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19. August 2017 | 00:21 Uhr

„Ein ausgeglichener Grotten-Kick“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisliga: Rotenhof und Osterby bieten beim 1:1 Fußball zum Abgewöhnen / Vineta Audorf gewinnt in Schinkel und schielt nach oben

Während sich der 1. FC Schinkel nach der dritten Niederlage in Folge vorerst aus dem Titelrennen verabschiedet hat, ist der TSV Vineta Audorf nach dem Sieg über FC wieder im Geschäft. Dass es mal wieder Top-Torjäger Tim Kluck war, der die Vineten mit einem Doppelpack in Schinkel zum Sieg führte, überrascht nicht. Jeweils vier Punkte voraus liegen Spitzenreiter TuS Jevenstedt und die ESV-Reserve. Während die Eckernförder mit 5:0 beim Team Förde gar keine Probleme hatten, schrammte der TuS bei der SG Waabs/Rieseby nur knapp an weiteren Punktverlusten vorbei. Der 3:2-Siegtreffer gelang erst in der 5. Minute der Nachspielzeit. Fußballerische Hausmannskost gab es in Rotenhof beim 1:1 des heimischen TuS gegen Osterby. Dennoch dürfte der Verbandsliga-Absteiger mit der bisherigen Ausbeute von zehn Punkten zufrieden sein.

TuS Rotenhof – Osterbyer SV 1:1 (0:0)
Fußball zum Abgewöhnen gab es am Sonnabend in Rotenhof. Beide Teams erwischten nicht gerade ihren besten Tag und vor allem in der ersten Halbzeit gab es keine nennenswerten Szenen. „Da haben beide Teams nur gebolzt. Es war ein ausgeglichener Grotten-Kick“, beschrieb TuS-Coach Fabian Skoruppa die Partie. Nach Wiederanpfiff wurde es zumindest etwas besser. Doch außer zwei Toren hatte die Begegnung kaum was zu bieten. „Es haben sich heute beide den Sieg nicht verdient, von daher geht das Unentschieden in Ordnung“, so Skoruppa.

Tore: 0:1 Lasse Retza (54.), 1:1 Jascha Potschko (74.).

1. FC Schinkel – TSV Vineta Audorf 1:3 (1:2)
Trotz vieler Ausfälle starteten die Schinkeler besser in die Partie und gingen auch verdient in Führung. Doch nach dem Ausgleich kippte die Begegnung, und die Audorfer wurden besser. „Wir haben mit unserem absolut letzten Aufgebot gespielt. Die vielen Roten Karten und Ausfälle können wir einfach nicht kompensieren“, sagte FC-Spielertrainer Malte Sawkulycz. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte des Gastgebers, sodass Audorf am Ende zum verdienten Sieg kam. „Es kommt im Moment einfach alles zusammen. Wir müssen uns das Glück erst wieder erarbeiten“, erklärte Sawkulycz.

Tore: 1:0 Tim Schikorr (2.), 1:1 Tim Kluck (17.), 1:2 Christoph Bellgardt (25.), 1:3 Kluck (75.).


SG Waabs/Rieseby – TuS Jevenstedt 2:3 (2:1)
Lange sah es nach einer großen Überraschung aus. Der Außenseiter aus Waabs wusste sich mit allen Mitteln gegen die gute Offensive der Jevenstedter zu wehren und ging nicht unverdient mit einer 2:1-Führung in die Pause. „Dann haben wir versucht, das Ergebnis zu verwalten, und Jevenstedt kam zu Chancen“, befand TSV-Trainer Matthias Daniel. Doch die Waabser verteidigten zunächst clever und ließen nur wenig zu. Umso ärgerlicher für sie war es, dass sie am Ende ohne Punkte dastanden. „Dann verliere ich lieber mit 0:5, anstatt in der Nachspielzeit noch so ein Ding zu kriegen“, sagte Daniel zum späten Jevenstedter Siegtreffer. Dennoch war er zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben uns alle heute richtig reingehauen, und jeder hat sein Bestes gegeben.“

Tore: 0:1 Thore Neben (13., HE), 1:1 Marcel Pommerening (35.), 2:1 Dennis Gloyer (45.), 2:2 Jannik Kaak (70.), 2:3 Marten Schlueter (90.+5).


