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22. Oktober 2017 | 01:31 Uhr

ESV verliert in der Schlussminute

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Unglückliche 1:2-Niederlage vor knapp 100 Zuschauern gegen Tabellennachbar SpVg Eidertal Molfsee

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2015 | 21:00 Uhr

Der Eckernförder SV kommt in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nicht richtig in Tritt. Der Vize-Meister des Vorjahres unterlag vor 96 Zuschauern in der Arena am Bystedtredder mit 1:2 (0:1) gegen den Tabellennachbarn SpVg Eidertal Molfsee.

Nach dem Gegentreffer in der Schlussminute von Molfsees Finn Matthes, der den Ball aus 18 Metern in den Winkel zirkelte, bezeichnete ESV-Coach Stefan Mackeprang den Erfolg der Gäste als „dreckigen Sieg“. Seine Begründung: „Zum einen wurde Ken-Marvin Smit zuvor klar gefoult und andererseits lag mit Jaron Ewert ein Spieler von uns verletzt am Boden. Außerdem war die Leistung des Schiedsrichters indiskutabel.“ Die Krönung des gestörten Verhältnisses der Gastgeber zu den Unparteiischen war eine Aktion kurz nach dem Eidertaler Siegtreffer. Der Assistent winkte Schiedsrichter Yannik Gries herbei, der daraufhin Chris Heimlich auf der Eckernförder Bank wegen Beleidigung die Rote Karte zeigte. Obwohl die Äußerung nach vielfacher Bekundung aus dem Zuschauerraum gekommen war, nahm Gries seine Entscheidung nicht zurück.

Die Eckernförder zeigten in der ersten Hälfte eine indiskutable Leistung ohne jegliche Aggressivität. Die Gastgeber standen dabei viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. „Das ist mir wirklich auch ein Rätsel, denn es ist uns ja nicht das erste Mal so passiert. Dass die Jungs es besser können, haben sie ja nach der Pause gezeigt“, wundert sich Mackeprang. Bezeichnende Szene im ersten Spielabschnitt: Malte Eggers stolperte völlig unbedrängt an der Außenlinie fast über den Ball, was von den Zuschauern mit einem fassungslosen Raunen quittiert wurde. Nach dem Seitenwechsel wirkte er dann deutlich konzentrierter und selbstbewusster.

Nach der hoch verdienten Gästeführung durch einen Kopfball von Michael Schmitt (6.) hatte der ESV Glück, nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause zu gehen. Im zweiten Abschnitt brachten Sönke Matthiesen und Nicolas Lietz frischen Schwung ins ESV-Spiel. So fiel der Ausgleich von Kapitän Henning Ströh nicht unverdient. Zu mehr langte es nicht mehr – im Gegenteil.

Mackeprang: „Den Befreiungsschlag haben wir verpasst. Jetzt stehen wir erst einmal im Niemandsland der Tabelle. Da müssen wir uns selbst rausziehen, was nicht leicht werden wird.“ SpVg-Coach Maik Gabriel: „In der ersten Hälfte sind wir fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Nach der Pause war der ESV deutlich stärker und ist verdient zum Ausgleich gekommen. Als schmutzigen Sieg würde ich unser 2:1 nicht bezeichnen, schließlich ist es Aufgabe des Schiedsrichters, in Situationen, wo ein Spieler liegen bleibt, das Spiel zu unterbrechen. Meiner Meinung nach werden generell zu viele Bälle ins Aus gespielt.“


ESV: T. Steingräber – Medler, Zimmer, Ströh, Smit – Hagelstein (46. Lietz), Jannik. Ewert, Jaron Ewert, Eggers – Carstensen, Kaak (46. Matthiesen).

Eidertal: Dittmann – Baatz, Hökendorf, Schmitt, Viertel – Bandemer, Quoos, Groß, Matthes, Busse – Blümke.

SR: Gries (TSV Aukrug). – Z.: 96.

Tore: 0:1 Schmitt (6.), 1:1 Ströh (59.), 1:2 Matthes (90.).

Rote Karte: Heimlich (90., Schiedsrichter-Beleidigung, ESV).

 

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