Eckernförder SV strauchelt in Schinkel

Hier war die Welt für den ESV noch in Ordnung: Jaron Ewert (vorne) erzielte mit einem spektakulären Seitfallzieher die 1:0-Führung für den Verbandsligisten aus dem Ostseebad. Am Ende zogen dann aber doch die Schinkeler nach einem 4:1-Erfolg ins Viertelfinale ein.
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Hier war die Welt für den ESV noch in Ordnung: Jaron Ewert (vorne) erzielte mit einem spektakulären Seitfallzieher die 1:0-Führung für den Verbandsligisten aus dem Ostseebad. Am Ende zogen dann aber doch die Schinkeler nach einem 4:1-Erfolg ins Viertelfinale ein.

Fußball-Kreispokal, Achtelfinale: Viele Chancen, aber nur ein Tor / Gettorf siegt 4:0

shz.de von
27. Juli 2015, 06:32 Uhr

Der Fußball-Kreispokal hat seiner erste Überraschung. Trotz überlegenem Spiel ist Verbandsligist Eckernförder SV beim klassentieferen 1. FC Schinkel ausgeschieden. Im Verbandsligaduell setzte sich der Rendsburger TSV mit 2:1 bei Aufsteiger Büdelsdorfer TSV durch.

1. FC Schinkel – Eckernförder SV      4:1(0:1)
ESV-Trainer Stefan Mackeprang verstand nach dem Abpfiff die Welt nicht mehr: „Ich will kein schlechter Verlierer sein, aber diese Niederlage ist einfach wahnsinnig. Wir waren in beiden Hälften die klar spielbestimmende Mannschaft.“ Der Verbandsligist nutzte aber seine vielen Chancen nicht. Symptomatisch die 45. Minute: Tjark Carstensen hatte aus zehn Metern in zentraler Position das leere Tor vor sich – schoss aber vorbei. Das wäre das 0:2 – und damit vermutlich die Vorentscheidung gewesen. Den einzigen Teffer im ersten Spielabschnitt hatte Jaron Ewert mit einem sehenswerten Seitfallzieher besorgt. Ähnliches Bild auch nach der Pause: Der ESV drückte und die Schinkeler konterten. Aus einem resultierte nach einem Stellungsfehler von Marc Medler der Schinkeler Ausgleich durch Rafael Bock (57.). „Ab da haben wir an unser Weiterkommen geglaubt“, sagt Schinkels Kapitän und Co-Trainer Malte Sawkulycz, der seine Jungs in der Pause noch einmal pushte: „Glaubt an Euch! Wir haben jetzt den Wind im Rücken!“ Für Sawkulycz geht der Sieg auch in Ordnung, „weil wir die größeren Chancen hatten.“ Den Schlusspunkt setzte der Ex-ESVer Tim Schikorr mit einem verwandelten Strafstoß. Um ein Haar wäre die Partie gar nicht angepfiffen worden. „Ich habe am Vortag um 22 Uhr einen Anruf bekommen, dass Marcel Schulz nach einem Autounfall auf die Intensivstation eingeliefert werden musste und kurzzeitig im Koma lag“, berichtet Sawkulycz. „Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und habe überlegt, die Partie abzusagen. Das war auf jeden Fall ein Sieg für ‚Schulle‘, der nun leider lange ausfallen wird. Wir wünschen ihm auf jeden Fall, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.“

Tore: 0:1 Jaron Ewert (25.), 1:1 Bock (57.), 2:1 Akkus (65.), 3:1 Sam (90.+3), 4:1 Schikorr (90.+4; FE)

Büdelsdorfer TSV – Rendsburger TSV   1:2 (1:1)
Die Rendsburger erwiesen sich als das ingesamt reifere Team. „Wir müssen uns in der einen oder anderen Situation cleverer verhalten“, meint Büdelsdorfs Co-Trainer Michael Ebsen.

Tore: 1:0 Roller (23.), 1:1 Herzig (39.), 1:2 Witt (56.)

TSV Vineta Audorf – Osdorfer SV       7:1 (5:1)
Osdorfs Trainer Jens-Uwe Lorenzen war nach dem Abpfiff voll des Lobes über die Leistung der Vineten. „Vielen Dank für die Lehrstunde“, raunte er seinem Audorfer Kollegen Norman Bock zu. Dessen Team brannte ein 90-minütiges Feuerwerk ab und hätte am Ende sogar zweistellig gewinnen können. Mann des Tages auf Seiten der Gastgeber war der vierfache Torschütze Patrick Scheer.

Tore: 1:0 Scheer (14.), 2:0 Scheer (21.), 2:1 Moehl (23., FE), 3:1 Scheer (25.), 4:1 Kluck (34.), 5:1 Sienknecht (40.), 6:1 Kluck (55.), 7:1 Scheer (60.).

Wittenseer SV – TuS Rotenhof      0:2 (0:1)
„Der Rotenhofer Sieg geht in Ordnung, weil sie einfach einen reiferen Fußball als wir gezeigt haben“, gesteht Wittensees Coach Peter Thede fair ein. „Wir hatten zwar auch unsere Chancen, doch haben wir uns dabei nicht clever genug angestellt. Nach der Gästeführung per vertretbarem Foulelfmeter von Alexander Ermeling drückten die Gastgeber auf den Ausgleich und hatten kurz vor Schluss die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich per indirektem Freistoß aus sechs Metern, doch der Schuss von Pascal Reimers blieb in der Rotenhofer Abwehr hängen – wie auch die anschließenden drei Nachschüsse. Im Gegenzug fiel auf der Gegenseite die Entscheidung, erneut per Foulelfmeter. Michele Diedrichsen hatte dabei Rotenhofs Sebastian Schmid beim Kopfball in den Rücken gestoßen und damit eine glasklare Torchance verhindert. Neben dem Strafstoß gab es deshalb auch regelkonform die Rote Karte gegen ihn.

Tore: 0:1, 0:2 Ermeling (25., 90.)

Rot: M. Diedrichsen (90.; Notbremse; WSV)

SSV Nübbel – Gettorfer SC    0:4 (0:3)
„Da muss man überhaupt nichts zu unseren Gunsten beschönigen, denn der GSC war uns über die gesamte Dauer spielerisch und läuferisch klar überlegen“, meint SSV-Trainer Jens Lamp. Der Verbandsligist setzte seine Angreifer immer wieder über die Außen gefährlich in Szene.

Tore: 0:1 Ratjens (21.), 0:2 Dahsel (34.), 0:3 Wick (42.), 0:4 L. Empen (49.)

FC Fockbek – SG Felde/Stampe  2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Simon (6.), 1:1 Schulz (44.), 2:1 Seubert (80.).
Bes. Vorkommnis: Schulz (Fockbek) verschießt FE (16.).

FT Eintracht Rendsburg – TuS Jevenstedt    0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Gersteuer (49.).

TSV Borgstedt – Osterrönfeld.TSV 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Kaminski (18.), 1:1 Dollnick (54.), 1:2 Sierks (86.).

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