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Einsatz in 13 Metern Höhe : Feuerwehr bannt Gefahr auf dem Dach des Amtsgerichts

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Einsatzkräfte sichern Kupferblech

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 15:15 Uhr

Die Feuerwehr in Eckernförde ist seit 10.23 Uhr im Einsatz. Zwei kleinere Fälle waren schnell erledigt - deutlich kniffliger war Einsatz Nummer drei. Fast zeitgleich drohte in der Reeperbahn Gefahr. Die wegen der Fassadenarbeiten frei liegende Kupferabdeckung des Daches des Amtsgericht  wurde durch die Sturmböen kräftig auf und nieder gebogen. Irgendwann, so Einsatzleiter Alexander Rüß, hätten die etwa ein Meter breiten Platten aus Kupferblech den permanenten Zugriff des Böen nicht mehr standgehalten, sich aus ihrer Verankerung gelöst und wären unkontrolliert durch die Luft geflogen – mit unabsehbaren Folgen.  Die Dachdecker hatten zuvor abgewunken - zu gefährlich, also mussten gut ausgebildete Feuerwehrleute ran. Die Drehleiter, die bei Einsätzen ohne Menschenrettung nur bis Windstärke 8 eingesetzt werden darf, musste wegen der zu starken Böen in 13 Metern Höhe am Boden bleiben.  Und so mussten die Feuerwehrmänner durchs Treppenhaus auf das Dach des Amtsgerichts und von dort mit aufgelegten Leitern die schräge Dachfläche bei Dauerregen und starken Böen bis Windstärke 9 bis 10  hinaufklettern. Mit ihren Feuerwehrbeilen konnten die mit Gurten gegen einen Absturz gesicherten Feuerwehrmänner Matthias Brumm und Marco Guthardt  die Platten schließlich lösen und bergen. Die Reeperbahn musste für etwa eine Stunde halbseitig gesperrt werden.

Seit 15.30 Uhr fahren keine Busse mehr. Während sich heute Mittag noch Busse durch die Stadt geschlängelt hatten, wurde der Sturm gegen Nachmittag zu heftig.  „Es geht jetzt gar nichts mehr“, so Kerstin Bügler vom Stadtverkehr Eckernförde. Auch die Autokraft hat den Busverkehr eingestellt.

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