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20. Oktober 2017 | 16:41 Uhr

Ein Trainer will nach oben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisliga: Norman Bock liebäugelt für die Saison 2016/17 mit einem Wechsel zum Nachwuchs von Holstein Kiel

von
erstellt am 22.Aug.2015 | 05:28 Uhr

Die Saison in der Fußball Kreisliga hat gerade erst begonnen, da macht sich ein Trainer bereits Gedanken um seine Arbeit in der Spielzeit 2016/17. Norman Bock, derzeit noch Coach des TSV Vineta Audorf liebäugelt mit einem Engagement in der Nachwuchsabteilung von Holstein Kiel.

Genau handelt es sich um einen Posten bei den B-Junioren der Störche – immerhin würde Bock dann zu einem Regionalliga-Trainer aufsteigen. „Man muss da nochmal etwas abwarten. Ich habe Vineta Audorf einiges zu verdanken und stehe in der Verpflichtung das in mich gesetzte Vertrauen zurückzuzahlen“, sagt er. Dennoch scheint der Gang an die Kieler Förde wahrscheinlich. Allein der Zeitpunkt ist offen. „Für mich stellt sich nicht die Frage ob, sondern wann ich diesen Schritt gehe“, sagt Bock. Zuletzt haderte er immer wieder mit den begrenzten Möglichkeiten im Amateurfußball und kritisierte die grundsätzliche Einstellung einiger seiner Spieler. „Es fehlen einfach ein paar Prozent, um ganz nach oben zu kommen.“ In erster Linie sei das in den Top-Spielen zu erkennen. So zuletzt im Kreispokal-Viertelfinale gegen Jevenstedt (1:5 i.V.) oder vor wenigen Tagen im Liga-Spiel in Bargstedt (1:4). Anschließend sprach er seinem Team sogar die Meisterschaftstauglichkeit ab, obgleich fast alle seine Trainerkollegen die Vineta zum engeren Favoritenkreis zählen. „Viele von denen haben uns offensichtlich noch nicht in einem Spitzenspiel gesehen“, bemerkte er süffisant. In der letzten Saison gelang gerade einmal ein Sieg in einem Duell mit den so genannten Großen. Für Bock hat das einen eindeutigen Grund: „Es fehlt einfach die nötige Konsequenz. Ich habe einige Spieler, die aus verschiedenen Gründen nur einmal in der Woche trainieren und in der Vorbereitung nicht dabei waren. Diese Probleme haben andere Mannschaften nicht.“ Die Auswirkungen seien nicht in den Partien gegen die vermeintlich schwächeren Teams zu erkennen, sondern eben in Spielen wie zuletzt in Bargstedt.

Als großen Rundumschlag möchte Bock seine Aussagen allerdings nicht verstanden wissen. „Es ist ja nicht schlecht, wie wir spielen. Ich bin eben ein Trainer, der immer das Limit abfordert und selten vollkommen zufrieden ist“, gesteht er ein. Eine Eigenschaft, die bisweilen hilft, aber auch mal nach hinten losgehen kann. „Auf jeden Fall ist sie authentisch. Wenn ich mich ärgere oder mich freue, ist es immer ehrlich.“ Weil aber bei Vineta diesem Ehrgeiz Grenzen gesetzt sind, möchte er möglicherweise schon im kommenden Sommer eine neue Herausforderung annehmen. Nun könnte man meinen, es sei für einen Trainer schwierig sich zu motivieren, wenn am man ein attraktives Angebot auf dem Tisch hat, aber derzeit noch ein Team betreut, dem offenbar die letzte Bereitschaft fehlt. Bock erkennt darin keine Probleme. „Ich bin immer zu einhundert Prozent motiviert, und ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Vielleicht straft mich die Mannschaft ja auch Lügen und gewinnt doch mal ein Spitzenspiel.“ Zudem gebe es auch einige positive Beispiele in seinem Kader. „Wenn ich sehe, wie Ayendi Perez an diese Sache herangeht, ist das vorbildlich. Der Junge hat noch keine Trainingseinheit verpasst.“

Die erste Chance zu beweisen, dass sie doch um die Meisterschaft mitspielen können, haben die Audorfer am Sonnabend. Dann erwartet die Vineta den Osterrönfelder TSV II. Bock erachtet den Aufsteiger als ein Team, das die Qualität hat, unter den ersten Fünf zu landen. Zudem ist es für den Coach eine Reise in die Vergangenheit, denn vor seinem Engagement bei Vineta hat er die OTSV-Reserve trainiert. „Es ist definitiv ein besonderes Spiel für mich“, sagt Bock unumwunden. Beim Blick auf die weiteren Partien des 4. Spieltags sticht das Duell des TuS Jevenstedt gegen den Osdorfer SV hervor. Der TuS ist blendend in die Saison gestartet und will seine makellose Bilanz auf eigenem Platz ausbauen. Interessant dürfte es auch in Felm werden, wo der bisher furios aufspielende Aufsteiger den TuS Bargstedt erwartet. Mit einem Auswärtssieg könnte die Truppe von Trainer Frank Wolter den Felmern nicht nur die erste Niederlage beibringen, sondern dürfte sich dann auch nach oben orientieren. Für Neuling GW Todenbüttel ist die Auswärtshürde beim Eckernförder SV II hoch. Immerhin zählt die ESV-Reserve gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Möglicherweise richtungsweisend ist das Heimspiel des TuS Rotenhof gegen die noch sieglose SG Waabs/Rieseby. Mit drei weiteren Punkten könnte der TuS die Hoffnung nähren, mit dem Abstieg in diesem Jahr nichts zu tun zu haben. Nach dem Punktgewinn in Schinkel am Mittwoch (siehe unten) geht der Wittenseer SV als Favorit in seine Partie gegen die SG Felde/Stampe. Diese wiederum läuft Gefahr, schon zu einem frühen Zeitpunkt der Saison den Anschluss zu verlieren. Noch immer ziert eine Null das Punktekonto der SG.

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