Einsätze auf Hindenburgdamm neu geregelt

 Hindenburgdamm - eine Herausforderung für Rettungskräfte. Foto: vb
Hindenburgdamm - eine Herausforderung für Rettungskräfte. Foto: vb

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14. Dezember 2011, 03:59 Uhr

Husum/Sylt | Für Rettungseinsätze auf dem Hindenburgdamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet, gibt es ein neues Konzept. Das 54-Seiten starke Werk präsentierte gestern Christian Wehr, Leiter des Fachbereichs Rettungswesen im Kreis Nordfriesland, im Beisein von Vertretern des Innenministeriums, der Deutschen Bahn AG und der Gemeinde Sylt. Sie alle hatten sich an der Erarbeitung des Einsatzplans beteiligt und die Angleichung der einzelnen Notfallpläne ermöglicht.

Im Konzept ist unter anderem festgelegt, dass die Sylter Rettungskräfte die erste Zuständigkeit haben, ein Personenzug in einen Rettungszug umfunktioniert werden kann und bei einem Großeinsatz das Gelände für den DB-Autozug zum Behandlungs- und Verladeplatz wird. Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn, ist überzeugt: "Die Beteiligten sind gut gerüstet." Hans-Christian Willert, Innenministerium, lobte den Kreis, der jetzt seine Hausaufgaben gemacht habe und nun besser dastehe, als die Vorgaben es verlangten. Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber erinnerte, dass die Defizite bereits Jahre zuvor festgestellt worden seien und erkannte an: "Die Bahn ist heute wesentlich flexibler als damals." Sind alle 800 Einsatzkräfte geschult, wird es im Frühjahr 2013 mit 300 von ihnen eine Großübung geben.

Rettungsdienst und Feuerwehr hatten im Sommer 2009 begonnen, sich mit Lücken im Notfallplan zu beschäftigen. Ein Lkw-Unfall im September 2009, in dessen zeitlichem Rahmen der Fahrer gestorben war, verdeutlichte die Dringlichkeit des Vorhabens.

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