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Fragen und Antworten : Emojis oder neue Funktionen – So klappt es mit Whatsapp

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SMS sind out, Messenger sind in – und der wohl bekannteste von ihnen ist Whatsapp. Mehr als eine Milliarde Nutzer verzeichnet der Kurzmitteilungsdienst. Doch wie genau gelingt eigentlich die mobile Kommunikation?

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erstellt am 22.Jun.2016 | 19:35 Uhr

Wie wird Whatsapp installiert?

Der „Whatsapp Messenger“  lässt sich über den jeweiligen App-Store herunterladen. Auf Smartphones mit Googles Android-System ist der „Play Store“, auf Apples iPhones der „App Store“ vorinstalliert. Beim Windows Phone nennt sich die Anwendung kurz „Store“. Für die Installation folgen Nutzer den Anweisungen Schritt für Schritt. Hierfür muss auch die Mobilnummer angegeben werden, der der Whatsapp-Account zugeordnet wird. Um die Telefonnummer zu bestätigen, bekommt der Whatsapp-Neuling eine SMS mit einem Sicherheitscode auf sein Telefon, der an entsprechender Stelle im Anmeldeprozess einzutragen ist. 

Während des gesamten Prozesses und auch für eine spätere Nutzung ist es erforderlich, dass das Smartphone mit dem Internet (WLAN oder mobil) verbunden ist.

 

Auf welchen Geräten läuft Whatsapp?

Whatsapp steht für mobile Kommunikation. Dennoch ist nicht auf allen Mobilgeräten eine Nutzung möglich. Unterstützt werden Apples iPhone (iOS 7 oder neuer) und Geräte mit Googles Betriebssystem Android (ab Version 2.1). Ende 2016 stellt Whatsapp allerdings den Support für Android 2.1 und 2.2 ein.

Auch für Windows Phones wird es eng: Noch bis zum 1. Juli lässt sich zwar ein Whatsapp-Account auf einem Windows Phone 7 erstellen oder auf ein solches übertragen, nach diesem Datum ist dafür mindestens OS 8 erforderlich. Doch für noch rechtzeitig auf Geräten mit OS 7 erstellte Accounts währt der Spaß nicht lange: Ab Ende 2016 stellt Whatsapp den Support für Windows Phone 7 ein. Auch Nutzer von Nokia S40 und Nokia S60 sowie Blackberry können nur noch bis Ende 2016 per Whatsapp kommunizieren. Auf www.whatsapp.com/faq ist eine Liste geführt, welche anderen Nokia-Geräte weiter unterstützt werden.

Um den Kurzmitteilungsdienst weiter nutzen zu können, empfiehlt Whatsapp ein Upgrade auf eine neuere Android-, iOS- oder OS-Version noch vor dem Jahresende.

iPods und iPads werden zurzeit nicht unterstützt, ein Umdenken in der Hinsicht sei nicht in Planung, heißt es bei Whatsapp. Nach Angaben auf der offiziellen Webseite unterstütze man außerdem „zur Zeit offiziell keine Tablet-PCs oder reine WLAN-Geräte“. In der Praxis sieht das – zumindest für einige Android-Geräte – anders aus.

Inzwischen lässt sich Whatsapp auch auf dem PC im Webbrowser sowie neuerdings als App auf Windows-Computern und auf Macs verwenden.

Künftig stellt Facebook Whatsapp-Apps für die beiden Betriebssysteme zur Verfügung, die Chats und Nachrichten vom Smartphone spiegeln. Bisher gab es nur eine Web-Version (web.whatsapp.com), jetzt läuft das Programm direkt auf den Geräten.

Nach der Installation des Programms für Mac OS X ab Version 10.9 und Windows 8 und höher wird zum Koppeln von Smartphone und App ein QR-Code vom Computerbildschirm gescannt. Die Option dafür findet sich in den Einstellungen der App im Unterpunkt „Whatsapp Web“. Nutzer von Windows 7 und älteren Versionen von Mac OS X können weiterhin über die Browserversion mit dem Computer Nachrichten verschicken.

Die Desktop-App greift allerdings nicht selber auf das Whatsapp-Konto zu, sondern spiegelt lediglich den Chatverlauf des Smartphones. Deswegen muss auch das Smartphone mit dem Internet verbunden bleiben. Wer nur geringes Datenvolumen im Monat hat, sollte deswegen besser in ein WLAN-Netz eingewählt sein. Durch die Nutzung von Whatsapp-Desktop kann der Datenverbrauch nämlich ansteigen.

Lässt sich Whatsapp auf mehreren Geräten nutzen?

