EIF darf nach OTSV II-Fauxpas hoffen

Kapitän Henrik Staack (rechts) erzielte den Ehrentreffer bei der 1:4-Heimniederlage gegen den FC Fockbek. Hier setzt er sich energisch gegen Andre Bollmann durch.
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Kapitän Henrik Staack (rechts) erzielte den Ehrentreffer bei der 1:4-Heimniederlage gegen den FC Fockbek. Hier setzt er sich energisch gegen Andre Bollmann durch.

Fußball-Kreisklasse A: Osterrönfelder haben nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt /Brekendorf und GSC II chancenlos / Felm in Torlaune

shz.de von
19. Mai 2015, 06:04 Uhr

In der Fußball-Kreisklasse A waren am Sonnabend-Nachmittag nach den Siegen des SV GW Todenbüttel über den TuS Rotenhof II (6:1) und des Osterrönfelder TSV II beim Gettorfer SC II (5:1) die Entscheidungen im Kampf um die beiden weiteren Aufstiegsplätze eigentlich gefallen, doch die OTSV-Reserve hat wohl in der Vorwoche beim 2:1 in Bredenbek einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt und muss nun um die drei schon gewonnen geglaubten Punkte fürchten. Von dem am grünen Tisch zu fällenden Urteil könnte Eckernförde IF nach dem 3:0-Erfolg beim TSV GH Lütjenwestedt profitieren. Am letzten Spieltag würde dann in einem Fernduell die Frage beantwortet werden, wer den SV Felm und die Grün-Weißen in die Kreisliga begleiten wird.

SSV Nübbel – TSV Borgstedt           0:0
Beide Teams rissen sich in dieser Partie kein Bein mehr aus. „So schlecht wie in den ersten 45 Minuten habe ich meine Mannschaft jedoch schon lange nicht mehr gesehen“, spricht SSV-Coach Jens Lamp von einem ideenlosen und fehlerbehafteten Auftritt. Die Gäste agierten vor der Pause zwar wesentlich druckvoller, wirklich zwingend wirkten die Aktionen allerdings auch nicht. Nach Wiederbeginn scheiterte Niklas Barüske (56.) am Pfosten, und Mats Perdelberg mit einem Handelfmeter an TSV-Keeper Alexander Hochweiss (71.), so dass es letztlich bei der gerechten Punkteteilung blieb.

Tore: Fehlanzeige.


Gettorfer SC II – Osterrönfelder TSV II    1:5 (0:5)
Auch das zweite Aufeinandertreffen war nach dem 7:1 im Hinspiel eine klare Angelegenheit zugunsten des OTSV. „Schon vor dem Gang in die Kabine brannten die Gäste ein Feuerwerk ab und dominierten nach Belieben“, ließ Gettorfs scheidender Trainer Karsten Bengius keinen Zweifel am verdienten Sieg des Gegners aufkommen. Im zweiten Spielabschnitt schaltete der OTSV mindestens einen Gang zurück, weil der Erfolg beim Stand von 5:0 bereits in trockenen Tüchern lag. Florian Sczech sorgte für den Ehrentreffer (71.) und hätte das Ergebnis, aus GSC-Sicht, bei seinen weiteren Chancen noch freundlicher gestalten können.

Tore: 0:1 Sebastian Krüger (10.), 0:2 Hakan Yalcinkaya (22.), 0:3 Tobias Kohlmorgen (32.), 0:4 Alexander Eberhardt (41.), 0:5 Janik Hardt (45.), 1:5 Sczech (71.).


TSV Gross Vollstedt – TuS Jevenstedt II         1:0 (0:0)
„Wetter schlecht, Spiel ganz okay“, fasste TSV-Sprecher Stefan Waubke die Geschehnisse in dieser für beide Seiten bedeutungslosen Partie in kurzen Worten zusammen. Der Gastgeber präsentierte sich über die gesamten 90 Minuten spielbestimmend und kam durch Torsten Waubkes Freistoßtreffer verdient zur Führung (33.). Der TuS zeigte sich defensiv insgesamt stabil, doch man entwickelte überhaupt keine Torgefahr, so dass der Vollstedter Sieg nie in Gefahr geriet und sie das Ergebnis in der 2. Halbzeit durch Patrick Dähn (65.) und Florian Bracker (70.) durchaus noch deutlicher hätten gestalten können.

Tor: 1:0 Waubke (33.).


