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16. Dezember 2017 | 02:34 Uhr

Elfmeterpfiff bringt ESV in Rage

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Eckernförder verlieren das Topspiel bei Inter Türkspor mit 0:1 – ESV in 90 Minuten mit nur einer Torchance

von
erstellt am 16.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Die Aufholjagd des Eckernförder SV im Meisterschaftsrennen der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost ist beendet, bevor sie überhaupt so richtig starten konnte. Nach dem 6:1-Auftaktsieg in der Vorwoche gegen den Preetzer TSV II gab es jetzt im Topspiel bei Inter Türkspor Kiel eine unglückliche 0:1-Niederlage. Unglücklich deshalb, da das entscheidende Tor in der 84. Minute durch einen fragwürdigen Elfmeter fiel. ESV-Trainer Stefan Mackeprang musste kurz danach auch noch hinter die Bande, nachdem er dem Linienrichter seine Meinung über den Strafstoß mitgeteilt hatte.

Wie schon gegen Preetz ließ Mackeprang auch in Kiel mit einer Dreierkette in der Abwehr spielen. Bei gegnerischen Ballbesitz rückten Nicolas Lietz und Marc Medler hinten mit ein, sodass der ESV dann mit fünf Spielern auf einer Linie verteidigte. Und auch gegen das Topteam Intertürk klappte diese Variante im Defensivbereich sehr gut. Jedoch schaffte es der Gast aus Eckernförde nicht, die etwas überraschend ebenfalls eher defensiv ausgerichteten Kieler in gefährliche Situationen zu bringen. So entwickelte sich früh ein taktisch geprägtes Spiel, welches sich zum Großteil zwischen den beiden Strafräumen abspielte, und daher für die 120 Zuschauer kaum Spannung bot. Erst kurz vor der Pause wurde es einmal richtig gefährlich, als der aufgerückte Inter-Innenverteidiger Marques Rodrigues nach einer Freistoßflanke per Flugkopfball an den Ball kam. Das Leder verfehlte das ESV-Tor jedoch knapp. „Defensiv haben wir sehr gut gearbeitet und verschoben, nur waren wir im Spiel nach vorne nicht mutig genug“, analysiert Mackeprang. Das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Die einzige echte Torchance für die Eckernförder vergab Marius Kaak nach gut 80 Minuten, als er aus zentraler Position abzog, dabei aber zwei besser postierte Mitspieler übersah. Ein Abspiel hätte vielleicht das 1:0 für den Gast bedeutet, doch das Tor fiel dann fast im Gegenzug auf der anderen Seite für die Hausherren. Rino-Antonio Santos ging nach einem Zweikampf mit Alen Ajdarpasic im ESV-Strafraum zu Boden und Schiedsrichter Reck entschied auf Strafstoß. Sein Linienrichter, der einen guten Blick auf die Szene hatte, hatte nichts angezeigt. Wütende Proteste der Eckernförder und fröhliche Glückwünsche an den „Gefoulten“ auf Seiten der Kieler spielten sich nun im Strafraum ab. „Diese Szene hat der Schiedsrichter wohl als einziger so gesehen, das ist schon böse. Ich finde diese Entscheidung erschreckend“, sagt Mackeprang wütend. Doch Reck nahm seinen Pfiff natürlich nicht zurück und Coskun Yamak verwandelte sicher vom Punkt zum 1:0-Sieg.

Für die Eckernförder bleibt die Erkenntnis, dass sie gegen Türkspor defensiv sicher standen, aber für einen richtigen Angriff im Titelkampf fehlte es einfach an der Durchschlagskraft in der Offensive. Mackeprang: „Auch wenn wir ganz oben durch diese Niederlage erst einmal raus sind, müssen wir in Lauerstellung bleiben. Die Saison ist noch nicht vorbei.“

Inter Türkspor Kiel: Aytekin – Yarisli, Rodrigues, Ergen, Akbaba – Léger, Yamak, Karaoglan, Kern – Santos, Gashi.

Eckernförder SV: T. Steingräber – Ajdarpasic, Ströh, Zimmer (46. Gerlach) – Medler, Jaron Ewert, Kranz (60. Moor), Lietz – Jannik Ewert (73. Schikorr), Kaak – Tuchen.

SR: Reck (Eutin 08).

Zuschauer: 120.

Tor: 1:0 Yamak (84., FE).

Bes. Vork.: Stefan Mackeprang hinter die Bande verwiesen (85.).

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