Whatsapp ist grundsätzlich an die Telefonnummer gekoppelt. Sind die Zweitgeräte mit dem Messenger kompatibel (s.o.), lässt sich durch eine zweite Sim-Karte oder ein Einsetzen der Karte in ein anderes Gerät der Messenger auch dort nutzen. Dafür muss die App allerdings auch auf dem neuen Gerät installiert werden, obwohl der Account bereits besteht.

Wie sicher ist Whatsapp?

Text-, Bild-, Sprach- und Videonachrichten sowie Anrufe mit dem Messenger werden inzwischen Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Die Verschlüsselung mit dem Signal-Protokoll von Open Whisper Systems, dem Entwickler des Kryptomessengers Signal, gilt als zuverlässig. Damit können weder Facebook noch Geheimdienste oder sonstige Neugierige die Gespräche der Nutzer verfolgen. Nach wie vor aber kennt Whatsapp die Telefonnummern seiner Nutzer, durchsucht deren Adressbücher und weiß, wer wann wen wie lange kontaktiert hat. Daraus kann das Unternehmen Bewegungsprofile über seine Nutzer erstellen. Außerdem können diese Metadaten auch für Behörden interessant sein und unter Umständen eingefordert werden.

Auch Cyberkriminelle versuchen immer wieder ihr Glück über Whatsapp-Nachrichten mit gefälschten Inhalten oder Links zu manipulierten Internetseiten. Hier müssen Nutzer wachsam sein, keine unbekannten Dateien oder Links öffnen und solche Nachrichten am besten sofort löschen. Außerdem lassen sich Nummern blockieren, wenn man von ihnen keine weiteren Nachrichten mehr erhalten möchte: Hinter den rechts oben im Chatfenster angezeigten drei Punkten verbirgt sich der Menüpunkt „Mehr“. Ein Klick öffnet die Option „Blockieren“. Zumindest via Whatsapp können blockierte Kontakte nun nicht mehr nerven.

Mit der Verschlüsselung wurde auch die Möglichkeit eingeführt, Gesprächspartner zu verifizieren. Im Profil des Freundes findet sich der Punkt „Verschlüsselung“. Ein Klick darauf öffnet einen QR-Code, den der Kontakt mit seinem Telefon scannen kann. Alternativ klicke man auf „Code scannen“. Das eigene Telefon kann dann den vorgehaltenen QR-Code auf dem Gerät des Freundes auslesen. Auch eine 60-stellige Zahlenfolge ist in der Rubrik angegeben, die verglichen werden kann. So kann man sicher sein, dass Nachrichten nur an das verifizierte Telefon gesendet werden.

Bleibt Whatsapp kostenlos?

Whatsapp kostet kein Geld und das soll auch weiterhin so bleiben. Bis Januar 2016 mussten Nutzer jährlich 89 Cent zahlen, dann wurde der Dienst flächendeckend gratis. Möglich gemacht habe dies die milliardenschwere Übernahme durch Facebook, sagte Mitgründer Jan Koum damals.

Wie bekommen Nutzer mehr Privatsphäre?

Die Grundeinstellungen sehen vor, dass gegenüber den Kontakten angezeigt wird, ob man gerade online ist, wann man zuletzt online war und auch, wann die gesendete Nachricht gelesen wurde. Wem das zuviel preisgegebene Information ist, der kann unter Einstellungen – Account – Datenschutz den Haken bei „Lesebestätigungen“ entfernen. Im Gegenzug sehen Nutzer, die diese Funktionen ausgeschaltet haben, auch nicht mehr, ob ihre eigenen Nachrichten gelesen wurden, oder wann andere zuletzt online waren. Bei der Kommunikation in Gruppen lassen sich die Lesebestätigungen nicht abstellen.

Wie erscheinen neue Kontakte?

Neue Telefonbucheinträge erscheinen nicht automatisch auch in den Whatsapp-Kontakten. Hierzu muss die Liste in der App aktualisiert werden: Das geht über den Reiter Kontakte – Menü – aktualisieren. Voraussetzung ist, dass auch der andere Whatsapp nutzt.

Wie erscheinen die neuesten Funktionen oder Emojis?

Auch diese erscheinen nicht automatisch. Hierzu muss das neueste Whatsapp-Update im jeweiligen App-Store heruntergeladen werden. In der Regel bietet Whatsapp Updates automatisch an. Wer darauf nicht warten möchte, kann sich direkt auf der Hersteller-Seite das neue Update herunterladen. Dafür muss im Vorfeld unter den Sicherheits-Einstellungen die Installation aus fremden Quellen zugelassen werden. Diese Option sollte danach aber wieder rückgängig gemacht werden.

 
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