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24. September 2017 | 01:49 Uhr

ESV verdaddelt es gegen Löwenstedt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Aufstiegsrunde zur SH-Liga: Eckernförder

von
erstellt am 15.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Nun ist es also doch genauso gekommen, wie es sich Stefan Mackeprang, Trainer der Eckernförder Verbandsliga-Fußballer, nicht gewünscht hatte. Der Saisonabschluss in der Aufstiesgrunde zur Schleswig-Holstein-Liga ging daneben. Nach dem 1:4 beim VfB Lübeck unter der Woche gab es nun im Heimspiel gegen Blau-Weiß Löwenstedt mit 0:4 (0:0) die nächste deutliche Niederlage. Der ESV ist damit Letzter der Aufstiegsrunde. „Wir sind weit unter Wert geschlagen worden“, nimmt Mackeprang seine Mannschaft in Schutz. Er gibt aber auch zu: „Wir haben leider wieder viele alte Defizite an den Tag gelegt.“

Der Jubel auf Löwenstedter Seite hielt sich nach den 90 Minuten am Eckernförder Bystedtredder sehr in Grenzen. Zwar hatte die Elf von Trainer Bernd Hansen einen sehr souveränen Auftritt hingelegt und nach dem 7:2 gegen den VfB Lübeck II auch das zweite Spiel der Aufstiegsrunde deutlich für sich entschieden – nur bringt dieser Erfolg keine Wirkung mit sich. Die Löwenstedter werden, stand heute, nicht in die SH-Liga aufsteigen. Dafür müsste sehr überraschend noch ein Team seine Mannschaft zurückziehen, und dafür gibt es – bisher – keine Anzeichen.

„Die Löwenstedter wollten diese Aufstiegsrunde gewinnen und wir zumindest unser letztes Saisonspiel vor heimischer Kulisse – das hat man auf dem Platz auch gesehen“, spricht Mackeprang keineswegs von Sommerfußball. Beide Teams zeigten sich bemüht und engagiert. Beim ESV war jedoch schnell zu erkennen, dass es in der Offensive hakt. So, wie es Mackeprang eigentlich schon vor längerer Zeit abgestellt haben wollte. Ganz vorne bemühte sich Victor Buchholz zwar und scheute auch keinen Sprint, doch viel kam dabei nicht herum. Zumindest das Eckernförder Prunkstück – die Defensive – war auf dem Posten. Chancen ergaben sich erst kurz vor der Pause. Nach einem Fehler von Franz-Philip Tuchen war Finn Christiansen frei durch, wurde aber vom heraus stürmenden ESV-Keeper Tim Steingräber vom Ball getrennt (33.). Auf der anderen Seite gab Buchholz aus 18 Metern einen Schuss ab – fünf Meter drüber. Einmal wurde es dann noch richtig gefährlich, als eine Freistoßhereingabe durch den ESV-Strafraum segelte und sich scheinbar niemand für Jannik Oliver Fürst interessierte, der aus sechs Metern komplett frei aber überrascht über das Tor zielte.

Die zweite Hälfte bildete dann tatsächlich einen etwas unrühmlichen Abschluss einer guten Saison. Zwar hatte der Vizemeister der Verbandsliga Nord-Ost nach einer guten Aktion von Ken-Marvin Smit den ersten Abschluss, der erneut über das BW-Tor ging, aber dann schlug Löwenstedt zu: Ein Freistoß des Tabellendritten der abgelaufenen Verbandsliga Nord-West-Saison segelte wie schon zum Ende der ersten Halbzeit an vielen Spielern vorbei, doch diesmal passte Löwenstedts Goalgetter Sven Nielsen auf und nickte zum 1:0 für die Gäste ein (55.). Dass Nielsen weiß, wie Tore gemacht werden, hatte er als Torschützenkönig mit 33 Treffern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Rückstand ließ beim ESV jede Ordnung weichen, sodass Christian Peters nach einem einfachen Pass in die Schnittstelle frei vorm ESV-Tor aufkreuzte und das 2:0 nachlegte (58.). „Danach sind bei uns die Klappen runtergefallen“, beschreibt Mackeprang den Zustand seiner nun geschockten Elf. Löwenstedt spielte nun Katz und Maus mit dem ESV, und nahezu jeder abgefangene Ball brachte Gefahr für das ESV-Tor. Neben dem 0:3 (67.) und 0:4 (71.) hätten die Gäste noch zwei bis drei weitere Tore erzielen können, sodass dem ESV sogar eine Blamage drohte. Zumindest die Motivation auf den Ehrentreffer konnte man der Heimelf nie absprechen, aber es kam zu keiner wirklich gefährlichen Torchance mehr für den ESV.

ESV-Coach Stefan Mackeprang fühlte sich an die Partie beim VfB Lübeck II erinnert, wo die Eckernförder im ersten Durchgang auch ebenbürtig waren, nach dem ersten Gegentor jedoch einbrachen. „Das tut mir echt leid für meine Mannschaft. Ich fand uns nicht so schlecht, wie es jetzt aussieht und bin sicher, dass es genau anders herum läuft, wenn wir das erste Tor machen“, sagt Mackeprang, wobei er eingestehen musste, dass richtige Tormöglichkeiten für seine Schützlinge nicht da waren. „Es stellt sich jetzt schon wieder die Frage, wie wir unser Offensivspiel verbessern können. Zuletzt passte da nicht viel zusammen“, so der Coach, der die Aufstiegsrunde trotz der negativen Erlebnisse immer wieder annehmen würde. „Hier mitzumachen war der richtige sportliche Gedanke“, so Mackeprang.


Eckernförder SV: T. Steingräber – Ajdarpasic, Ströh, Tuchen, Lietz (76. Zimmer) – Daniel Gerlach (58. Jaron Ewert), Fynn Gerlach – Medler, Matthiesen (65. Temirgan), Smit – Buchholz.

BW Löwenstedt: Lorenzen – Carstensen, Dohle, Fürst, Manske (46. Bluhme) – Nielsen, Christiansen, Schilling, Peters (71. Tüchsen) – Prang (46. Hansen), Fust.

SR: Winkel (TSV Flintbek). – Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Nielsen (56.), 0:2 Peters (58.), 0:3 Bluhme (67.), 0:4 Hansen (71.).


 

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