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Fehlstart kostet RTSV eine bessere Platzierung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Usadel-Elf geht als Tabellenachter in die Winterpause / Nur ein Punkt aus den ersten drei Spielen / Umstellung auf 3-5-2-System bringt gewünschten Erfolg

Dennis Usadel zieht aus dem bisherigen Saisonverlauf in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost ein zwiespältiges Fazit. „Wir haben leider einen schlechten Start hingelegt. Doch in den letzten fünf Spielen haben wir noch gut punkten können“, sagt der Spielertrainer des Rendsburger TSV mit Blick auf die 17 absolvierten Partien, in denen es sechs Siege, ebenso viele Remis und fünf Niederlagen gab. Das macht unterm Strich 24 Punkte und Platz 8 in der Tabelle – und der würde am Saisonende nicht reichen, um sich für die neue Landesliga ab der kommenden Spielzeit zu qualifizieren.

Bei normalem Verlauf wäre das anvisierte Ziel, ein Platz unter den ersten Sieben, wohl auch möglich gewesen. Doch die Saison begann mit einem glatten Fehlstart. Aus den ersten drei Spielen holten die Rendsburger lediglich einen Zähler. Dem 1:1 zum Auftakt beim Büdelsdorfer TSV folgten zwei Heimniederlagen gegen den Heikendorfer SV (0:2) und Aufsteiger TSV Schilksee II (0:4). Das war in erster Linie der personellen Not geschuldet. Nach der „Schiedsrichter-Affäre“ im Testspiel gegen den Heider SV fehlte Usadel seinem Team acht Pflichtspiele, Mannschaftskapitän Arend Müller durfte vier Wochen nicht spielen. Und wegen der Vorfälle im Derby beim BTSV (die LZ berichtete) wurde Hasan Mercan, der zu Beginn der Saison als Hoffnungsträger galt, bis zum 10. Oktober vom Verband auf Eis gelegt. Verletzungen von Mittelfeldspieler Guilherme de Oliveira und Torjäger Dennis Schnepel sowie Formkrisen von Akteuren wie Abwehrspieler Yannick Herzig und Vitalijs Stols trugen ebenfalls zur Misere bei. Einzig Stürmer Robin Grell (16 Tore), für Usadel der Spieler der Saison, bot konstant gute Leistungen. Er allein aber konnte es nicht richten. Die nachrückenden Spieler hatten nicht die von Usadel erwartete Qualität. „Das war einfach nicht aufzufangen“, sagt Usadel rückblickend.

Erst nach dem achten Spieltag näherte sich der RTSV dem vom Trainer angestrebten Niveau, was auch auf das Mitwirken von ihm selbst, Arend Müller, de Oliveira und Schnepel zurückzuführen war. Dennoch wurden weiter wertvolle Punkte verschenkt. So führte der RTSV gegen den TSV Kronshagen (2:2) und den Preetzer TSV (1:1) bis kurz vor Schluss, kassierte jeweils den Ausgleich. Bitter war auch die 0:1-Heimniederlage gegen den Kreisrivalen Gettorfer SC in letzter Minute. „Die Gettorfer wissen bis heute noch nicht, wie sie das Spiel gewonnen haben“, merkt Usadel süffisant an. Allein in diesen drei Begegnungen schenkten die Rendsburger fünf Punkte her, die am Ende der Saison noch teuer werden könnten.

So richtig in die Spur kamen die „Grünen“ erst in den letzten fünf Spielen vor der Winterpause. Dazu führte nach Einschätzung von Usadel auch die Umstellung von einem 4-2-3-1 System auf ein 3-5-2-System. „Fast alle Mannschaften spielen nur mit einer Spitze. Somit habe ich einen Spieler mehr in das Mittelfeld beordert. Das hat sich ausgezahlt“, sagt der Spielertrainer. Aus den letzten fünf Spielen holte der RTSV elf Punkte.

Im restlichen Saisonverlauf muss Usadel auf Guilherme de Oliveira verzichten, der in der Winterpause zum SV Schackendorf in die Verbandsliga Süd-West wechselt. „Das tut natürlich weh. Allerdings war Gui in dieser Saison längst nicht so stark wie im letzten Jahr.“ Dafür kehrt Mercan in den Kader zurück. „Hasan hat nach seiner Sperre und der anschließenden persönlichen Auszeit nun wieder Lust auf Fußball. Er will wieder Gas geben. Und wenn Hasan fit ist, ist er ein Gewinn für uns.“ Zudem stoßen die A-Jugendlichen Farid Razaqyor und Hushang Sheik Mohammad, die als Offensivspieler eingesetzt werden können, zum Team. „Im Training sind beide gut dabei“, meint Usadel, der fest damit rechnet, dass der RTSV am Ende die Qualifikation zur Landesliga Nord packt. Dazu bedarf es allerdings der Form aus den letzten fünf Spielen.

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