Altenbrucher Bogen : Elbufer mit Millioneninvestition gesichert

Das Elbufer war eine der größten Wasserbaustellen Europas - jetzt ist alles gesichert. Foto: dpa
Das Elbufer war eine der größten Wasserbaustellen Europas - jetzt ist alles gesichert. Foto: dpa

1,4 Millionen Kubikmeter Sand und 960.000 Tonnen Steine schützen jetzt das Elbufer zwischen Cuxhaven und Otterndorf - eine der größten Wasserbaustellen Europas ausgegeben.

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04. Dezember 2012, 09:55 Uhr

Cuxhaven/Hamburg | Eines der größten Wasserbauprojekte Europas ist nach 20 Monaten Bauzeit an der Unterelbe zwischen Cuxhaven und Otterndorf fertiggestellt worden. Für 64 Millionen Euro aus Bundesmitteln wurde der 7,5 Kilometer lange Altenbrucher Bogen, ein durch Strömungen der Elbe besonders gefährdeter Uferabschnitt, durch 24 Buhnen und einen Unterwasserdamm gesichert. "Egal ob eine neue Fahrrinnenanpassung kommt oder nicht - die Sicherheit der Menschen und Werte ist jetzt gewährleistet", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), am Montag in Altenbruch. Die Ufersicherung ist Teil der Pläne zur Elbvertiefung.
Die Ufersicherung am Altenbrucher Bogen war erst auf Drängen Niedersachsens in das Planfeststellungsverfahren einbezogen worden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Ausbaggerung der Elbe im Oktober zwar einstweilig verboten, die Ufersicherung des Altenbrucher Bogens jedoch vom Baustopp zur Fahrrinnenanpassung ausgenommen. 24 Buhnen, die vom Ufer in Richtung Fahrrinne verlaufen, sollen dafür sorgen, dass sich die Strömung verringert und sich wieder mehr Deichvorland bildet. Unter Wasser entstand außerdem eine 2,4 Kilometer lange Sandablagerungsfläche, die durch einen Steindamm geschützt ist.

Schutz des Vorstrandes

"Mit der effektiven Kombination aus Buhnen und vorgelagerter Ablagerungsfläche unter Wasser kommen wir den in der Region vorgetragenen Interessen nach optimalem Küstenschutz nach", sagte der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel, Hans-Heinrich Witte. Die neue Ufersicherung wirke der seit Jahrzehnten bestehenden strömungsbedingten Erosion des Vorstrandes entgegen. Außerdem werde damit der möglichen zusätzlichen schiffsbedingten Belastung der Ufer vorgebeugt, wenn die geplante Fahrrinnenanpassung kommt, sagte der Behördenchef.
Nur 300 Meter vom Ufer entfernt ist die Fahrrinne der Elbe so tief, dass sie von den größten Containerschiffen der Welt auf dem Weg nach Hamburg passiert werden kann. Diese verursachen zusätzlichen Wellenschlag.

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