Eckernförder SV fehlen zwei Minuten zum Sieg

Tragischer Mann des Spiels aus ESV-Sicht: Aalen Ajdarpasic (l.) im Duell mit Jannik Sierks.
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Tragischer Mann des Spiels aus ESV-Sicht: Aalen Ajdarpasic (l.) im Duell mit Jannik Sierks.

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Nach dem 1:1-Remis beim Osterrönfelder TSV haben nun vier Mannschaften die Chance auf die Vizemeisterschaft / Ajdarpasic tragischer Mann des Spiels

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11. Mai 2015, 06:00 Uhr

Der Eckernförder SV macht den Kampf um Platz zwei in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost bis zum letzten Spieltag spannend. Die Mannschaft von Trainer Stefan Mackeprang gab ihre 1:0-Führung im Verfolgerduell beim Osterrönfelder TSV in der 88. Minute noch aus der Hand und musste sich deshalb mit nur einem Punkt begnügen. Da Inter Türkspor (3:1 beim VfR Laboe) und der Gettorfer SC (3:1 gegen den TuS Rotenhof) ihre Spiele machen, können sich sich noch vier Mannschaften Hoffnungen auf die Vize-Meisterschaft machen.

Es war die Chronologie der Partie, die eine gegensätzliche Stimmungslage in den beiden Lagern hervorrief. Zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte Osterrönfelds Kapitän Sven Dollnick einen berechtigten Foulelfmeter verwandelt und damit für das Remis gesorgt. „Unterm Strich geht das Ergebnis wahrscheinlich so in Ordnung“, sagt Eckernfördes Trainer Stefan Mackeprang. Allerdings versah er seine Analyse mit dem Zusatz: „Aus dem Spiel heraus hätte der OTSV meiner Meinung nach kein Tor mehr gemacht.“ Sein Trainerpendant formulierte seine Sicht des Spiels mit weitaus freundlicherer Miene. „Ich denke, der Punkt für uns ist absolut verdient. Zwar hatte der ESV in der ersten Halbzeit ein spielerisches Übergewicht, aber eine echte Torchance habe ich für sie nicht gesehen“, sagt Olaf Lehmann. Damit lag er zwar richtig, dennoch schienen die Gäste vor der Pause dichter an einem Treffer zu sein als der OTSV, wobei die Ostseestädter Glück hatten, dass Schiedsrichter Tobias Drever (Schlutup) einen Treffer von Jannik Sierks wegen Abseits zurück pfiff. Die besseren Aktionen nach vorne allerdings hatte der ESV. Immer wieder bekamen die Osterrönfelder im Mittelfeld keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler. Aus eben so einer Situation resultierte schließlich auch der Führungstreffer. Aalen Ajdarpasic traf das Leder aus gut 25 Metern ganz genau, so dass es im Winkel des OTSV-Gehäuses einschlug (43.). „Wir hatten einige Ballgewinne im Mittelfeld, aber haben den Ball auch durch einfache Fehler schnell wieder hergeschenkt“, kritisiert Lehmann die Leistung vor der Pause.

Das wurde nach dem Seitenwechsel besser, auch weil die Platzherren nun mehr investierten und in vorderster Front gefährlicher wurden. Das Experiment mit A-Jugend-Spieler Albert Krause als Stoßstürmer und Florian Kuklinski auf dem Flügel war wenig erfolgreich. Nach dem Positionstausch der beiden sah das anders aus, auch wenn echte Tormöglichkeiten des OTSV weiterhin Mangelware blieben. Aber die Gastgeber verlegten das Spiel mehr und mehr in die ESV-Hälfte, was Mackeprang überhaupt nicht gefiel: „Das war eine gute erste Halbzeit von uns. Ich hätte mir gewünscht, dass wir daran anknüpfen können, aber das ist uns nicht gelungen.“ Trotzdem haderte er mit der Schlussphase, weil Ajdarpasic zum tragischen Mann des Spiels wurde. Nach einem Ballverlust wollte er seinen Fehler wieder gutmachen. „Das geht dann häufig schief“, erklärt der ESV-Coach. Ajdarpasic holte Sören Müller im Anschluss von den Beinen – und das Dilemma für den ESV nahm in Person von Dollnick seinen Lauf. Der viel umjubelte OTSV-Torschütze rief bei Mackeprang Ärger hervor: „Er hätte gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Zunächst beging er ein grobes Foul und hat danach den Schiedsrichter pausenlos beleidigt und beschimpft.“

Olaf Lehmann sieht dies naturgemäß etwas anders. Er ist froh, dass sein Kapitän nach überstandener Verletzung wieder dabei war und beim Strafstoß die Verantwortung übernahm.

OTSV: Schlunke – Mosebach, Lobeck, Sopha, Reimer – Müller, M. Lehmann – Kuklinski (76. Schäfer), Dollnick, Sierks (90. Arndt) – Krause (62. Piotraschke).

ESV: Steingräber – Ajdarpasic, Ströh, Tuchen, Smit – Medler, Matthiesen (82. Kranz), Gerlach – Buchholz (32. Ewert), Temirgan, Lietz.

Schiedsrichter: Drever (TSV Schlutup). – Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Ajdarpasic (43.), 1:1 Dollnick (88., FE).

Gelb-Rote Karte: Aijdarpasic (87., wdh. Foul).

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