Fiasko nach einem perfekten Start

Bester Rotenhöfer: Jan-Ole Bruhns (rechts) mühte sich zumeist vergebens.
Bester Rotenhöfer: Jan-Ole Bruhns (rechts) mühte sich zumeist vergebens.

Eine frühe 1:0-Führung im Kreispokal-Finale gegen den Gettorfer SC endet für den TuS Rotenhof mit einer 1:5-Niederlage

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21. Mai 2015, 14:34 Uhr

Mit einem verdienten 5:1 (3:1)-Sieg über den TuS Rotenhof hat sich der Gettorfer SC den Titel im diesjährigen Fußball-Kreispokal gesichert. Den Gästen reichte dabei nicht einmal eine Einladung zur 1:0-Führung, die Tobias Skoruppa angenommen hatte, um die Hausherren ernsthaft zu fordern. Nach einem überraschend starken Verlauf der diesjährigen Verbandsliga-Saison krönten die Gettorfer mit diesem Erfolg ihr Jahr, während der TuS nach dem Abstieg ein weiteres Negativ-Erlebnis mit in die Sommerpause nimmt. „Der Knackpunkt war sicherlich die erste Hälfte mit den drei Gegentreffern“, analysierte Rotenhofs Trainer Thomas Gosch.

Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass die Gäste aus Rotenhof nicht gewillt waren, weit aus ihrer Hälfte herauszurücken. „Natürlich wollten wir aus einer kompakten Defensive heraus nach vorne spielen“, sagte Gosch. Offensivaktionen der Gäste blieben allerdings vor der Pause weitgehend aus und die Kompaktheit blieb eher ein frommer Wunsch. Bereits der erste lange Ball nach dem Anpfiff brachte Gefahr für das TuS-Tor und wurde zur Ecke geklärt. Aus dieser entstand die erste Großchance, als Nils Zimmer den Ball im Strafraum annehmen durfte, sich drehte und immer noch sehr unbedrängt den Ball an die Unterkante der Latte nagelte. Es blieb aufregend: Nachdem die Rotenhöfer erstmals über die Mittellinie kamen, und Gettorfs Torwart Robin Biss sich den Ball zum Abstoß zurechtlegte, unterlief ihm ein Missgeschick. Sein Fehl-Schuss landete direkt beim Gegner und Tobias Skoruppa schob zum 1:0 für den TuS ein (4.).

Die Gäste versäumten es jedoch, die vermeintliche Schockphase des GSC auszunutzen und blieben viel zu passiv. Bis 25 Meter vor dem Tor konnten die GSC-Spieler sich nahezu unbedrängt die Bälle zupassen. Beim Ausgleich half dann TuS-Keeper Nori Wiepert tatkräftig mit, der einen eher harmlosen Flachschuss von Nils Zimmer durchrutschen ließ (12.). Nach dem schnellen Ausgleich wurde ein Klassenunterschied deutlich. Der GSC bestimmte die Partie mit viel Ballbesitz und sorgte für die Highlights, wie dem 2:1 von Felix Riemann, der eine Flanke von Klaas Weber sehenswert per Direktabnahme verwertete (35.). Als Weber nur zwei Minuten später das 3:1 besorgte (36.), waren die Kräfteverhältnisse endgültig auch im Ergebnis zu erkennen.

Nach dem Wechsel brachte TuS-Trainer Thomas Gosch mit Jascha Potschko einen zusätzlichen Stürmer. Und tatsächlich erzeugten die Gäste nun mehr Druck, angekurbelt von vielen guten Aktionen des besten Rotenhöfer Feldspielers Jan-Ole Bruhns. Doch gerade als Potschko seine erste Großchance an den Außenpfosten setzte (63.), kam auf der anderen Seite Yannick Wolf im Gegenzug zum Abschluss und besorgte das 4:1 (64.). Damit war die Partie entschieden, auch wenn die Gäste weiter versuchten nach vorne zu spielen. Wieder Potschko (67.) sowie die ebenfalls eingewechselten Sören und Dennis Schulz scheiterten aber am nun wachsamen Robin Biss im GSC-Tor (71., 81.). Den sportlichen Schlusspunkt setzte Torben Dahsel mit dem 5:1 (73.). „Das 0:1 war natürlich ein kleiner Schreck“, sagte GSC-Trainer Tim Rogge: „Aber wir sind super zurückgekommen.“


Tore: 0:1 Skoruppa (4.), 1:1 Zimmer (12.), 2:1 Riemann (35.), 3:1 Weber (36.), 4:1 Y. Wolf (64.), 5:1 Dahsel (73.).

SR: Andy Sakowski (Brekendorfer TSV).

Zuschauer: 180.

Gelb-Rote Karte: Heinz (88., Foul/Meckern).

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