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„Es wird mit mir keinen anderen Trainer geben“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisliga: Liga-Obmann Kai Nacken-Hoffmann bezieht Stellung zur Lage bei Borussia 93 Rendsburg

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 15:37 Uhr

Bei Borussia 93 Rendsburg läuten die Alarmglocken. Nach nur einem Sieg aus den ersten drei Spielen des Jahres steht den Kreisliga-Club auf einem Abstiegsrang. LZ-Sportredakteur Tobias Stegemann sprach mit Liga-Obmann Kai Nacken-Hoffmann über die aktuelle Situation und die möglichen Folgen eines neuerlichen Abstiegs.

Herr Nacken-Hoffmann, nach der Niederlage gegen den VfR Eckernförde zuletzt haben Sie deutlich Worte der Kritik geübt. Ist Ihr Ärger inzwischen verflogen?

Also meine Verärgerung über die Leistung der Mannschaft ist noch nicht völlig verflogen. Aber ich haue jetzt auch nicht mit dem Hammer drauf. Ich war in dieser Woche beim Training, um das Trainerteam zu unterstützen.

Sie haben den Kader im Winter personell verstärkt. Woran liegt es, dass es nicht läuft?

Das ist auch für uns schwer zu verstehen. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung hervorragend gearbeitet. Die Trainingsbeteiligung war so gut, wie ich es in meiner Zeit bei Borussia noch nicht erlebt habe. Der Auftakt gegen Fleckeby (3:2, d. Red.) war ja auch gut. Wenn man so ein Spiel dann in den letzten zwölf Minuten noch dreht, dachte ich, dass es den Umschwung bringt.

Warum hat die Mannschaft das nicht in die nächsten Spiele mitnehmen können?

Ich denke, dass wir Felde (0:1, d. Red.) unterschätzt haben, und wir im Zuge der Eindrücke aus dem Spiel gegen Fleckeby
zu überheblich an die Sache gegangen sind.

Neigt die Mannschaft denn grundsätzlich dazu, nach einem guten Spiel einen Gang zurückzuschalten?

Das würde ich nicht unbedingt sagen. Die größte Schwierigkeit ist, dass die Mannschaft einfach nicht in der Lage ist, die gute Trainingsarbeit am Sonntag auf dem Platz umzusetzen. Gegen den VfR Eckernförde, hatte das in der ersten Halbzeit mit Fußball überhaupt nichts zu tun, allerdings von beiden Seiten. Nach der Pause wurde es besser, aber man wenn man dann aus neun hundertprozentigen Chancen kein Tor erzielt, verliert man so ein Spiel dann eben mit 0:3. So klar war es nicht.

Es ist also ein Problem des Kopfes?





Ja, definitiv. Ich hatte bis zur achtzigsten Minute das Gefühl, wir holen auf jeden Fall noch einen Punkt, aber dazu muss man natürlich auch mal das Tor treffen.

Wie groß ist denn bei Ihnen und im Umfeld des Vereins die Befürchtung, dass es wieder in die Kreisklasse geht?

Wir wollen den Abstieg natürlich vermeiden, weil es unser langfristiges Ziel ist, ein etablierter Kreisligist zu sein und keine Fahrstuhl-Mannschaft zu werden. Sollten wir es nicht schaffen, müssten wir in weiten Teilen wieder von vorne anfangen, weil dann einige Spieler wohl nicht bleiben würden.

Gibt es bei Ihnen Gedankenspiele, im Falle des anhaltenden Misserfolgs die Notbremse zu ziehen und den Trainer auszuwechseln?

Erstens haben wir den Vertrag in der Winterpause mit unserem Trainer Dirk Fischoeder verlängert. Und zweitens sind Dirk und ich eins. Sollte er freigestellt werden, müsste sich der Verein auch einen neuen Liga-Obmann suchen. Ich habe diese Amt damals aus Freundschaft zu Dirk Fischoeder übernommen. Ich kenne ihn seit er zwölf Jahre als ist. Es wird mit mir keinen anderen Trainer geben. Dann müssten schon andere Leute die Reißleine ziehen, also der Vereinsvorsitzende.

Welche Bedeutung hat das Heimspiel am Sonntag gegen Karby?

Wir denken überhaupt nicht darüber nach, nicht zu gewinnen. Wir müssen 90 Minuten lang Vollgas geben und diese drei Punkte holen. Wir haben jetzt zwei Chancen vertan und sollten wir am Sonntag nicht gewinnen, würde der Druck danach gegen Audorf und Schinkel nicht kleiner. Allerdings haben wir auch noch genug Gegner, die mit uns auf Augenhöhe sind. Zuversichtlich stimmt mich, dass ich sehe, wie die Mannschaft arbeitet und dass der Wille auf jeden Fall da ist.

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