Schwerverletzte in Mürwik : Feuerdrama am Twedter Feld

Lebensgefahr: Beim Brand, der mutmaßlich in einem Zimmer der Erdgeschosswohnung dieses Hauses entstand, wurde ein Zehnjähriger lebensgefährlich verletzt. Foto: iwersen
Lebensgefahr: Beim Brand, der mutmaßlich in einem Zimmer der Erdgeschosswohnung dieses Hauses entstand, wurde ein Zehnjähriger lebensgefährlich verletzt. Foto: iwersen

Zehnjähriger erleidet bei Wohnhausbrand schwerste Verletzungen und wird mit Rettungshubschrauber nach Kopenhagen in Spezialklinik gebracht.

shz.de von
18. Februar 2013, 07:50 Uhr

Flensburg | Dramatische Minuten spielten sich gestern Nachmittag im Stadtteil Mürwik ab. In einem Wohnhaus am Twedter Feld geriet eine Erdgeschosswohnung in Brand. Zwei Menschen, darunter ein Kind, erlitten Brandverletzungen. Zwei weitere Bewohner erlitten Rauchvergiftungen.

Der Brand wurde gegen 13.40 Uhr von den Hausbewohnern selbst bemerkt, die auch den Notruf wählten. Zunächst wurde nur von einem Zimmerbrand ausgegangen - doch als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war bereits das gesamte Erdgeschoss stark verqualmt. Zudem sahen sich die Retter mit mehreren Verletzten konfrontiert. Die im Erdgeschoss lebende Familie hatte sich bereits ins Freie gerettet. Das Kind der Familie, ein zehnjähriger Junge, hatte durch das Feuer jedoch so schwere Brandverletzungen an bis zu 80 Prozent des Körpers erlitten, dass es noch vor Ort von einem Notarzt erstversorgt und dann in eine Spezialklinik eingeliefert werden musste. Ein Rettungshubschrauber brachte den Knaben nach Kopenhagen. Nach Informationen der Rettungskräfte schwebt der Junge in akuter Lebensgefahr.

Sein Vater erlitt bei der Rettung seines Sohnes aus der brennenden Wohnung ebenfalls schwere Brandverletzungen; die Mutter sowie ein weiteres Kind erlitten eine Rauchvergiftung und einen Schock.

"Vermutlich ist der Brand eine gewisse Zeit unentdeckt geblieben und hat sich dadurch ausgeweitet", so Einsatzleiter Jörg Radau von der Berufsfeuerwehr. Rätselhaft bleibt, warum der Brand erst so spät entdeckt wurde. Durch den Brandqualm wurden die anderen beiden Wohnungen in dem Haus so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass sie unbewohnbar sind. Die Erdgeschosswohnung der Familie brannte völlig aus.

Neben der Berufsfeuerwehr waren die Freiwillige Feuerwehr Engelsby, vier Rettungswagen, der Notarzt sowie mehrere Streifenwagen der Polizei am Twedter Feld im Einsatz. Nachbarn blieben unverletzt. Zur Entstehung des Brandes waren bis gestern Abend noch keine Einzelheiten bekannt - er brach aber nach ersten Erkenntnissen in einem Zimmer der Erdgeschosswohnung aus.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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