Einsätze auf Hindenburgdamm neu geregelt

 Hindenburgdamm - eine Herausforderung für Retter. Foto: syltpicture
Hindenburgdamm - eine Herausforderung für Retter. Foto: syltpicture

shz.de von
14. Dezember 2011, 03:59 Uhr

Husum/Sylt | Eine bessere Regelung von Notfalleinsätzen auf dem Hindenburgdamm nach Sylt ist das Ziel eines neuen Konzeptes, das der Kreis Nordfriesland gestern in Husum vorgestellt hat. Unter anderem wurde die Unklarheit beseitigt, ob bei Notfällen zuerst die Sylter Feuerwehr oder deren Kollegen vom Festland benachrichtigt werden. Nun steht fest: Die Sylter fahren zuerst mit ihren besser dafür ausgestatteten Fahrzeugen hinaus auf den Damm. Sollte dieser aufgrund einer Sturmflut nicht befahrbar sein, weichen die Rettungskräfte vom Festland auf einen Autozug aus und bringen die notwendigen Rettungsfahrzeuge mit. Gibt es Schwerverletzte, kommt auch der in Niebüll stationierte Rettungshubschrauber zum Einsatz. Da dieser nicht auf dem Damm landen könne, würden in Niebüll Hilfszüge aus normalen Zügen gebildet, teilte der Kreis Nordfriesland mit. Bei Bränden setzt der Kreis auf die Zusammenarbeit mit Dänemark: Reichen die Tanklöschfahrzeuge der örtlichen Feuerwehren nicht aus, wird ein Großtank-Löschfahrzeug aus Tondern eingesetzt. An dem neuen Konzept waren unter anderem die Deutsche Bahn und die Nord-Ostsee-Bahn, das Kieler Innenministerium sowie die Leitstelle Nord beteiligt.

Am Gesamtkonzept wird aber noch weiter gearbeitet. Die Bahn wolle eine Testwendestelle für Einsatzfahrzeuge auf dem Damm bauen. Auch eine Rettungsdienst- und Katastrophenschutz-Übung vor Ort steht noch aus.

Auf dem Hindenburgdamm hatte es im September 2009 einen tödlichen Unfall gegeben. Damals war ein Laster durch einen Sturm vom Zug gestürzt. Der Fahrer starb an seinen Verletzungen.

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