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25. Zusatzartikel der US-Verfassung : Ex-Kongressabgeordneter: Seine Paranoia wird Donald Trump das Amt kosten

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Der Grund für die zahlreichen personellen Veränderungen in der US-Regierung sei Trumps Glaube an eine Verschwörung.

Washington | Donald Trump sitzt zur Mitte seiner Amtszeit nicht mehr im Weißen Haus, weil er für verrückt erklärt wird. Das prophezeite ein ehemaliger Kongressabgeordneter im Gepräch mit dem politischen Kommentator, Professor und Autor Robert Reich.

Sicherheitsberater Michael Flynn, FBI-Direktor James Comey, US-Regierungssprecher Sean Spicer, Stabschef Reince Priebus und Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci: die Liste der Abgänge unter Donald Trump ist lang. Jetzt stellen sich viele Experten die Frage, ob es am Präsidenten selbst liegt oder ob das Problem in den Strukturen der Regierung festzumachen ist.

Das Interview wurde auf der amerikanischen Nachrichtenseite „Independent Reporter“ veröffentlicht. Reich war unter anderem Arbeitsminister unter Bill Clinton. Die Identität des Kongressabgeordneten gibt er nicht Preis.

Der frühere Delegierte hat zu seiner These auch die passende Theorie. „Sie wollen wissen, warum Trump Priebus gefeuert hat, Sessions aus dem Amt wollte und es jetzt auf Tillerson abzielt?“ Der US-Präsident mache das, weil er vollkommen durchdrehe, paranoid werde. Reince Priebus war Stabschef und Jeff Sessions ist noch Justizminister, wird allerdings scharf vom Regierungschef der USA kritisiert.

Donald Trump sei der festen Überzeugung, dass sich Mitarbeiter seiner Regierung gegen ihn verschworen hätten und ihn mithilfe des 25. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten (Twenty-fifth Amendment to the United States Constitution) aus dem Weißen Haus bekommen wollen. Der Artikel schreibt vor, dass der Vizepräsident dem Präsidenten in das Amt folgt, wenn das Amt des Präsidenten vakant wird.

Der US-Präsident kann damit seines Amtes enthoben werden. Die Amtsunfähigkeit kann vom Präsidenten selbst, aber auch vom Vizepräsidenten mit Zustimmung des Kabinetts festgestellt werden, mit weiterer Zustimmung des Kongresses auch gegen den Willen des Präsidenten.

Das es diese Verschwörung wirklich gibt, glaubt der Ex-Kongressabgeordnete allerdings nicht: „Sessions ist ein Schosshund. Tillerson weiß nicht, wo das Badezimmer ist“, stellt er sie als nicht geschickt genug dar, so einen Coup zu planen. Der Knackpunkt in der Theorie des ehemaligen Delegierten ist, dass Trump durch seine Paranoia tatsächlich verrückt wird.

„Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis jeder in Washington weiß, dass er durchdreht. Ich meine nicht, dass er nur seltsam wirkt. Ich will sagen, dass er den Verstand verliert.“ Das werde so offensichtlich sein, dass Donald Trump aufgrund dieses Verhaltens tatsächlich für amtsunfähig gehalten und dann auch dafür erklärt wird.

„Ich wette, bevor die Hälfte der Amtszeit um ist, ist Pence Präsident.“ Michael Pence ist aktuell der Vize-Präsident der Vereinigten Staaten.

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erstellt am 02.Aug.2017 | 13:55 Uhr

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