SV Grün-Weiß Todenbüttel – SV Felm 4:3 (3:1)
Eine hochinteressante Partie bekamen die Zuschauer in Todenbüttel zu sehen. Beide Mannschaften suchten ihr Heil vor allem in der Offensive, und gerade der Gastgeber erwischte einen ganz starken Tag. Die 3:1-Pausenführung hätte aufgrund der vielen vergebenen Möglichkeiten sogar noch höher ausfallen können. Nach der Pause wurden die Gäste mutiger und witterten nach dem schnellen Anschlusstreffer Morgenluft, doch mit dem Treffer zum 4:2 war das Spiel endgültig entschieden. „Wir hätten es schon viel früher klarmachen müssen. Die Nerven hätten heute durchaus geschont werden können“, erklärte GW-Trainer Thomas Gosch. „Trotzdem sind wir natürlich sehr zufrieden. Wenn wir so weiter machen wie heute, sind wir auf einem guten Weg.“

Tore: 0:1 Philipp Sponagel (2., FE), 1:1, 2:1 Ole Petersen (18., 30.), 3:1 Marko Reimers (31.), 3:2 Matthias Winkelmann (48.), 4:2 Jonathan Lehmpfuhl (78.), 4:3 Sebastian Siegner (90.).



Osdorfer SV – Wittenseer SV 0:3 (0:1)
Die personell geschwächten Osdorfer kamen nie richtig in die Partie, sodass der WSV ein klares Übergewicht in Sachen Ballbesitz und Torchancen zu verzeichnen hatte. „Uns fehlen einfach die Spieler, die letztes Jahr noch den Unterschied ausgemacht haben“, trauerte OSV-Coach Jens-Uwe Lorenzen den zahlreichen Ausfällen nach. Der WSV hatte so leichtes Spiel, gewann am Ende verdient mit 3:0 und findet sich nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage im vorderen Tabellendrittel wieder.

Tore: 0:1 Yannik Suhr (17.), 0:2 Hans-Christian Trautrims (61.), 0:3 Mark Lüdecke (90.).


Osterrönfelder TSV II – SG Felde/Stampe 3:1 (3:0)
Der Aufsteiger aus Osterrönfeld zeigte auch gegen die SG, dass er längst in der Liga angekommen ist. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und das Spiel klar dominiert“, fand OTSV-Trainer Ferid Fatnassi. Folgerichtig ging seine Mannschaft auch mit einem 3:0 in die Pause. Anschließend verlor das Spiel immer mehr an Tempo, und die SG hätte es durchaus nochmal spannend machen können. „Wir haben gar nicht mehr stattgefunden. Das war eine Frechheit. Wir haben das Fußballspielen komplett eingestellt“, kritisierte Fatnassi den deutlichen Leistungsabfall seiner Mannen.

Tore: 1:0 Eike Schneider (29.), 2:0 Sven-Ole Schwanebeck (40.), 3:0 Schneider (44.), 3:1 Mirko Wahler (86.).


TuS Bargstedt – TSV Karby 4:1 (3:0)
Nach dem eher durchwachsenen Saisonstart kommen die Bargstedter immer besser in Fahrt und gewannen gegen den TSV Karby deutlich. Vor allem in der ersten Hälfte bewies die Elf von Trainer Frank Wolter, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt hat. Bereits nach zehn Minuten war das Spiel vorentschieden. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann immer mehr einschläfern lassen“, sagte Wolter. „Gegen einen anderen Gegner können wir uns das nicht erlauben.“ Doch die Karbyer waren an diesem Tag nicht in der Lage, die Nachlässigkeiten auszunutzen und bleiben somit weiter am Tabellenende kleben.

Tore: 1:0 Markus Wieben (4.), 2:0 Thiess Michaelis (10.), 3:0 Wieben (33.), 3:1 Michael Ressler (47.), 4:1 Florian Engbrecht (73.).


Team Förde – Eckernförder SV 0:5 (0:4)
Die über 100 Zuschauer bekamen eine sehr einseitige Partie zu sehen. Von Anfang an war die ESV-Reserve zu überlegen, um Spannung aufkommen zu lassen. Auch die Chancenverwertung war gut, sodass es mit einem 4:0 in die Pause ging. Nach dem Wiederanpfiff hatte die Heim-Elf zwar noch die eine oder andere Chance zum Ehrentreffer, doch Neuzugang Jan-Ole Jürgensen machte mit seinem Doppelpack den Sieg endgültig perfekt. „Wir haben bei den Gegentoren nur Spalier gestanden“, kritisierte Förde-Co-Trainer Lars Tüxen. „Mit Zugucken kann man einfach kein Spiel gewinnen.“

Tore: 0:1 Jan-Ole Jürgensen (18.), 0:2 Christoph Petersen (23.), 0:3 Torsten Sienknecht (28.), 0:4 Dimitri Milov (38.), 0:5 Jürgensen (58.).




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