er in zivil „zum Dienst“ erschien.

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08. September 2015, 06:00 Uhr

Den Zuschauern, die den ersten Heimsieg ihres SV Holtsee in der Fußball-Kreisklasse B gegen den 1. FC Schinkel II (vgl. Artikel unten) miterleben wollten, bot sich ein ungewöhnliches Bild. Betreuer Werner „Fiete“ Breßler erschien eine Stunde vor Spielbeginn statt, wie gewohnt, im schwarz-gelben Trainingsanzug, in zivil. „Ich habe heute besonders viele Termine“, erklärt „Mister SV Holtsee“, der direkt aus der Sehestedter Peter- und Paul-Kirche von seiner Goldenen Konfirmation zum Sportplatz eilte, um im Anschluss an die Partie seinen 42. Hochzeitstag mit seiner Frau Marita bei einem Nachbarn zu feiern, der zudem Geburtstag hatte. „Diese außersportlichen Termine waren wichtig. In dieser Kirche bin ich getauft, konfirmiert und getraut worden“, sagt das 65-jährige Sonntagskind. Der 1960 als Zehnjähriger in den SV Holtsee eingetretene „Fiete“ absolvierte 668 Spiele für die Schwarz-Gelben, ehe er an der Seite von Trainer Dirk Fiala die Betreuer-Laufbahn einschlug, aber immer noch einige Jahre als die Nummer 16 auf den Spielberichten erschien. „Seit ich 1968 in die Herrenmannschaft kam, habe ich bis dato mit Ole Möller den 25. Trainer erlebt“, hofft Breßler wieder auf bessere Zeiten mit seiner Liga, mit der er sportliche Höhepunkte, wie Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksklasse (1994/95) sowie Titel 2000/01, feierte, zurzeit aber mit Tiefpunkt nach zwei „Hühnerjahren“ plötzlich in der Kreisklasse B landete. „Den Aufstieg kurzfristig und bis in die Kreisliga mittelfristig, das würde ich mir wünschen und sollte unser vornehmliches Ziel sein.“

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