SV GW Todenbüttel – TuS Rotenhof II        6:1 (5:1)
Die Grün-Weißen machten mit diesem Erfolg den Sack endgültig zu und kehren nach zwei Jahren Abstinenz wieder in die Kreisliga zurück. „Wir haben diesmal endlich mal wieder eine Leistung abgerufen, die auch höheren Ansprüchen genügt“, freut sich Todenbüttels dreifacher Torschütze Jonathan Lehmphul über den Kantersieg. Mit frühem Pressing kauften die Grün Weißen den Gästen den Schneid ab. „Schon die 3:1-Halbzeitführung ging deshalb absolut in Ordnung“, sagt Lehmphul, der mit einem Doppelschlag kurz nach dem Wechsel schnell für klare Verhältnisse gesorgt hatte (48., 52.). Spätestens nach diesen beiden Treffern konnte der Sekt für die Aufstiegsfeierlichkeiten kalt gestellt werden.

Tore: 1:0 Jannes Backenhaus (6.), 2:0 Haiko Thun (23.), 3:0 Lehmphul (38.), 3:1 Tobias Klein (40.), 4:1, 5:1 Lehmphul (48., 52.) 6:1 Thun (88.).

Brekendorfer TSV – FC Fockbek           1:4 (0:2)
„Die Fockbeker sind mit ihren jungen Leuten von der ersten bis zur 90. Minute marschiert“, zeigt sich BTSV-Coach Mario Sörensen, der erneut nur auf elf gesunde Spieler zurückgreifen konnte, angetan von der Leistung der Gäste. Der FC zwang die Heimelf mit engagiertem Forechecking zwangsläufig zu Fehlern. Einen davon nutzte Fockbeks Torjäger Piet Schulz, der mit dem 1:0 (29.) seinen 21. Saisontreffer erzielte. Der Tabellenletzte hatte zu häufig das Nachsehen. So war es auch beim Foulelfmeter kurz vor dem Wechsel, als Frank Haak in FC-Schlussmann Linus Jess seinen Meister fand (42.). Nach der Pause spielten die Gäste ein ums andere Mal ihre Schnelligkeit aus und kamen so zu einem auch in der Höhe verdienten Dreier.

Tore: 0:1 Schulz (29.), 0:2 Jean-Philipp Wagner (43.), 0:3 Timo Hilbert (56.), 0:4 Wagner (65.), 1:4 Henrik Staack (68.).


TSV GH Lütjenwestedt – Eckernförde IF        0:3 (0:0)
Überhaupt nicht zufrieden ist TSV-Trainer Dirk Stöven, obwohl der Klassenerhalt bereits vorher feststand: „Ich hätte mir schon eine wesentlich bessere Leistung gewünscht, auch weil wir uns heute vom eigenen Publikum verabschiedet haben. Bei der Passgenauigkeit, insbesondere vor dem Wechsel, haperte es jedoch gewaltig“, kritisiert Stöven. Als die Gäste am Rande der Partie erfuhren, dass der Sieg des OTSV II möglicherweise nicht regelkonform war, bekamen sie Oberwasser. Besonders IF-Goalgetter Michele Heidrich schien sich davon inspirieren zu lassen, denn er sorgte mit einem lupenreinen Hattrick für die Entscheidung.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Heidrich (65., 76., 82.).


SV Felm – SSV Bredenbek          7:2 (1:0)
Es entwickelte sich eine durchaus ansehnliche Partie, in der die Felmer nach der Pause zu großer Form aufliefen. Zwar kontrollierte der Meister auch den ersten Durchgang, doch gegen den starken Wind gestaltete es sich schwer, die Möglichkeiten auch zu nutzen. So gingen die Felmer nach dem Treffer von Christopher Grube (14.) lediglich mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine. Mit zunehmender Spieldauer ließen die mit lediglich elf Mann angereisten Gäste konditionell immer mehr nach, so dass der Ligaprimus keine allzu großen Probleme mehr bekam. „Das war ein gelungener und torreicher Abschluss vor den eigenen Fans“, freut sich SV-Coach Kay Mielenz.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Grube (14., 54., 55.), 4:0 Henrik Listner (62.), 5:0 Christian Beckmann (70.), 6:0 Philipp Sponagel (72.), 7:0 Andre Fritzsche (75.), 7:1 Philipp Kriesten (79.), 7:2 Sven-Ole Schwanebeck (90.).

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