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Schleswig-Holstein : Feuerwehrmann stirbt bei Löscheinsatz in Marne

vom

Ein Feuerwehrmann ist in einem brennenden Haus ums Leben gekommen. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt.

Marne | Ein Feuer in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Marner Innenstadt (Kreis Dithmarschen) hat am Sonntagmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Dabei kam ein Feuerwehrmann ums Leben, wie eine Polizeisprecherin in Itzehoe auf Nachfrage bestätigte. Wie es zu dem Todesfall kam, ist noch unklar. Die Einsatzausrüstung des verunglückten Feuerwehrmannes wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zum Unglück aufgenommen. Die Feuerwehr Marne ist aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst und wird seelsorgerisch betreut. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Brand war gegen 9.30 Uhr im Dachstuhl des dreistöckigen Hauses ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie brachten den Brand in einem Eisenwarenladen unter Kontrolle, wie ein Sprecher der Feuerwehr Marne sagte. Noch drei Stunden später löschte die Feuerwehr auflodernde Glutnester.

Im Einsatz waren auch Kräfte der Rettungsdienstkooperation (RKiSH), der Polizei sowie das DRK mit einem Betreuungszug zur Versorgung der Einsatzkräfte. Im Einsatz sind derzeit noch die Feuerwehren Brunsbüttel, Helse, Kronprinzenkoog, Diekhusen-Fahrstedt, Friedrichskoog , Kaiser-Wilhelm-Koog sowie der 3. Löschzug des Kreises Dithmarschen.

Der tödliche Unfall hat Trauer und Entsetzen bei den Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein ausgelöst. Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, und Dithmarschens Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters zeigten sich zutiefst betroffen: „Unser tiefes  Mitgefühl gilt in erster Linie den Angehörigen des Kameraden, aber auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marne.“ Neben der Aufklärung der Ursache für diesen tragischen Unfall steht aus Sicht der Feuerwehr im Moment die Betreuung der Feuerwehrangehörigen im Mittelpunkt, die ihren Kameraden im Einsatz verloren haben. „Denn das ist das Schlimmste, was Feuerwehrleuten passieren kann“, betonen Radtke und Peters. „Bei aller hochentwickelter Technik und intensiver Schulung darf nie vergessen werden, dass Feuerwehrdienst immer auch etwas mit Gefährlichkeit zu tun hat“, sagt Landesbrandmeister Detlef Radtke.

Der letzte tödliche Unfall im Einsatzgeschehen in Schleswig-Holstein liegt neun Jahre zurück. Im Dezember 2006 kam ein Rettungstaucher der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe bei einem Einsatz ums Leben.

 

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erstellt am 06.Dez.2015 | 15:55 Uhr

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