Es soll Spaß machen

tobi

von
04. Januar 2015, 19:56 Uhr

Sätze wie: „Der Spaß steht im Vordergrund“ oder „Wir wollen in erster Linie Spaß haben“, sind es, die im Vorfeld der Kreishallenmeisterschaften reflexartig von Trainern und Aktiven vorgetragen werden. Sobald der erste Anpfiff dann ertönt, werden diese guten Vorsätze auch schnell über Bord geworfen, weil nicht wenigen Spielern bewusst wird: „Spaß haben wir nur, wenn wir gewinnen.“ Und Schwuppdiwupp verfallen sie in alte Verhaltensmuster. Nun war das Turnier alles andere als unfair oder machte durch grobe Unsportlichkeiten Schlagzeilen. Dennoch täten einige Spieler gut daran, ihr Verhalten auf dem Feld zu überdenken. Wie wäre es damit, nicht jede zweite Schiedsrichterentscheidung pöbelnderweise zu kommentieren oder den Unparteiischen gar zu beleidigen? Wie wäre es damit, im Zweikampf an der Bande seinen Gegenspieler nicht den Extra-Stoß mitzugeben? Wie wäre es damit, sich nicht vor den Ersatzbank des Gegners provokativ abfeiern zu lassen? Und wie wäre es damit, nach dem Spiel nicht den obligatorischen Handschlag zu verweigern? Vielleicht hätten dann alle – auf dem Feld und der Tribüne – noch mehr Spaß.

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